Ob Linsensuppe aus der Dose, Erbseneintopf aus dem Glas oder eine Brokkoli-Bowl mit Buchweizen und schwarzen Bohnen aus der Tiefkühlung - wenn es schnell gehen soll, sind Fertiggerichte mit Hülsenfrüchten eine praktische Sache. Doch sind sie auch eine gute Protein- und Ballaststoffquelle?
Die Verbraucherzentralen sind dieser Frage in einem Marktcheck nachgegangen und haben in einer Stichprobe die Zusammensetzung von 288 Eintöpfen, Suppen und Fertigmahlzeiten mit Hülsenfrüchten angesehen. „Also Produkte, die ohne großen Kochaufwand essfertig sind und eine vollständige Mahlzeit bilden“, erklärt Birgit Brendel von der Verbraucherzentrale Sachsen.
Verglichen wurden Inhaltsstoffe, Werbung auf dem Produkt und Herkunft der Hülsenfrüchte. Am häufigsten waren in den Produkten Bohnen, Erbsen und Linsen enthalten, gefolgt von Kichererbsen und Sojabohnen. Das haben die Verbraucherschützer herausgefunden:
Ein Wermutstropfen waren die hohen Salzgehalte der untersuchten Produkte mit durchschnittlich 0,9 Gramm pro 100 Gramm. Der ernährungsphysiologische Wert könnte bei geringerem Salzgehalt noch besser sein, so die Verbraucherschützer.
Zur Herkunft der Hülsenfrüchte gaben die Hersteller nur selten freiwillig Auskunft - verpflichtet dazu seien sie nicht. Lediglich drei Unternehmen informierten über das Herkunftsland, entweder auf dem Etikett oder über QR-Code.
Für mehr Klarheit wurde bei 62 Herstellern nachgehakt, woher die verwendeten Hülsenfrüchte stammen. Das Ergebnis aus sechs Rückmeldungen: Nur vereinzelt stammen die Hülsenfrüchte aus Deutschland. Mehr als die Hälfte kommt aus EU-Ländern. Die Verbraucherschützer klären auf: Zwar werden Hülsenfrüchte hierzulande angebaut, landen aber überwiegend im Tierfutter.
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