Leichtathleten erreichen Bestleistungen und Titel bei Landesmeisterschaft | FLZ.de

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Veröffentlicht am 16.07.2024 09:00

Leichtathleten erreichen Bestleistungen und Titel bei Landesmeisterschaft

Fallstudie: Jakob Sand schaffte unter anderem im Stabhochsprung eine Bestleistung. (Foto: Theo Kiefner)
Fallstudie: Jakob Sand schaffte unter anderem im Stabhochsprung eine Bestleistung. (Foto: Theo Kiefner)
Fallstudie: Jakob Sand schaffte unter anderem im Stabhochsprung eine Bestleistung. (Foto: Theo Kiefner)

Bei der Bayerischen Meisterschaft in Erding erringen Leichtathleten aus der Region diverse Erfolge.

Der TSV Burghaslach war mit seinen starken U16-Mädchen vertreten. Für die beste Einzelplatzierung sorgte Sanja Kropf im 100-Meter-Sprint der Altersklasse W15. In ihrem Vorlauf erreichte sie 12,78 Sekunden und qualifizierte sich über die Zeitregel für das Finale. Bei Windstille lief sie haargenau die gleiche Zeit und wurde Vierte. Im Weitsprung belegte sie mit 4,83 Metern unter 14 Teilnehmerinnen Rang acht.

Die gleichaltrige Frederike Meyer verbesserte sich als Siegerin ihres 300-Meter-Zeitlaufes um 17 Hundertstel auf 44,94 Sekunden und kam auf Rang fünf. Im Weitsprung der W14 erzielte Noemi Schuster mit 4,88 Metern eine neue Jahresbestmarke, gleichbedeutend mit Platz acht. Bei der 4x100-Meter-Staffel belegte das Burghaslacher Quartett in der Besetzung Friederike Meyer, Noemi Schuster, Sanja Kropf und Johanna Rain mit sehr guten 51,79 Sekunden in einem starken Feld Rang zehn.

TVL-Duo holt jeweils Silber und Bronze

Mit jeweils einer Silber- und Bronzemedaille kehrte das Duo des TV Leutershausen zurück. Für Simon Körber hätte es in der Hochsprungentscheidung der Männer fast zu einer Jahresbestleistung gereicht. Im dritten Versuch über die 1,98 Meter war schon Jubel angesagt, als die Latte dann doch noch fiel. Somit sicherte sich Körber mit im dritten Versuch übersprungenen 1,95 Metern den Vizemeistertitel. Bronze gab es überraschend für Ben Vetter im 3000-Meter-Lauf der M14. Vetter lief ein sehr mutiges Rennen und war mit seiner Durchgangszeit von 6:56 Minuten über 2000 Meter im Plan. Nach zwei ruhigeren Runden konnte Vetter auf den letzten 600 Metern noch mal Kräfte mobilisieren. Mit seinen 10:35,28 Minuten verbesserte er seine Bestmarke um über 30 Sekunden. Der Scheinfelder Theodor Schell (LSC Höchstadt) ging über 5000 Meter mit der siebtbesten Zeit in der Meldeliste an den Start. Sein Ziel, eine neue Bestleistung von unter 15 Minuten aufzustellen, war mit den LSC-Teamkollegen abgesprochen.

Scheinfelder Schell konstant schnell

Es entwickelte sich ein konstant schnelles Rennen. Lediglich auf dem letzten Kilometer wurde das Tempo verschärft. Die letzte Runde lief Schell in 59 Sekunden. Diesem Tempo war nur sein Teamkollege Brian Weisheit gewachsen, der als einziger noch vor Schell ins Ziel kam. „Mit dem zweiten Platz habe ich eingangs der letzten Runde nicht mehr gerechnet, doch meine Beine haben sich noch frisch angefühlt, so dass ich ab 300 Meter vor dem Ziel den Sprint anzog und tatsächlich noch vier Läufer überholen konnte“, berichtet Schell, „mit dem Vizetitel und einer um 28 Sekunden gesteigerten Bestleistung von nunmehr 14:39,11 Minuten gehe ich jetzt mehr als zufrieden in die Saisonpause.“

Nach langer Verletzungspause bestritt die Ansbacherin Luisa Frehner (LAC Quelle Fürth) das 400-Meter-Rennen. Nach 350 Metern spürte sie das noch fehlende muskuläre Stehvermögen, konnte jedoch ihre persönliche Bestmarke um fast eine Sekunde auf 60,27 Sekunden verbessern. In ihrer Altersklasse U20 bedeutete dies Rang sechs in einem Rennen, „dass für meinen Kopf sehr wichtig war“ (Frehner). Sie wurde über 800 Meter für ihre Vereinskameradinnen Anni Knoblich und Julia Wilhelm als Tempomacherin aktiv und lieferte die gewünschte 400-Meter-Durchgangszeit von 65 Sekunden ab.

