Da holte die Polizei lieber kompetente Hilfe und die bekamen die Fische dann auch. Dank des Einsatzes der Familie Eyrisch wurden am Sonntagnachmittag unzählige Karpfen und viele weitere Fische vor dem Ersticken gerettet.
Wie Michael Eyrisch, Vorsitzender des Anglerbundes Ansbach, in seiner spannenden Darstellung schildert, stand es Spitz auf Knopf für die Fische, die beim Herrieder Ortsteil Velden auf einer Wiese neben der Altmühl gestrandet waren.
Ausgangspunkt war eine Information durch Beamte der Polizeiinspektion Feuchtwangen. Eyrisch machte sich mit Tochter Lola und Sohn Theo auf, um sich ein Bild von der Lage an der Altmühl zu machen. Weil Treibgut ein Durchlassrohr verstopft hatte, hatte sich in einer Senke ein Teich mit einer Verbindung zur hochwasserführenden Altmühl gebildet.
An dem sonnigen Nachmittag erwärmte sich das Wasser in dem „Teich“ schnell – und veranlasste einige Fische, über diesen Verbindungsweg von der Altmühl in die Senke zu schwimmen. Wegen der angenehmen Temperaturen begannen die Karpfen auch sogleich mit dem Laichgeschäft, berichtet Michael Eyrisch.
Die liebestrunkenen Karpfen bemerkten allerdings nicht, dass zwischenzeitlich der Wasserspiegel der Altmühl deutlich gesunken und wegen des dicken Schilfgürtels und des hohen Grasbewuchses am Ufer des Flusses eine Rückkehr ins angestammte Gewässer mittlerweile unmöglich geworden war. Den Fischen drohte nun der Erstickungstod auf der Wiese.
Die Situation erkannt, streiften die Angler ihre Wathosen über und rückten mit Keschern bewaffnet aus. Bis in den späten Abend hinein brachten Lola, Theo und Michael Eyrisch die gestrandeten Fische wohlbehalten zurück in die Altmühl. Über 100 Karpfen mit einem Gewicht von bis zu zehn Kilogramm und viele weitere Fische wurde so gerettet.