In Diebach im Landkreis Ansbach ist das Amt der Bürgermeisterin oder des Bürgermeisters ein Ehrenamt. Zwölf Jahre lang hat sich Gabriele Hofacker um die Belange der Gemeinde und ihrer knapp 1200 Einwohnerinnen und Einwohner gekümmert. Andreas Schott möchte nun die Nachfolge antreten.
Der 56-Jährige wurde im Dezember 2025 von allen drei Wählergruppen der Gemeinde in der Nähe von Rothenburg nominiert: von der Wählergruppe Diebach, der Wählergruppe Oestheim und der Wählergruppe Bellershausen.
In der neuen Amtsperiode stehen unter anderem die Sanierung des Kanals und der Schillingsfürster Schule an, die die Diebacher Kinder besuchen. Eine Summe von 40 Millionen Euro stehe im Raum, dies könne die Gemeinde aber nicht schultern. Schott sieht im „Smart-Repair“ eine mögliche Lösung, sagte er bei seiner Nominierung. Auch mit der Entwicklung des Dorfplatzes soll es weitergehen. Derzeit ist Andreas Schott Geschäftsführer der Firma SL Innovativ in Dinkelsbühl-Waldeck, die Firma beschäftigt sich mit technischen Dokumentationen.
Insgesamt 26 Kandidierende auf drei Listen – neben Diebach haben Oestheim und Bellershausen eigene Listen – stehen am 8. März für die zwölf Sitze im Gemeinderat zur Wahl. Zwölf Personen stehen auf der Liste der Wählergruppe Diebach. Florian Lieb, Klaus Neidenberger und Wilhelm Lang treten erneut als Gemeinderäte an. Außerdem kandidieren Katharina Meier, Iris Strauß, Wolfgang Kamleiter, Dominik Kloster, Andreas Horn, Holger Weiß, Jürgen Weiß, Holger Ebert und Leon Schmidt.
Bei der Wählergruppe Oestheim treten Matthias Wildermann, der aktuell zweiter Bürgermeister ist, Johannes Bock und Lisa Köhnert, die bereits Gemeinderatsmitglieder sind, erneut an. Außerdem kandidieren Christian Reuter, Nico Hornung, Christoph Keim, Dennis Neser, Lina Sorg, Michael Waldmann und Nathalie Becher. Zehn Personen umfasst also die Liste.
Für die Wählergruppe Bellershausen tritt Stephan Müller erneut an, außerdem drei weitere Kandidierende: Stefan Muser, Fabian Reinwald und Silvia Seybold.
Gabriele Hofacker tritt zum einen aus gesundheitlichen Gründe nicht mehr an. Gleichzeitig sagt die 59-Jährige, dass den Kommunen immer mehr Aufgaben übertragen werden und die Bürokratie mehr und Kapazitäten fresse. Bevor Hofacker Bürgermeisterin wurde, war sie bereits zwölf Jahre lang Mitglied des Gemeinderates. Vieles hat sie in ihrer Amtszeit verantwortet, zum Beispiel den Bau der Kläranlage oder das Neubaugebiet in Diebach. Auch für die zweimalige Erweiterung des Kindergartens Rabennest zeichnet Hofacker verantwortlich, für den Breitbandausbau im Ort oder das neue Zuhause für die evangelische Landjugend. Auch die Weiterentwicklung des Dorfplatzes war ein großes Thema.