Für die meisten Eltern dürfte die Sicherheit ihrer Kinder immer an erster Stelle stehen. Gut, dass viele darauf achten, dass die Kleinen beim Radeln einen Helm tragen - kann er doch im Ernstfall schweren Kopfverletzungen vorbeugen. Doch welcher Kopfschutz schützt richtig gut?
Das wollte die „Stiftung Warentest“ (Heft 4/2026) wissen und hat mit Partnern 18 Kinderfahrradhelme von „marktbedeutenden“ Anbietern unter die Lupe genommen. Die Helme kosten von 15 bis 100 Euro. Im Fokus: Unfallschutz (55 Prozent), Handhabung (40 Prozent) und Schadstoffe (5 Prozent). Nicht nur im Labor wurden Sicherheit und Co. überprüft. Auch zwölf Kinder zwischen drei bis zwölf Jahren sowie deren Eltern haben die Tester im Alltagstest unterstützt.
Das Fazit kann ernüchtern und doch zufriedenstellen. Denn „keiner ist rundum gut“. Zwei Modelle sind nur „ausreichend“. Allerdings schneiden die 16 übrigen „befriedigend“ ab. Darunter zeigen immerhin zwei in der Unterkategorie Unfallschutz ein „gut“, darunter der Testsieger, der zugleich der günstigste Helm im Testfeld ist.
Dieser „Lidl Crivit Kinder-Fahrradhelm mit Rücklicht“ für 15 Euro bekommt die Note 2,6. Die Note 2,7 gibt es sowohl für den „Lazer Nutz 2.0 KinetiCore“ (50 Euro) als auch für den „Uvex Oyo“ (47 Euro). Der „Specialized Shuffle 2 LED“ (55 Euro) ist der erwähnte zweite Kandidat mit dem „gut“ beim Unfallschutz. Er bekommt insgesamt die Note 3,0. Der teuerste Helm ist ebenfalls so bewertet.
Wichtig zu wissen: „Selbst mit den Schlusslichtern aus dem Test sind Kinder deutlich sicherer unterwegs als ohne Helm“, resümiert die Stiftung. Auch positiv: Es wurden keine Schadstoffprobleme festgestellt.
Vor allem kommt es darauf an, dass ein Helm richtig sitzt und von den Kindern so gemocht wird, dass sie ihn auch wirklich tragen. Daher raten die Tester, die Kleinen beim Kauf mitzunehmen und mitentscheiden zu lassen. Generell sei an- und ausprobieren unverzichtbar, denn die von Herstellern ausgewiesenen Kopfumfänge bieten nur grobe Orientierung.
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