Kinderkrippe „Pusteblume” in Burghaslach muss wegen Wasserschadens schließen | FLZ.de

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Veröffentlicht am 19.12.2025 19:56

Kinderkrippe „Pusteblume” in Burghaslach muss wegen Wasserschadens schließen

Der Kinderwagenabstellraum (hinter der rechten Glastüre) war Ausgangspunkt für einen Wasserschaden, der offenbar das komplette Erdgeschoss der „Pusteblume”-Kinderkrippe betrifft. (Foto: Andreas Reum)
Der Kinderwagenabstellraum (hinter der rechten Glastüre) war Ausgangspunkt für einen Wasserschaden, der offenbar das komplette Erdgeschoss der „Pusteblume”-Kinderkrippe betrifft. (Foto: Andreas Reum)
Der Kinderwagenabstellraum (hinter der rechten Glastüre) war Ausgangspunkt für einen Wasserschaden, der offenbar das komplette Erdgeschoss der „Pusteblume”-Kinderkrippe betrifft. (Foto: Andreas Reum)

Die Kinderkrippe „Pusteblume” in Burghaslach ist geschlossen und dies voraussichtlich für mehrere Monate. Grund ist ein Wasserschaden. Für die aktuell dort betreuten 44 Kleinkinder wird nach Ausweichmöglichkeiten gesucht.

Der Wasserschaden entstand bereits vor knapp zwei Wochen, berichteten Bürgermeister Armin Luther, Krippenleiterin Ulrike Reiterin und die Kindergartenbeauftragte des evangelischen Dekanats Dörte Gold. Am Dienstag, 9. Dezember, bemerkte eine Betreuerin frühmorgens bei Dienstantritt, dass aus dem Kinderwagenabstellraum Wasser lief. Der Raum befindet sich neben dem Haupteingang und verfügt über einen Wasseranschluss. Offenbar lief dort über Stunden das Wasser.

Warum der Hahn geöffnet war, kann sich bislang niemand erklären. Wie Reiterer erläuterte, war am Vorabend noch ein Mitarbeitergespräch. Nach diesem stand man noch ein Weilchen vor der Tür zum Plausch und hatte nichts Auffälliges bemerkt.

Der Schaden im Kinderwagenraum wurde umgehend der Versicherung gemeldet, erklärte Luther. Am darauffolgenden Dienstag kam eine Firma zur Ermittlung der Schadenshöhe. Diese überprüfte nicht nur den kleinen Abstellraum, sondern maß routinemäßig auch die Bodenfeuchtigkeit in den benachbarten Krippenräumen. Erst dabei stellte sich heraus, dass der Schaden viel größer war, als zunächst vermutet. Es müssen wohl fünf, zehn oder gar 20 Kubikmeter Wasser ausgelaufen sein, mutmaßten Reiterer und Luther.

In Rücksprache mit dem Landratsamt wurde die Krippe am Mittwoch vorsorglich – wegen Schimmelgefahr – geschlossen. Die Eltern wurden benachrichtigt, dass sie ihre Kinder vorerst nicht zur Betreuung geben können. Es habe von Elternseite kein böses Wort gegeben, zeigte sich Luther erleichtert. Statt mit Kinderbetreuung war Reiterer am Freitag mit ihrem insgesamt 16-köpfigen Team damit beschäftigt, die Krippe auszuräumen. Die eigentlich erst an Heiligabend beginnende Winterpause wird somit vorgezogen. Und sie wird auch verlängert: Statt des planmäßigen Wiederstarts am 7. Januar sollen die Kinder nun ab 12. Januar wieder betreut werden – allerdings nicht in der „Pusteblume”.

Am kommenden Montag, 22. Dezember, ist ein Elternabend in der Kulturtankstelle anberaumt. In Erwägung ist eine Verteilung der Kinder auf andere Einrichtungen, zum einen in den örtlichen Kindergarten, zum zweiten in den katholischen Kindergarten in Schlüsselfeld und zum dritten in das Breitenloher Gemeindehaus.

Die Details mit den Schlüsselfeldern, so erläuterte Gold, werden am Montag noch besprochen. Die Kinderkrippen-Verantwortlichen und Luther lobten aber bereits die spontane und unkomplizierte Nachbarschaftshilfe. Die Schlüsselfelder haben, so berichtete der Bürgermeister, von sich aus einen bei ihnen freien Raum angeboten, als sie von der Burghaslacher Malaise erfuhren. Luther wertete dies als Ausdruck des guten Verhältnisses in der Drei-Franken-Eck-Allianz.

Nach Weihnachten, am 29. Dezember, soll ein Gutachter den genauen Schadensumfang ermitteln. Luther befürchtet einen sechsstelligen Schaden an dem erst vor fünf Jahren eingeweihten Gebäude. Eine Firma werde zunächst Löcher in gewissen Abständen in den Boden bohren und Trocknungsrohre verlegen. Allein die Trocknungsphase werde zehn bis zwölf Wochen in Anspruch nehmen. Anschließend werde erst ein Baubiologe untersuchen, ob die Räumlichkeiten wieder genutzt werden können.

Der Worst Case wäre es aus Sicht der Gemeinde, wenn der komplette Estrich erneuert werden müsste. Insgesamt rechnet Luther mit einer Schließungszeit von einem halben oder gar Dreivierteljahr.

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