Überraschungen sind ausgeblieben: Ins Rennen um die Sitze im Feuchtwanger Stadtrat schicken fünf Parteien und Gruppierungen insgesamt 120 Kandidierende. Das Gremium wird am 8. März wieder auf sechs Jahre gewählt. Die meisten der amtierenden Mitglieder des Gremiums wollen ihre Sitze verteidigen.
Die Wahlperiode der jetzigen Stadtratsmitglieder endet am 30. April. Seit der Wahl im März 2020 hat die Fraktion der CSU zehn Sitze, Bündnis 90/Die Grüne – Wir für Feuchtwangen sind mit fünf Sitzen die zweitgrößte Fraktion. Vier Mitglieder hat die Unabhängige Bürgerschaft im Gremium, die SPD drei. Und seit 2020 neu dabei im Kommunalparlament ist die Gruppierung Wir wollen Wandel – Stimme für Feuchtwangen, die zwei Stadträte stellt.
Auf den Listen der fünf Wahlvorschläge finden sich die Namen von 108 Personen. Mit 33 Frauen beträgt der Gesamt-Frauenanteil an den für den Feuchtwanger Stadtrat Kandidierenden 30,5 Prozent oder ein knappes Drittel.
Die zehnköpfige CSU-Fraktion kann bei der Kommunalwahl am 8. März auf acht ihrer erfahrenen Stadträtinnen und -räte setzen, die wieder auf der Liste kandidieren: Herbert Lindörfer, der dritter Bürgermeister ist, Ralf Hübsch, Hans Schmeißer jun., Sabine Soldner, Fraktionssprecher Jürgen Kiderlen, Friedrich Probst, Heidi Kubatz und Martin Schneider. Für eine Wiederwahl nicht mehr antreten werden Friedrich Stark und Angela Beck. Der CSU-Wahlvorschlag besteht aus vier Frauen und 20 Männern.
Für Bündnis 90/Die Grünen – Wir für Feuchtwangen arbeiten seit 2020 Birgit Meyer, Ilonka Sindel, Fraktionssprecher Joachim Gutekunst, Dr. Marko Hedler und Wolfgang Hauf im Stadtrat mit. Sie treten für ihre Wiederwahl erneut an. Auf der Liste kandidieren 15 Frauen für die Kommunalwahl am Weltfrauentag, 8. März.
Die Unabhängige Bürgerschaft Feuchtwangen (UBF) muss auf ihrem Wahlvorschlag für die Stadtratswahl 2026 auf ein amtierendes Mitglied verzichten: Maximilian von Jacobs nannte in der Nominierungsversammlung gesundheitliche Gründe für seinen Verzicht. Die drei weiteren amtierenden Gremiumsmitglieder Thomas Heidecker, Walter Soldner und Werner Hirsch haben sich für eine erneute Kandidatur entschieden. Auf der UBF-Liste findet sich mit Iris Müller eine Frau wieder.
Als Trio arbeit die SPD derzeit im Feuchtwanger Gremium mit: Hans Heinrich Unger ist der Sprecher, Susanne Friedrich und Holger Giese komplettieren die Fraktion. Sie stehen auf dem Wahlvorschlag, der außerdem einen paritätischen Frauenanteil hat: Sechs der zwölf Kandidierenden sind Frauen. Allerdings gelang es den Feuchtwanger Genossinnen und Genossen nicht, alle 24 Plätze mit Kandidierenden zu belegen, sodass die zwölf Namen doppelt aufgeführt werden.
Von Null auf 100, so war es in der Nominierungsversammlung im Dezember formuliert worden, hatte die 2020 noch neue Gruppierung Wir wollen Wandel (WwW) auf Anhieb zwei Sitze im Feuchtwanger Stadtrat geholt. Thomas Ackermann und Michael Nowakowitsch wollen am 8. März ihre Mandate verteidigen. Auf dem 24-köpfigen Wahlvorschlag stehen sieben Frauen-Namen.
Die AfD hat laut Bekanntmachung der Stadt Feuchtwangen keinen Wahlvorschlag eingereicht.
Die fünf Parteien und Gruppen vertreten im Bürgermeister-Wahlkampf unterschiedliche Positionen. Die CSU schickt Amtsinhaber Patrick Ruh ins Rennen, der seine vierte Amtszeit anpeilt. Erstmals haben sich drei Gruppierungen zusammengeschlossen, um einen gemeinsamen Kandidaten als Herausforderer zu nominieren: Grüne, SPD und WwW unterstützen Dr. Ulrich Grünwald bei der Bürgermeisterwahl.
Die UBF wollte mit einem eigenen Bürgermeister-Kandidaten den Wahlkampf spannend machen. Nachdem diese Person Anfang des Jahres aber kurzfristig ihre Bereitschaft zurückgezogen hatte, bleibt die Gruppierung im Rennen um den Chefsessel im Rathaus neutral: „Wir machen keine Personenpolitik und leisten keine Wahlkampfhilfe”, hatte UBF-Vorsitzender Thomas Heidecker klargestellt.