In der Stadt Ansbach wächst der Zuspruch für E-Autos | FLZ.de

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Veröffentlicht am 30.10.2024 07:00

In der Stadt Ansbach wächst der Zuspruch für E-Autos

In der Stadt Ansbach sind insgesamt 41.702 Fahrzeuge zugelassen. Bei 25.912 handelt es sich um Pkw. Der Anteil an Elektro-Autos ist im Verhältnis noch ziemlich gering. (Archivfoto: Jim Albright)
In der Stadt Ansbach sind insgesamt 41.702 Fahrzeuge zugelassen. Bei 25.912 handelt es sich um Pkw. Der Anteil an Elektro-Autos ist im Verhältnis noch ziemlich gering. (Archivfoto: Jim Albright)
In der Stadt Ansbach sind insgesamt 41.702 Fahrzeuge zugelassen. Bei 25.912 handelt es sich um Pkw. Der Anteil an Elektro-Autos ist im Verhältnis noch ziemlich gering. (Archivfoto: Jim Albright)

Der Trend bestätigt sich auch in Ansbach: Zwar nimmt die Zahl der Elektroautos auf den Straßen auch bei uns zu. Der Anstieg fällt aber, wie im Rest des Landes, geringer aus. Klaus Dieter Breitschwert nimmt Hersteller und Importeure in die Pflicht, die allgemeine Flaute in den Griff zu bekommen.

Der öffentliche Personennahverkehr (ÖPNV) und vor allem das Fahrrad sind mittlerweile oft genutzte Alternativen als Fortbewegungsmittel. Doch auf das Auto wollen die Menschen dennoch nicht verzichten. Dies zeigt ein Blick auf die aktuellen Zulassungszahlen der Stadt Ansbach. 41.702 Fahrzeugen sind derzeit angemeldet, wie Anne Ziegler vom Geschäftsbereich des Oberbürgermeisters mitteilt. Das sind 5499 mehr als am Ende des vergangenen Jahres.

Gestiegen ist auch die Zahl der Pkw – von 21.163 auf jetzt 25.912. Ebenfalls mehr geworden sind diejenigen Autos, die durch Strom aus einer Batterie angetrieben werden. 746 reine E-Autos waren noch Ende 2023 bei der Stadt registriert. Seitdem ist deren Zahl auf 817 gestiegen. Der Anstieg ist aber geringer, als noch von Ende 2022 bis Ende 2023 als die Steigerung bei 268 Stück lag.

Ein Rückgang bei den Verbrennern

Weitere Anstiege verzeichnet die Stadt bei Elektrofahrzeugen insgesamt (von 812 im Jahr 2023 auf aktuell 858) und Hybridfahrzeugen (von 1683 auf 2044), die verschiedene Antriebstechniken miteinander kombinieren.

Rückgänge meldet Anne Ziegler derweil bei den Fahrzeugen, die auf einen fossilen Antrieb – also Benzin und Diesel – setzen. Wobei sich der Rückgang laut ihren Worten auf den Diesel beschränkt (minus 230 auf jetzt 10.662 Fahrzeuge). Bei den Benzinern hat sich nichts getan. 18.255 Fahrzeuge spuckt die Statistik unverändert aus. Was in Ansbach noch immer keine Rolle spielt, sind Fahrzeuge mit Wasserstoffantrieb, von denen kein einziges zugelassen ist.

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Für Klaus Dieter Breitschwert kommt die Zurückhaltung der Menschen auf dem Elektro-Auto-Markt nicht überraschend. Bereits im vergangenen Jahr hatte der Ehrenpräsident des bayerischen Kfz-Gewerbes die Befürchtung geäußert, dass es zu einem Einbruch kommen könnte. Als Grund nannte er den Wegfall des staatlichen Zuschusses für den Kauf von E-Autos. Dass die Hersteller diesen selbst übernommen haben, und das laut Breitschwert auch heute noch machen, hat die Entwicklung etwas gemildert.

Die aktuelle Diskussion zur E-Mobilität fördert nach seinen Worten das Geschäft nicht sonderlich. Dass die Bundesregierung wieder einen staatlichen Zuschuss wie den Umweltbonus ins Leben ruft, glaubt Breitschwert nicht und verweist auf die angespannte Haushaltslage.

Sorgenvoller Blick in die Zukunft

Auch deshalb legt er dar, dass die Hersteller und Importeure in diesem Bereich selbst Maßnahmen ergreifen müssen, um die E-Mobilität in Schwung zu bringen. „Wir stehen im internationalen Wettbewerb mit etwa Japan und China.“ Und weiter: Die Menschen machten den Umstieg auf E-Autos vom Preis abhängig.

Mit Blick auf den Automobilstandort Deutschland blickt Breitschwert „mit Sorgen in die Zukunft“. Der Fachmann sieht „unsere eigene Wettbewerbsfähigkeit gefährdet“. Als Abgesang auf das Kraftfahrzeug will Breitschwert seine Einschätzung freilich nicht verstanden wissen. Das Auto habe selbstverständlich eine Zukunft, macht er deutlich. „Wir brauchen es ganz besonders im ländlichen Raum.“

Auf den Ausbau der Ladeinfrastruktur hat die Flaute keinen Einfluss, wie die Stadtwerke Ansbach mitteilen. Trotz der schwierigen Marktlage und dem Wegfall von Kaufzuschüssen erwarten die Stadtwerke einen Zuwachs bei der Elektromobilität. Deshalb sollen bis Ende des Jahres drei weitere Ladesäulen, darunter eine Schnellladesäule, zu den aktuell elf Ladepunkten hinzukommen, so die Stadtwerke weiter.

Zugelassene Fahrzeuge

Alle Fahrzeuge: 41.702
Davon Autos: 25.912
Reine E-Autos aktuell: 817
Reine E-Autos Ende 2023: 746


Florian Schwab
Florian Schwab
Redakteur
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