Viel war im Vorfeld der Wahl spekuliert worden: Würde es dem Amtsinhaber Michael Schlehlein allen Unkenrufen zum Trotz gelingen, sich den Bürgermeistertitel in Gallmersgarten erneut zu sichern? Er hat es geschafft, mit 53,1 Prozent der Stimmen.
Es war vor allem Erleichterung, die Michael Schlehlein kurz nach der Bekanntgabe des Wahlergebnisses empfunden hat. „Ich bin erleichtert, dass es gereicht hat”, sagte er im Gespräch mit unserer Redaktion. Denn im Vorfeld hatte es durchaus „Gerangel” um den Posten des Bürgermeisters gegeben. Und ihm sei klar gewesen, dass es für ihn „eine enge Kiste” hätte werden können.
Denn nur ein offiziell Kandidierender bedeutet nicht, dass auch nur dieser gewählt werden kann. Die Wählerinnen und Wähler können eigene Kandidatenwünsche auf den Stimmzettel schreiben. Im Falle von Gallmersgarten hat ein solcher Wunschkandidat immerhin 46,9 Prozent eingefahren.
Michael Schlehlein war von der Liste Freie Bürger (FB) nominiert worden. Vom bisherigen Gemeinderat hatte sich indes niemand mehr auf diese Liste setzen lassen. Stattdessen hatte sich eine neue Liste gegründet: Unabhängige Bürger Gallmersgarten (UBG).
Michael Schlehlein blickt zuversichtlich in die Zukunft. Er hofft auf einen guten Neubeginn, dass sich das Alte „ad acta” legen lasse und man „in geordneten Bahnen” weitermachen könne.
Die Wahlbeteiligung lag in Gallmersgarten bei 72,7 Prozent. 451 Wahlberechtigte nutzten ihr Stimmrecht. Insgesamt waren 2,2 Prozent der Stimmen ungültig.
Im Gemeinderat sind die Freien Bürger künftig mit drei Sitzen vertreten. Die Unabhängigen Bürger Gallmersgarten kommen auf fünf Mandate.