„Räume schaffen”: Unter diesem Motto steht die diesjährige Kunstfreizeit für Kinder und Jugendliche in den Faschingsferien. Die Junge Kunstschule Ansbach, kurz Juks, bietet drei Workshops an. Kreative Mädchen und Jungen können ein Märchen-Bühnenbild konzipieren, einen Bauwagen originell ausstatten oder mit Tuschezeichnungen Wände füllen.
Jedes Jahr organisiert die Juks in den Faschingsferien ein Programm für junge Menschen. Diesmal werden sich drei Künstlerinnen gemeinsam mit den Teilnehmerinnen und Teilnehmern mit unterschiedlichen Raumkonzepten beschäftigen: Mal nehmen sie sich einen ganzen großen Raum vor, mal mit jenem Bauwagen einen mittelgroßen Raum – und mal mit einem Schuhkarton einen sehr kleinen Raum.
Im Workshop „Doodle-Domain” mit Nicole Weidner können Kinder ab sieben Jahren und Jugendliche die „Kraft der Linie” kennenlernen. Gearbeitet wird mit Tusche und zunächst nur in Schwarzweiß auf großen Papierflächen, mit denen dann der gesamte Seminarraum ausgekleidet wird. Dabei möchte die Kursleiterin Bezug nehmen auf die familiären Wurzeln der Teilnehmenden, etwa durchs Aufgreifen traditioneller Ornamente aus verschiedenen Kulturen. Aber auch Verse des Ansbacher Dichters Johann Peter Uz, Mathematik und die berühmten Nazca-Linien in Peru können zur Inspiration werden.
Das inklusive Projekt erfordere keine Vorkenntnisse, so Nicole Weidner. Die Künstlerin möchte mit Kreativität „Verbindung schaffen” und vermitteln, dass „Gekritzel”, auf Englisch Doodle, eine „wertvolle Ausdrucksform” sein kann – und auch ein „Ventil oder Schutzraum” bei starken Emotionen.
Kinder ab neun Jahren und Jugendliche statten im Workshop von Hanna Nagel den Bauwagen, den die Juks zum Beispiel beim Weihnachtsmarkt nutzt, originell aus: Aus stabiler Pappe werden Stühle gefertigt und individuell bemalt, außerdem bekommt eine Kommode ganz nach persönlichem Geschmack gestaltete Schubladen. Damit alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer ein eigenes Kunstwerk mit nach Hause nehmen können, wird es die Stühle als Zweitexemplare im Miniaturformat geben.
Klein sind auch die Bühnenbilder, die im Workshop von Sabine Effmert entstehen. „Wir suchen uns Märchen aus und überlegen, wie ein Bühnenbild dazu aussehen könnte”, erzählt die Puppenspielerin vom Theater Ansbach. Die Ideen werden dann praktisch umgesetzt und mit Figurinen und Objekten in Schuhkartons hineingebastelt. Die Kinder ab sechs Jahren und die Jugendlichen wählen ihr Wunsch-Märchen selbst, um dann zum Beispiel den Wald aus „Hänsel und Gretel” naturalistisch oder stilisiert zu formen.
Dass bei den Workshops verschiedene Altersgruppen zusammenkommen, sei kein Problem, sind sich die drei Künstlerinnen und Juks-Leiter Peter Theil einig. Im Gegenteil: Die Erfahrung habe gezeigt, dass die Teilnehmerinnen und Teilnehmer einander unterstützen und jeweils die Aufgaben übernehmen, die sie bewältigen können. Den Kursleiterinnen stehen Assistentinnen und Assistenten zur Seite, sodass die jungen Kunstschaffenden gut betreut sind.
Die Workshops im oder am Ansbacher Kunsthaus Reitbahn 3 – der Bauwagen wird davor stehen – finden von Mittwoch, 18. Februar, bis Freitag, 20. Februar, statt: immer von 9.30 Uhr bis 16 Uhr. Mittags gibt es ein warmes Essen. Den Abschluss bildet am Freitag um 15.30 Uhr eine öffentliche Vernissage. Unterstützt wird das Projekt mit 2000 Euro durch die Hilterhaus Stiftung. Aktionen für Kinder zu fördern, sei ihm eine besondere Herzensangelegenheit, betonte dazu Friedrich Hilterhaus. Der Lions Club Ansbach steuert 750 Euro bei.
Weitere Informationen zu Anmeldung und Teilnahmegebühren unter www.kulturforum-ansbach.de