Kippfenster: Gefahr für Fledermäuse im Spätsommer | FLZ.de

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Veröffentlicht am 04.08.2026 17:23

Kippfenster: Gefahr für Fledermäuse im Spätsommer

Fenster auf Kipp bei Abwesenheit? Am besten nur mit Fliegengitter – dann verirren sich auch keine Fledermäuse in der Wohnung. (Foto: Christin Klose/dpa-tmn)
Fenster auf Kipp bei Abwesenheit? Am besten nur mit Fliegengitter – dann verirren sich auch keine Fledermäuse in der Wohnung. (Foto: Christin Klose/dpa-tmn)
Fenster auf Kipp bei Abwesenheit? Am besten nur mit Fliegengitter – dann verirren sich auch keine Fledermäuse in der Wohnung. (Foto: Christin Klose/dpa-tmn)

Wenn junge Fledermäuse im August und September ihre Umgebung erkunden, läuft nicht jeder Flug nach Plan. Auf der Suche nach einem geeigneten Quartier verirren sich manche Tiere in Wohnungen – oft durch gekippte Fenster. Darauf weist der Nabu Hamburg hin.

Durch ein Kippfenster kommen die kleinen Flatterer zwar hinein, der Rückweg wird aber oft zum Problem. Auch gefährlich: ein leerer Blumentopf, eine Gießkanne oder ein anderes Gefäß mit glatter Innenwand. Aus eigener Kraft schaffen es die Tiere häufig nicht wieder heraus.

Damit es gar nicht erst so weit kommt, sollte man bei längerer Abwesenheit darauf achten, dass Fenster geschlossen sind - oder sie von vornherein mit einem Fliegengitter versehen. Blumentöpfe, Gießkannen und andere Gefäße sollten außerdem abgedeckt, umgedreht oder regelmäßig kontrolliert werden.

Auch offene Regentonnen und andere Wasserbehälter können für Fledermäuse zur Falle werden. Der Nabu empfiehlt deshalb, Behälter abzudecken oder mit einer Ausstiegshilfe wie einem schräg ins Wasser ragenden Ast, einem Stein oder einem kleinen Stück Holz auszustatten.

Fledermaus in der Wohnung – was jetzt?

Hat sich eine Fledermaus in die Wohnung verirrt, kann man nach Sonnenuntergang das Fenster weit öffnen, raten die Naturschützer. Meist findet sie dann von selbst wieder hinaus. Nach dem Ausflug sollte das Fenster in den Folgenächten möglichst nicht gekippt werden, da die ortstreuen Tiere zurückkehren könnten.

Wichtig: Eingesperrte Fledermäuse rufen mitunter ihre Artgenossen, die ebenfalls in die Wohnung einfliegen können. Deshalb lohnt es sich, genau nachzusehen, ob noch weitere Tiere im Raum sind. Verstecken können sie sich etwa hinter Möbeln oder in offenen Gefäßen. 

Wer eine verletzte Fledermaus findet oder unsicher ist, ob Tiere schon länger in der Wohnung sein könnten, kann das Nabu-Fledermaus-Nottelefon unter 0700 35 33 37 62 anrufen, muss allerdings in den Sommermonaten mit Wartezeit rechnen.

© dpa-infocom, dpa:260804-930-483883/1


Von dpa
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