Keine perfekten Mehrkämpfe für die beiden Ansbacher | FLZ.de

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Veröffentlicht am 24.02.2025 13:13

Keine perfekten Mehrkämpfe für die beiden Ansbacher

Trotz lädiertem Knöchel erzielte der Ansbacher Matias Neutzler 6,20 Meter im Weitsprung. (Foto: Claus Habermann)
Trotz lädiertem Knöchel erzielte der Ansbacher Matias Neutzler 6,20 Meter im Weitsprung. (Foto: Claus Habermann)
Trotz lädiertem Knöchel erzielte der Ansbacher Matias Neutzler 6,20 Meter im Weitsprung. (Foto: Claus Habermann)

Bei der Bayerischen Hallen-Mehrkampfmeisterschaft in Fürth erzielten die Ansbacher Leichtathleten Filip Hofmann und Matias Neutzler einige Bestleistungen. Der perfekte Mehrkampf mit einer durchaus möglichen Medaille als Belohnung gelang aber nicht.

Ein fest bandagierter Knöchel am Sprungfuß und eine im Wettkampfverlauf zunehmende Magenproblematik hielten Matias Neutzler in der Altersklasse U20 meist eine Zehntelsekunde oder einige Zentimeter unter seinen persönlichen Rekorden.

Der Ansbacher begann mit 7,60 sec über 60 m. Nach 6,20 m im Weitsprung verzichtete Neutzler auf einen weiteren Versuch, doch die Einschränkung im rechten Knöchel machte sich beim Kugelstoß am deutlichsten für das Mehrkampfergebnis bemerkbar. Der fehlende Abdruck aus dem Bein begrenzte die Leistung auf 9,28 m. Trotzdem schloss der 17-Jährige den ersten Wettkampftag auf Rang vier ab, denn mit 1,67 m gelang ein sauberer Hochsprung.

Superzeit über die 1000 Meter

Den zweiten Tag begann Neutzler mit soliden 9,52 sec über die 60 m Hürden. Ohne die optimale Sprintstärke war der TSV-Athlet dann mit 3,80 m zwar bester Stabhochspringer der U20, aber es hätte schon in die Nähe seiner Bestleistung von 4,20 m als Bayerischer Vizemeister gehen müssen, um noch auf die Podestplätze zu kommen. Von Rang vier stürmte Neutzler zum Abschluss zwar auf großartige 2:49,69 min über 1000 m, aber die Medaillengewinner konnten ihren Vorsprung trotz dieser Bestzeit gut verwalten.

Für Filip Hofmann ergab das konsequente Wintertraining vier neue Bestleistungen in der Männergruppe. 7,56 sec über 60 m ließ der 24-Jährige mit 6,62 m im Weitsprung die zweitbeste Leistung der 13 Athleten folgen und verbesserte sich damit um 35 cm. Auch mit der 7,26-Kilo-Kugel war Hofmann zweitbester Teilnehmer. 11,88 m bedeuteten eine persönliche Steigerung um 80 cm und nunmehr Medaillenchancen. Den Hochsprung gewann Hofmann mit 1,90 m und rückte auf Platz zwei vor.

Mit der schnellsten gemeldeten Hürdenzeit lag Hofmann schon an der ersten Hürde vor dem Feld, touchierte diese aber so stark, dass sein Rhythmus empfindlich gestört wurde. Die zweite Hürde wurde daraufhin zum Stolperstein: Der Ansbacher stürzte und schied aus.

Rang sieben in der Gesamtabrechnung

Hofmann absolvierte aber noch die beiden weiteren Disziplinen und erzielte zwei weitere Bestleistungen: 3,50 m im Stabhochsprung und 3:08,23 min über 1000 m. Da doch etliche Sportler verletzt oder ohne gültigen Versuch im Stabhochsprung ausschieden, blieb für Hofmann in der Gesamtabrechnung Rang sieben.

Motivierend ist, dass schon eine für ihn mittelmäßige Hürdenzeit zum Bayerischen Meistertitel im Hallen-Siebenkampf gereicht hätte. Da Hofmann im Sommer beim Zehnkampf mit Diskus, Speerwurf und 400 m noch drei starke Disziplinen hinzubekommt, kann er dann, wie auch ein gesunder Matias Neutzler, mit neuen Zielen antreten.


Von Erich Grau
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