Landtagspräsidentin Ilse Aigner besuchte die Franziskus-Schule in Bad Windsheim | FLZ.de

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Veröffentlicht am 29.09.2025 10:13

Landtagspräsidentin Ilse Aigner besuchte die Franziskus-Schule in Bad Windsheim

Landtagspräsidentin Ilse Aigner bekam viel Wissenswertes über die Schulräume in den Containern vermittelt. (Foto: Gerhard Krämer)
Landtagspräsidentin Ilse Aigner bekam viel Wissenswertes über die Schulräume in den Containern vermittelt. (Foto: Gerhard Krämer)
Landtagspräsidentin Ilse Aigner bekam viel Wissenswertes über die Schulräume in den Containern vermittelt. (Foto: Gerhard Krämer)

Hoher Besuch bei der Lebenshilfe in Bad Windsheim: Landtagspräsidentin Ilse Aigner informierte sich über deren Arbeit und war am Ende mehr als beeindruckt, welch „unglaublicher Dienst hier geleistet wird“.

Eingeladen hatte „die First Lady, die erste Frau des Freistaates Bayern“ der Vorsitzende des Aufsichtsrats und frühere Stimmkreisabgeordnete Hans Herold. Da Herold der Einladung einen Landkreiswein beigefügt hatte, war es faktisch nicht möglich für Ilse Aigner, diese auszuschlagen. Nein, das war nicht ausschlaggebend für ihren Besuch, denn sie wollte sich über die Arbeit unter anderem an der Franziskusschule vor Ort informieren, betonte sie.

Herold nannte die Franziskus-Schule eine „wunderbare Einrichtung für Kinder mit geistiger Behinderung hauptsächlich“. Die Schule habe einen solchen Zulauf, dass im Gebäude nicht mehr alle Schülerinnen und Schüler untergebracht werden können. Herold erinnerte an Diskussionen vor etwa zehn Jahren im Landtag zum Thema Inklusion. Alle Kinder sollten in die Regelschule.

Doch genau das Gegenteil sei eingetreten. Die Franziskus-Schule besuchten etwa 230 Schüler und Schülerinnen. Zwei Klassen seien sogar im Gymnasium für einige Jahre untergebracht gewesen. Mittlerweile stehen aber Container auf dem Gelände der Lebenshilfe, die, wie später zu sehen war, mehr Platz bieten als die eigentlichen Klassenzimmer.

In den vergangenen Jahren wurden rund fünf Millionen Euro investiert. Ein großer Vorteil seien die „extrem guten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter“, sagte Herold. Diese kümmerten sich um die Belange und insbesondere um die Förderung der Kinder.

Die Arbeit in der Franziskusschule sei absolut sinnstiftend, wertvoll und gewinnbringend, sagte Schulleiter Christoph Langenhorst. Damit werde ein wichtiger Beitrag für die Gemeinschaft und Gesellschaft geleistet. Hier werde eine bunte, vielfältige Gemeinschaft gelebt. Langenhorst verdeutlichte dies in einem Kurzfilm zum Thema „Ich + Du = Wir“, das auch beim Schulgottesdienst zum letztjährigen Franziskus-Tag zum Ausdruck kam. Auch von diesem Film und dessen Inhalt zeigte sich Aigner begeistert.

Das Wir und die Gemeinschaft sei tatsächlich etwas Charakteristisches für die Schule – und die Vielfalt, sagte Langenhorst. Besonders sei, dass es neben der Schule auch eine Heilpädagogische Tagesstätte gebe; mit dieser werde sehr eng zusammengearbeitet.

Deren Leiterin, Carmen Czerny, berichtete, dass man derzeit 134 Kinder in 14 Gruppen betreue. Die Besonderheit sei, dass es einen medizinischen und einen pädagogischen Fachdienst gebe. Rund 65 Personen arbeiten demnach in der Tagesstätte und hätten die Förderung der Kinder im Blick.

„Wir nehmen Kinder ab drei Jahren auf“, erläuterte Langenhost. Nach dem Vorschulbereich beginne mit sechs Jahren die Schulzeit. Die Grundschulstufe habe acht, die Mittelschulstufe sieben und die Berufsschulstufe vier Klassen. Das bedeutet, dass bei der Entlassfeier zum Teil junge Erwachsene verabschiedet würden, die 15 Jahre dort verbracht hätten. Das präge einen Zusammenhalt, der sich darin äußere, dass manche an ihrem ersten Urlaubstag im Berufsleben zurück an die Schule kommen, um „Hallo“ zu sagen.

„Hier haben Kinder eine Heimstatt“, freute sich Ilse Aigner. Vom Kindergarten bis zur Berufsschule könne man in dieser Einrichtung geborgen bleiben. Das sei wie eine zweite Familie, ein unglaublich großer Dienst. Das bestätigte auch die Stellvertreterin von Herold, Gisela Heusinger-Herz. Die zugehörige Familie erfahre viel Unterstützung.

Beim Rundgang, an dem auch Landrat Dr. Christian von Dobschütz, der CSU-Stimmkreisabgeordnete Werner Stieglitz und der hauptamtliche Vorstand der Lebenshilfe, Werner Mönikheim, teilnahmen, wurden ein Raum der Heilpädagogischen Tagesstätte, das Therapeutische Schwimmbecken, ein Schulraum und ein Klassenzimmer im Containerbereich, die Schaukel für Rollstuhlfahrende sowie eine Wohnstätte angeschaut.

Beim Schulraum verdeutlichte Langenhorst, dass die Zimmer bei den steigenden Schülerzahlen nicht mitgewachsen seien, weswegen es derzeit Container gebe. „Wir brauchen größere Räume“, betonte er. Herold kündigte an, in den nächsten Jahren für einen Erweiterungsbau ordentlich investieren zu wollen.

Auch eine Wohneinheit wurde besucht. Dort informierten Marion Breunig (Bereichsleitung) und die Vertreter der Bewohnenden, Florian Gundermann und Heike Wolf, die Delegation.

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