Seit Freitagmorgen weht wieder die Flagge Israels am Ansbacher Rathaus. Gegen 9 Uhr rückten Mitarbeiter des Betriebsamtes mit einem Hubsteiger am Martin-Luther-Platz an, um die Fahne an ihrem Haltepfosten zu befestigen.
Die israelische Fahne war im Oktober 2023 aus Solidarität mit den Opfern des Hamas-Attentats, bei dem über 1200 Menschen getötet und mehr als 100 entführt wurden, gehisst worden.
In der Silvesternacht war die Flagge von einer Gruppe von Jugendlichen – aus dem arabischen Raum stammende junge Männer, die nach Erkenntnissen der Fahnder aus „islamisch motiviertem Israelhass“ handelten – mit Raketen beschossen worden. Die Fahne war dadurch so beschädigt worden, dass sie abgenommen werden musste. Sie soll als Dokument der Stadtgeschichte im Stadtarchiv aufbewahrt werden.
Die Stadt hat für Ersatz gesorgt. „Jetzt hängt sie wieder“, sagte OB Thomas Deffner. Eine „gewisse Lageänderung“ sei bei den Geiseln eingetreten. „Jetzt hoffen wir, dass noch viele von ihnen am Leben sind und dass sie bald freikommen.“
Die Polizei hatte als Täter Jugendliche ermittelt, die zum Teil auch bei zwei Raubüberfällen in Ansbach beteiligt gewesen sein sollen.