Junge Erwachsene protestieren in Ansbach gegen eine Wehrpflicht | FLZ.de

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Veröffentlicht am 05.03.2026 19:18

Junge Erwachsene protestieren in Ansbach gegen eine Wehrpflicht

Bei einer Versammlung am Donnerstag sprachen sich junge Erwachsene auf dem Schlossplatz in Ansbach gegen eine Wehrpflicht aus. (Foto: Luca Paul)
Bei einer Versammlung am Donnerstag sprachen sich junge Erwachsene auf dem Schlossplatz in Ansbach gegen eine Wehrpflicht aus. (Foto: Luca Paul)
Bei einer Versammlung am Donnerstag sprachen sich junge Erwachsene auf dem Schlossplatz in Ansbach gegen eine Wehrpflicht aus. (Foto: Luca Paul)

Sie wollen nicht entgegen dem eigenen Willen an der Waffe ausgebildet werden und sich ihre Zukunft vorschreiben lassen. Auf dem Schlossplatz in Ansbach haben sich deshalb am Donnerstagmorgen knapp 20 junge Erwachsene versammelt.

Der Hintergrund: Seit diesem Jahr bekommen Personen, die volljährig werden, Fragebögen der Bundeswehr zugeschickt. Für Männer ist eine Musterung verpflichtend. Der Wehrdienst ist zunächst aber freiwillig. Die Option einer Pflicht hält sich die Regierung offen.

Mit der bundesweiten Aktion wollen sich junge Erwachsene Gehör verschaffen: „Weil wir klar gegen die Einführung einer Wehrpflicht sind”, sagte der 23-jährige Rick Wenz. Sie seien dagegen, gezwungen zu werden, „Teil der staatlichen Strukturen” zu werden. Ein minderjähriger Redner erzählte, dass er sich aktuell Gedanken darüber mache, was er nach der Schule tun möchte – ob Ausbildung, Studium oder soziales Jahr.

Es mache ihn wütend, dass die Politik das für ihn bestimmen wolle. „Aber wir, die es betrifft, werden nicht gefragt. Das ist keine Faulheit. Das ist keine Feigheit. Das sind einfach unsere Grundrechte, die wir schützen.” Emanuel Stadelmann (19) ergänzte: „Man wird darauf vorbereitet, zu töten und getötet zu werden. Ich lehne das entschieden ab.”

Bei den jungen Erwachsenen handelte es sich um eine selbstorganisierte Schülergruppe, wie es hieß. Ein Teil gehöre der Ansbacher Linksjugend an. Zu Beginn war der Schlossplatz noch voll mit Schülerinnen und Schülern. Doch als die Reden begannen, waren die Jugendlichen schon in ihren Schulbussen weggefahren.

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Oberbürgermeisterkandidat Boris-André Meyer (Offene Linke Ansbach) mischte sich unter die wenigen Zuhörenden an diesem Morgen. „Das ist ein tolles Signal”, sagte er im Gespräch. „Die nehmen ihre Zukunft in die Hand.”


Luca Paul
Luca Paul
Redakteurin in der Lokalredaktion Ansbach
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