Trumpp springt 4,20 Meter

Der Feuchtwanger Leo Trumpp (LAC Quelle) stieg in den Stabhochsprungwettkampf der M15 ein, als seine Konkurrenten bereits ausgeschieden waren. Für die Höhen von 3,80 und vier Meter benötigte er jeweils zwei Anläufe, seine Siegeshöhe von 4,20 Meter übersprang Trumpp auf Anhieb. Anschließend ließ er 4,41 auflegen, die Latte fiel jedoch dreimal.

Gleich im ersten Durchgang des Speerwurfwettkampfes der Frauen erzielte die Ansbacherin Jennifer Vogt (TV Schwabach) mit 41,44 Meter ihre beste Tagesleistung, die bedeute in der Endabrechnung den vierten Platz.

Dreimal trat Leonie Schinko vom TSV Ansbach in der U20 an, um sich auf ihre Deutschen Einzelmeisterschaften in zwei Wochen vorzubereiten. Zweimal holte die Siebenkämpferin Silber. Im Hochsprung war Schinko bis 1,65 Meter fehlerfrei und holte den Vizetitel. Über 100 Meter Hürden wurde sie mit 14,52 Sekunden im Vorlauf und 14,60 Sekunden im Endlauf ebenfalls Zweite. Im Weitsprung wollte sich Schinko endlich eine Weite über 5,70 Meter gut schreiben lassen. Zwei ihrer leicht übergetretenen Sprünge hatten diese Marke auch deutlich übertroffen. Letztendlich kam die Kaderathletin auf gültige 5,65 Meter, gleichbedeutend mit Bronze.

Jakob Sand (TSV Ansbach) holte mit zwei Bestleistungen zwei Medaillen in der M14. Im Stabhochsprung kletterte der Kadersportler fehlerfrei bis 3,30 Meter. Dann lag die neue Bestleistung von 3,45 Meter auf und Sand überquerte die Latte hoch im zweiten Versuch.

Nach einer Regenpause und zwei ungültigen Versuchen flog Sand auch noch über 3,55 Meter und zur Goldmedaille. Über 100 Meter schaffte er mit 11,73 Sekunden bereits beim Vorlaufsieg eine persönliche Bestleistung. Im Endlauf holte der Ansbacher dann Bronze (11,78).

Als 16-Jähriger startete Mehrkämpfer Matias Neutzler zum Stabhochsprung in die U20 hoch und holte überraschend Bronze. Nach 3,70 Meter im dritten Versuch waren im zweiten Versuch übersprungene 3,85 Meter der Garant für eine Medaillenplatzierung.

Neutzler knapp vor Bimüller

Der Neustädter Janosch Bimüller (LAC Quelle Fürth) stieg in der Stabhochsprungentscheidung der U20 bei 3,70 m in den Wettkampf ein. Diese Höhe bezwang er auf Anhieb, für die 3,85 Meter benötigte er drei Anläufe. Vier Meter waren an diesem Tag für den Neunzehnjährigen zu hoch. Da Bimüller für die 3,85 m drei Anläufe benötigte, Matias Neutzler aber nur deren zwei, entschied im Kampf um die Bronzemedaille die Fehlversuchsregel für Neutzler.

Lukas Kleinschrodt (TSV Ansbach) ließ seine dicht getaktete Saison mit zwei Sprints ausklingen. Dabei sprang auch die gewünschte Bestzeit über 200 Meter heraus. Kleinschrodt steigerte sich im Vorlauf auf 22,30 Sekunden und qualifizierte sich für den B-Endlauf. 22,62 Sekunden im starken Gegenwind brachten Platz fünf. Über 100 Meter sprintete im Vorlauf 11,07 Sekunden. 11,06 Sekunden im Zwischenlauf bedeuteten Rang neun.

Weitere Platzierungen holten sich Luisa Himmler (TSV Ansbach) mit 36,79 Metern und Rang elf im Speerwurf der Frauen sowie Carina Kilian (TSV Ipsheim) mit 3,00 Metern und Rang acht im Stabhochsprung der U20. Unter den Nachwuchs-Stabhochspringerinnen der W14 aus Ansbach freute sich Zoé Wilzin über eine neue Bestleistung von 2,40 Meter und Rang neun. Die Plätze elf und zwölf belegten mit 2,20 Meter und 2,00 Meter Vanessa Kreimer und Maike Arlt.


Von Erich Grau/Jörg Behrendt
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