Karpfenernte in der Region: Arbeit eines ganzen Jahres wird sichtbar | FLZ.de

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Veröffentlicht am 04.11.2023 10:00

Karpfenernte in der Region: Arbeit eines ganzen Jahres wird sichtbar

Beim Abfischen des oberen Brunner Weihers unweit von Ehingen packten fleißige Helfer mit an. (Foto: Jürgen Eisen)
Beim Abfischen des oberen Brunner Weihers unweit von Ehingen packten fleißige Helfer mit an. (Foto: Jürgen Eisen)
Beim Abfischen des oberen Brunner Weihers unweit von Ehingen packten fleißige Helfer mit an. (Foto: Jürgen Eisen)

Viele Teichwirte fahren beim Abfischen der oft Jahrhunderte alten Teiche in der Region derzeit die Ernte ein. Es wird sichtbar, was die Mühe und der Einsatz des ganzen Jahres letztlich an Ertrag bringen. Beim Abfischen hilft die Nachbarschaft zusammen – wie etwa am oberen Brunner Weiher bei Ehingen.

Viele Faktoren spielen eine Rolle

Viele Faktoren spielen eine Rolle, ob es ein gutes, ein durchwachsenes oder ein schlechtes Fischjahr wird. Dazu gehört die Wasserverfügbarkeit, die gerade bei den ausschließlich durch Regenfälle gespeisten „Himmelsweihern“ entscheidend ist.

Bei wärmeren Temperaturen fressen die Karpfen das aus heimischem Anbau stammende Getreide besser, andererseits regt die Wärme das Algenwachstum und damit den Sauerstoffverbrauch in den Weihern an. Ein guter Zufluss oder künstliche Belüftung sorgen für entsprechenden Sauerstoff.

Biber, Kormoran und Fischotter im Fokus

Schließlich beeinflussen Krankheiten und Störungen, wie durch Biber verursachte Schäden an den Weiherdämmen oder Fressfeinde, das Ergebnis. Vor allem Kormorane und die vielen Reiher können einen Bestand dezimieren oder im Wachstum hemmen. Sorgen macht man sich auch wegen der weiteren Ausbreitung des Fischotters.

Neben dem fränkischen Karpfen, der hier nach wie vor die Hauptfischart ist, sind auch Raubfische wie Hecht oder Zander sowie Schleien und der ein oder andere Weißfisch vertreten.

Die Raubfische übernehmen dabei die Rolle der natürlichen Feinde kleiner Weißfische und gedeihen neben den Karpfen im gleichen Weiher. Nicht alle gefangenen Karpfen landen zwangsläufig in heimischen Gaststätten als Spezialität auf den Tellern, vielfach dienen sie je nach Größe und Gewicht als Besatz für andere Weiher und Gewässer, um dort bis zur gewünschten Größe zu wachsen.


Von Jürgen Eisen
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