Lockere Adventsstimmung am Trautskirchener Türkeiplatz | FLZ.de

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Veröffentlicht am 05.12.2023 16:01

Lockere Adventsstimmung am Trautskirchener Türkeiplatz

Mit adventlichen Liedern hat der Posaunenchor am Sonntag den Weihnachtsmarkt am Türkeiplatz eröffnet. Acht Vereine und der Kindergarten warteten dort mit einem vielfältigen Angebot auf. (Foto: Yvonne Neckermann)
Mit adventlichen Liedern hat der Posaunenchor am Sonntag den Weihnachtsmarkt am Türkeiplatz eröffnet. Acht Vereine und der Kindergarten warteten dort mit einem vielfältigen Angebot auf. (Foto: Yvonne Neckermann)
Mit adventlichen Liedern hat der Posaunenchor am Sonntag den Weihnachtsmarkt am Türkeiplatz eröffnet. Acht Vereine und der Kindergarten warteten dort mit einem vielfältigen Angebot auf. (Foto: Yvonne Neckermann)

In Trautskirchen war am Sonntag ein besonderer Tag, das lag förmlich in der Luft. Denn bis zum Rathaus hinauf konnte man den Bratwurst-Duft riechen. Bei Minus-Temperaturen, schneebedeckten Dächern und Sonnenschein eröffnete Bürgermeister Werner Wirth nach dem Gottesdienst den Weihnachtsmarkt am Türkeiplatz.

Dort waren zahlreiche Helferinnen und Helfer bereits seit den frühen Morgenstunden im Einsatz, um für den Besucheransturm alles vorzubereiten. Der Heimatverein, der 1.-FC-Nürnberg-Fanverein „Glubb Club“, die Soldaten- und Reservistenkameradschaft, die Landjugend, der Fischereiverein, der Kindergarten, die Schützengesellschaft, der Sportclub und der Reitclub hatten ihre Buden extra für diesen einen Markttag liebevoll geschmückt.

Das Angebot war wie gewohnt vielfältig. Für den kulinarischen Teil legte sich beispielsweise der Heimatverein ins Zeug. „Wir haben extra ein Schwein schlachten lassen, und unsere Helferinnen haben dem Metzger beim Wursten geholfen“, verriet Rudi Popp. Die Endprodukte wie Würste, Schinken- und Schmalzbrote gab es dann am Stand. Der 64-jährige Popp ist Mitglied mehrerer Vereine und hilft beim Weihnachtsmarkt, seit die Veranstaltung 1981 erstmals stattfand. In diesem Jahr verkaufte er ab 11 Uhr bei den Soldaten und Reservisten heiße Getränke und Kartoffelspiralen, bevor um 14 Uhr sein Dienst beim Heimatverein begann.

Beim Reitclub war man multimedial unterwegs. Julia Karl drehte am Morgen schnell noch ein Handy-Video für die sozialen Netzwerke. Hannah Kemmler bestellte derweil per Funkgerät bei den Kolleginnen und Kollegen im Vereinsheim Waffelteig und Gulaschsuppe. „Das geht schneller als mit dem Handy“, stellte sie fest.

Zum ersten Mal gab es bei den Reitern in diesem Jahr ein veganes Chili, das Kemmler daheim gekocht hatte. „Wir fanden, dass es auf unserem Weihnachtsmarkt mehr Auswahl für Vegetarier geben sollte“, erläuterte die 30-Jährige. Gemeinsam mit Sophia Stierhof arbeitete sie an diesem Tag gleich zwei Schichten am Stand. „Leider mangelt es ein wenig an Freiwilligen“, sagten sie. In die Bresche zu springen war für die beiden jedoch Ehrensache. „Der Weihnachtsmarkt ist mit der Kirchweih einer der Höhepunkte des Dorflebens, und es macht total Spaß!“

Beim „Glubb-Club“ war man dieses Jahr turnusmäßig wieder an der Reihe, 150 Säckchen mit Obst und Süßigkeiten vorzubereiten, damit Weihnachtsmann Heinz Appel diese um 17 Uhr an die Kinder verteilen konnte. „Wir haben die Beutel am Mittwochabend zu Dritt gepackt, das war eigentlich schnell erledigt“, erzählte der Vorsitzende Thomas Mönius.

Viel zu tun hatte auch Bürgermeister Wirth. Er sprach nicht nur die Eröffnungsworte, sondern spielte auch im Posaunenchor mit und war beim Reitclub zum Spüldienst in der Spätschicht eingeteilt. „Unser Weihnachtsmarkt lebt von den Besucherinnen und Besuchern, die ihn zu einem Ort der Geselligkeit und des Miteinanders machen“, sagte Wirth. Trotz vieler Krisen in der Welt beginne mit der Veranstaltung für viele zurecht die schönste Zeit des Jahres.


Von Yvonne Neckermann
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