Lena Zoll aus Mittelstetten gewinnt beim Vorlesen | FLZ.de

foobarious
arrow_back_rounded
Lesefortschritt
Veröffentlicht am 10.05.2024 17:35

Lena Zoll aus Mittelstetten gewinnt beim Vorlesen

Organisator Dr. Christoph Schech, Siegerin Lena Zoll, Englischlehrerin Trixi Kubin und Rektor Dr. Joachim Stang (von links) bei der Preisübergabe im Gymnasium Feuchtwangen. (Foto: Lisa-Maria Liebing)
Organisator Dr. Christoph Schech, Siegerin Lena Zoll, Englischlehrerin Trixi Kubin und Rektor Dr. Joachim Stang (von links) bei der Preisübergabe im Gymnasium Feuchtwangen. (Foto: Lisa-Maria Liebing)
Organisator Dr. Christoph Schech, Siegerin Lena Zoll, Englischlehrerin Trixi Kubin und Rektor Dr. Joachim Stang (von links) bei der Preisübergabe im Gymnasium Feuchtwangen. (Foto: Lisa-Maria Liebing)

Zum ersten Mal gewann mit Lena Zoll eine Schülerin des Gymnasiums Feuchtwangen den Englisch-Vorlesewettbewerb der Friedrich-Alexander-Universität (FAU) Erlangen-Nürnberg. Mit ihren gerade einmal elf Jahren ist sie zudem die jüngste Siegerin, die der Wettbewerb seit seinem Bestehen hervorgebracht hat.

Lena Zoll kommt aus Mittelstetten, einem kleinen Dorf der Gemeinde Wörnitz im Landkreis Ansbach. Sie hat, wie sie selbst erzählte, eine Jahrgangsstufe übersprungen und ist deshalb um einiges jünger als ihre Mitschüler. „Englisch ist mein absolutes Lieblingsfach“, betonte die Elfjährige. Filme oder Videos schaue sie immer sehr gern in englischer Sprache an. Und sie sei sogar schon selbst ein paar Tage in London gewesen, erzählte sie.

Kein Wunder also, dass die Siebtklässlerin sich mittlerweile ein sehr hohes Fremdsprachen-Niveau aneignen konnte. Das bestätigte auch ihre Englisch-Lehrerin Trixi Kubin: „Lena hat einen sehr breiten Wortschatz und schreibt nur Einser.“

Schulsieger wurde intern ermittelt

Bevor es für Lena aber zu dem Vorlesewettbewerb nach Erlangen ging, musste sie ihre Sprach- und Lesekompetenz in einem schulinternen Wettbewerb unter Beweis stellen. In jeder siebten Klasse – es gibt am Gymnasium Feuchtwangen vier – wurde der beste Englisch-Leser ermittelt. Die Klassensieger traten dann in einem kleinen Event in zwei Durchgängen gegeneinander an, um den Schulsieger zu ermitteln, erklärte Kubin.

Während in der ersten Runde die Teilnehmer einen bekannten und eingeübten Text vortragen durften, wurde ihnen in der zweiten Runde ein unbekannter Text vorgelegt, den sie nacheinander ohne Vorbereitung abschnittsweise vorlesen mussten. Dabei konnte sich Lena gegen ihre Kontrahenten durchsetzen und durfte deshalb als Schulsiegerin beim Entscheid in Erlangen teilnehmen.

32 mittelfränkische Gymnasien, vertreten durch je einen Schüler, traten dort im Englisch-Vorlesewettbewerb gegeneinander an. Wie auch bereits im Vorentscheid, mussten die Kandidaten einen vorbereiteten und einen unbekannten englischen Text vortragen.

Die Jury – bestehend aus Hochschulprofessoren und englischen Muttersprachlern – bewertete dabei nicht nur die deutliche und korrekte Aussprache, sondern auch die sinngemäße Betonung sowie das Lesetempo, erklärte Organisator Dr. Christoph Schech, der den Wettbewerb vor 22 Jahren ins Leben gerufen hat. Damals habe er mit zehn Schulen begonnen, heute seien es jedes Jahr über 30 Gymnasien.

Finalrunde vor 140 Zuhörern

Für die sechs Besten ging es dann weiter in die Finalrunde. Im Senatssaal der FAU mussten die Kinder vor einer Jury und zirka 140 Zuhörern schließlich einen dritten und letzten unbekannten Text vorlesen.

„Ich habe wirklich Hochachtung vor diesen jungen Leuten. Sie erbringen eine Leistung, die ich und Gleichaltrige nie erbringen hätten können. Hervorragend sind sie vor allem in der Präsentation“, betonte Schech. Beim Finale zähle nämlich nicht nur das Vorlesen an sich, sondern auch der Kontakt zum Publikum, die Ausstrahlung und Lebendigkeit. Lena hat diese Aufgabe mit Bravur gemeistert und konnte den ersten Platz und ein Preisgeld von 200 Euro erzielen. Der zweite und dritte Platz wurde mit 150 beziehungsweise 100 Euro bedacht.

Und auch der Rest ging nicht leer aus: die Plätze vier bis zehn erhielten 70 Euro, alle weiteren 50 Euro. Neben den Geldprämien für die Gewinner, bekamen die Gymnasien der sechs besten Teilnehmer jeweils 100 Euro für die Ausstattung ihrer Englisch-Bibliotheken.

„Wir sind wahnsinnig stolz“, hob Dr. Joachim Stang, Rektor des Gymnasiums Feuchtwangen, hervor. „Ich freue mich immer sehr, wenn es solche Projekte gibt, wo das Gymnasium mit Universitäten kooperiert. Ich finde es wichtig und gut, wenn die Kinder schon während der Schulzeit Kontakt mit Unis haben.“

north