In Steinsfeld bleibt der Wahlzettel für das Bürgermeisteramt erstmal leer | FLZ.de

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Veröffentlicht am 24.02.2026 10:35

In Steinsfeld bleibt der Wahlzettel für das Bürgermeisteramt erstmal leer

Wer im Mai ins Steinsfelder Rathaus einziehen wird, ist noch unklar. Am 8. März erhalten die Wählerinnen und Wähler einen leeren Zettel. (Foto: Stefan Neidl)
Wer im Mai ins Steinsfelder Rathaus einziehen wird, ist noch unklar. Am 8. März erhalten die Wählerinnen und Wähler einen leeren Zettel. (Foto: Stefan Neidl)
Wer im Mai ins Steinsfelder Rathaus einziehen wird, ist noch unklar. Am 8. März erhalten die Wählerinnen und Wähler einen leeren Zettel. (Foto: Stefan Neidl)

Die Gemeinde Steinsfeld hat bei der Kommunalwahl am 8. März ein Alleinstellungsmerkmal im Landkreis Ansbach und Seltenheitswert, wenn man ganz Bayern betrachtet: Niemand kandidiert für das Amt des Bürgermeisters oder der Bürgermeisterin.

Margarita Kerschbaum, die seit 2020 die Geschicke der Gemeinde leitet, hatte zunächst eine erneute Kandidatur angekündigt, dann jedoch kurzfristig zurückgezogen. Wenige Tage vor ihrer geplanten Nominierung war bekannt geworden, dass zusätzlich zu der bislang einzigen Gemeinschaftsliste eine zweite Liste, die Bürgerliste, aufgestellt werden soll. Allerdings, ohne eine eigene Person für das Amt zu nominieren.

Auch nach Ablauf der Fristverlängerung für eine Nominierung fand sich niemand für die Nachfolge von Margarita Kerschbaum. Der Wahlzettel wird folglich am 8. März leer bleiben.

Weiterer Ablauf ist noch unklar

Wie es danach weitergeht, ist noch unklar. Möglich wäre, dass sich am Wahltag selbst ein neues Gemeindeoberhaupt herauskristallisiert. Denn jeder und jede kann den Namen einer Person, die alle Voraussetzungen für die Wahl erfüllt, auf den Zettel schreiben. Diese Stimmen würden dann auch gültig sein und gezählt.

Sehr wahrscheinlich würden hier für verschiedene Personen Stimmen abgegeben. Hätte davon eine Person mehr als 50 Prozent der gültigen Stimmen, würde dieser, wie die Verwaltungsgemeinschaft Rothenburg auf Anfrage der Redaktion erklärte, bei Annahme der Wahl das Bürgermeisteramt zustehen.

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Würde niemand auf Anhieb diese absolute Mehrheit erreichen, käme es zur Stichwahl zwischen den beiden Personen mit den meisten Stimmen, allerdings nur unter der Voraussetzung, dass diese beiden hinterher jeweils bestätigen, zu einer solchen Stichwahl auch antreten zu wollen.

Sollte eine dieser beiden Personen nach dem Wahlgang am 8. März erklären, sich einem solchen Votum nicht stellen zu wollen, würde hingegen kein zweiter Wahlgang mehr stattfinden, sondern stattdessen eine komplette Neuwahl für das kommunale Leitungsamt angesetzt werden müssen, und zwar innerhalb von drei Monaten.

Für die Ratssitze 23 Kandidierende

Ganz regulär hingegen werden in der Gemeinde Steinsfeld am Sonntag, 8. März, die zwölf Mitglieder des Gemeinderates gewählt. Insgesamt stehen von den beiden Listen – der Wählergruppe Steinsfeld und der Bürgerliste – 23 Personen zur Wahl.

Für die Wählergruppe Steinsfeld kandidieren Bernd May, Albert Herrmann, Rainer Gundel, Christopher Beier, die bereits Mitglied im Gemeinderat waren. Außerdem stehen Dennis Zidan, Albert Regel, Alisa Beier, Tim Hammel, Tanja Bender, Cornelia Kerschbaum, Florian Schwarzkopf und Tanja Deglau auf der Liste. Die Nominierungsveranstaltung fand im Dezember 2025 statt.

Einen Rekordbesuch verzeichnete dann wenige Tage später die Bürgerliste bei ihrem Aufstellungstermin in Hartershofen: Über 200 Menschen nahmen daran teil. Auf der Liste standen am Ende fünf amtierende Gemeinderatsmitglieder: Marius Schopf, Dominik Langenbuch, Dr. Georg Huggenberger, Klaus Brandl und Erich Balbach. Zusätzlich wurden sechs Personen nominiert: Matthias Haderlein, Elisabeth Hahn, Oliver Jeromin, Michael Kett, Jürgen Würflein und Hermann Heißwolf.

Die Wahl in Steinsfeld

  • Bürgermeisterkandidat/ -kandidatin:
    keine Nominierung
  • Wahlvorschläge für den Gemeinderat (zwölf Sitze):
    - Wählergruppe Steinsfeld (bisher zwölf Sitze)
    - Bürgerliste (neu gegründet)

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