Die Stimmzettel in Windelsbach werden ein gewohntes Bild abgeben: Bürgermeister Werner Schuster und zehn Gemeinderäte kandidieren wieder. Schuster hat keinen Gegenkandidaten und keine Gegenkandidatin. Insgesamt treten 15 Männer und zwei Frauen für die zwölf Gemeinderatssitze an.
Sie alle stehen auf der Liste der Freien Wählergemeinschaft. Für Schuster wäre es die zweite Amtszeit. Der 51-Jährige ist verheiratet und Vater zweier Töchter. Er stammt aus dem Gemeindeteil Cadolzhofen, ist dort auch im Kirchenvorstand aktiv. Hauptberuflich ist er Kundenberater bei der Sparkasse, hat die Beschäftigung aber zu Gunsten des Bürgermeisteramts auf zwei Drittel zurückgefahren. Außerdem hat Schuster ein großes Hobby: Er ist leidenschaftlicher Ahnenforscher.
Bei der Nominierungsversammlung Mitte Dezember erhielt Schuster 61 von 63 Stimmen bei einer Enthaltung. Leicht war sein Amtsantritt 2020 nicht: Er fiel mitten in den Start der Corona-Pandemie. Stolz sei er auf die Fertigstellung des Feuerwehrhauses und den Kauf des Pfarrhauses – dieses soll nach dem Umbau neue Heimat der Gemeindeverwaltung werden.
Für Schuster prägt das Klima im Gemeinderat der knapp 1100 Seelen großen Kommune ein gutes Miteinander, weshalb außer Christina Dümmler und Rainer Bartl alle Mitglieder sich erneut zur Wahl stellen. In Windelsbach gibt es auch einige Themen, die Schuster nach einer Wiederwahl mit dem neuen Gemeinderat anpacken will: Ein neues Kläranlagensystem soll gemeinsam mit Geslau und Colmberg entstehen: „Das wird ein ganz großes Projekt und wird uns bis 2027 beschäftigen. Es wird eine Menge Zeit und Geld binden.” Ähnlich sei es mit einer notwendigen Kanalsanierung im Ort.
Außerdem ein Herzenswunsch in Windelsbach: Für einen Glasfaserausbau bis in die Häuser gab es kürzlich eine Förderzusage. Und die Feuerwehr soll einen neuen Mannschaftstransportwagen bekommen.