Jugend forscht: Leon Kohr aus Windelsbach untersucht Insektenflug und begeistert | FLZ.de

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Veröffentlicht am 08.06.2026 09:22

Jugend forscht: Leon Kohr aus Windelsbach untersucht Insektenflug und begeistert

Leon Kohr aus Nordenberg hat beim Bundeswettbewerb von Jugend forscht einen starken zweiten Platz geholt. Seine Experimente haben den 18-Jährigen ermutigt, ein entsprechendes Studium anzustreben. (Foto: Jugend forscht)
Leon Kohr aus Nordenberg hat beim Bundeswettbewerb von Jugend forscht einen starken zweiten Platz geholt. Seine Experimente haben den 18-Jährigen ermutigt, ein entsprechendes Studium anzustreben. (Foto: Jugend forscht)
Leon Kohr aus Nordenberg hat beim Bundeswettbewerb von Jugend forscht einen starken zweiten Platz geholt. Seine Experimente haben den 18-Jährigen ermutigt, ein entsprechendes Studium anzustreben. (Foto: Jugend forscht)

Zum Bundessieg hat es am Ende nicht ganz gereicht, aber ein zweiter Platz und ein Sonderpreis können sich auf jeden Fall sehen lassen. Leon Kohr aus dem Windelsbacher Ortsteil Nordenberg hat sehr erfolgreich am Bundeswettbewerb von Jugend forscht teilgenommen.

Der 18-Jährige, der in Triesdorf die FOSBOS besucht, hat in einem selbstgebauten Windkanal untersucht, wie gut Insekten fliegen können. In monatelanger Arbeit hat er sich in das Feld hineingefuchst. Wie strömt die Luft unter einem Insektenflügel? Wirkt sich das auf die Stabilität des Fluges aus? Wie lässt sich der Auftrieb möglichst lange stabil halten? Mit feinem Nebel hat er in seinem Windkanal genau diese Strömungen sichtbar gemacht.

Die Nachfragen gingen sehr in die Tiefe

„Das war schon noch einmal ein ganz anderes Level”, erzählt Leon Kohr. Er hatte sich souverän beim Bezirksentscheid durchgesetzt und auch auf Landesebene den ersten Platz geholt. Damit hatte er sich für den Bundeswettbewerb qualifiziert, der in Herzogenaurach bei der Firma Schaeffler stattfand. Leon Kohr war dabei einer von zwei Teilnehmenden, die eine FOSBOS besuchen, alle anderen in der Endrunde kamen vom Gymnasium.

Professoren aus ganz Deutschland begutachteten die ausgestellten Arbeiten. „Die haben so lange gefragt, bis du irgendwann keine Antwort mehr wusstest”, schildert der Windelsbacher. „Die wollten ganz genau wissen, wie tief du im Thema bist.”

Er selbst hat sich in den vergangenen Monaten enorm viel Wissen über das Flugverhalten draufgeschafft. Nachdem klar war, dass sein Versuchsaubau funktioniert, hat der junge Mann immer weiter getüftelt, um den Originalflügeln möglichst nahe zu kommen. Und seit seinem Sieg beim Landeswettbewerb hat er dazu unzählige Messungen vorgenommen. „Ich habe enorm viel ausgewertet. Die Ergebnisse haben alle Erwartungen vollauf bestätigt.”

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Die Juroren hat Kohr überzeugt. Sie würdigten seine Arbeit mit einem zweiten Platz. Der ist immerhin mit 2000 Euro dotiert. Hinzu kommt der Sonderpreis für Naturwissenschaft und Technik der Wilhelm- und Else-Heraeus-Stiftung, der mit 1500 Euro unterlegt ist. Und damit nicht genug: Die Vertreter der Regeneron International Science and Engineering Fair (ISEF) haben sich in Herzogenaurach auch sehr für seine Forschung interessiert. Beim ISEF handelt es sich um den weltweit größten vorakademischen MINT-Wettbewerb.

Für Leon Kohr geht es nun eigentlich um sein Fachabitur. Doch während sich andere in seiner Lage komplett auf ihren Schulabschluss konzentrieren würden, denkt der 18-Jährige voller Begeisterung über Verbesserungen an seinem Versuchsaufbau nach. Die Zeit im Zug – er pendelt täglich zwischen Burgbernheim und Triesdorf – ist ideal für solche Gedankenspielereien. „Beim nächsten Mal könnte ich bei Jugend forscht noch einmal mitmachen”, überlegt er laut.

Nun ist klar, was er studieren will

Die Aerodynamik hat Leon Kohr komplett in den Bann gezogen. So viel ist schon einmal sicher. Nachdem er sich so lange mit dem Thema befasst hat, weiß er, was er machen will: Ein Studium der Luft- und Raumfahrttechnik in Friedrichshafen soll es sein, berufsbegleitend bei der zivilen Abteilung der Bundeswehr.

Das ist gar nicht weit von seiner Jugend-forscht-Arbeit entfernt. Denn Insekten sind wahnsinnig effizient beim Fliegen, weil sie ihren Aufwind selbst erzeugen können. Die Erkenntnisse aus Leon Kohrs Forschung lassen sich im Drohnenbau oder bei der Gestaltung von Flugtaxis einsetzen.

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