Der Runde Tisch „Teilhabe und Partizipation”, an dem wohltätige Einrichtungen aus dem Landkreis Ansbach sitzen, organisiert am Sonntag, 12. Oktober, eine Tauschbörse in Dinkelsbühl. Dies ist das erste große Projekt, das der Runde Tisch gemeinsam stemmt.
Seit knapp einem Jahr besteht der Runde Tisch als Zusammenkunft von über zehn Institutionen und Initiativen aus und um Dinkelsbühl. Die Mitglieder treffen sich viermal im Jahr mit dem Ziel, durch den gemeinsamen Austausch in der Stadt den Zusammenhalt zu fördern, Begegnungen zu schaffen und Barrieren abzubauen.
Organisiert und moderiert werden die Treffen von Jessica Konwalinka von den Offenen Hilfen der Lebenshilfe Ansbach, die zugleich Koordinatorin des Projekts „Teilhabe, Freizeit und Bildung” ist. Dieses durch die Aktion Mensch geförderte Projekt war Anstoß für die Gründung des Runden Tischs. Der soll die gemeinsamen „Kräfte bündeln und ein Miteinander schaffen, statt eines Nebeneinanders”, so Konwalinka.
Die Tauschbörse ist nun das erste gemeinsame Projekt. Damit soll eine Begegnungsmöglichkeit geschaffen werden, sowie ein wertstiftender Beitrag für die Stadt unter dem Nachhaltigkeitsgedanken „Tauschen statt wegwerfen”. Jeder könne gut erhaltene Kleidung und Gebrauchsgegenstände mitbringen – maximal zehn Artikel pro Person – und über ein Punktesystem an anderen Ständen eintauschen.
Die Tauschbörse findet am Sonntag, 12. Oktober, von 11 bis 16 Uhr in der Stadtjugendpflege Dinkelsbühl, Alte Promenade 26, statt. Abgabezeiträume für Waren sind am Tauschtag selbst von 11 bis 13 Uhr sowie am Freitag, 10. Oktober, von 16 bis 18.30 Uhr. Die Lebenshilfe stellt am Sonntag zwischen 12 und 15 Uhr Shuttlebusse von der Schwedenwiese und der Schranne zum Jugendhaus. Zudem können Menschen, die es nicht an die beiden Haltestellen schaffen, den Bürgerbus vorab unter der Telefonnummer 09851/902400 kontaktieren.
Übrig gebliebene Waren werden an den Umsonstladen Dinkelsbühl gespendet. Der Wunsch der Veranstaltenden wäre, dass sich die Tauschbörse etabliert und jährlich wiederholt.
Das nächste geplante Projekt ist ein Infoabend für Verantwortliche aus Sport und Kultur. Diese sollen für die Bedürfnisse von Menschen mit Behinderung sensibilisiert werden. Den Anstoß dazu gaben Anita Kostenko und Petra Heinlein, Verfahrenslotsinnen am Landratsamt Ansbach. Eltern von Kindern mit Einschränkung fehlen oft Informationen, welche Angebote für ihre Kinder in den Bereichen Sport und Kultur überhaupt bestehen, skizziert Kostenko die Problemstellung.
Dinkelsbühl könnte in Sachen Inklusion zu einer „Modellstadt” werden, wünscht sich die Verfahrenslotsin. Der Infoabend soll Sportvereinen und kulturellen Einrichtungen helfen, visuelle und gedankliche Barrieren abzubauen und ihre Angebote damit inklusiver zu gestalten. Explizit richtet sich die Veranstaltung, auf der Betroffene sowie weitere externe Redner sprechen sollen, an Trainerinnen und Trainer, Vereinsverantwortliche sowie Kulturschaffende.
Sobald der Termin feststeht, werden ihn die Teilhabenden des Runden Tischs auf ihren Kanälen verbreiten. Das sei ein weiterer Trumpf des Zusammentreffens, wie alle Vertreterinnen und Vertreter einstimmig hervorheben: Der Runde Tisch sei eine einmalige Plattform, um Netzwerke herzustellen, Themen und neue Belange anzusprechen oder Einladungen zu Veranstaltungen zu vervielfältigen, führt Roswitha Fingerhut vom Seniorenbeirat und dem Hospizverein Dinkelsbühl aus.
Man habe ähnliche Ziele und Zielgruppen, ergänze sich aber gut durch die unterschiedlichen Fachbereiche und Einrichtungen, fasst Jessica Konwalinka zusammen. Dadurch gewinnen die Themen des Runden Tischs einen höheren Stellenwert.
Nähere Informationen zur Tauschbörse gibt es hier.