Immer mehr Menschen zieht es ins Kloster Schwarzenberg | FLZ.de

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Veröffentlicht am 09.02.2024 07:00

Immer mehr Menschen zieht es ins Kloster Schwarzenberg

Der Garten der Schwarzenberger Franziskaner strahlt die Ruhe aus, die so mancher in einem Kloster sucht. (F.: Kloster Schwarzenberg/Andreas Murk)
Der Garten der Schwarzenberger Franziskaner strahlt die Ruhe aus, die so mancher in einem Kloster sucht. (F.: Kloster Schwarzenberg/Andreas Murk)
Der Garten der Schwarzenberger Franziskaner strahlt die Ruhe aus, die so mancher in einem Kloster sucht. (F.: Kloster Schwarzenberg/Andreas Murk)

Der Leiter des Bildungshauses Kloster Schwarzenberg, Bruder Mateusz Kotyło, blickt für seine Gemeinschaft auf ein erfolgreiches Jahr 2023 zurück: Die Zahl der Übernachtungen ist auf Rekordhöhe geklettert, hieß es in einer Pressemitteilung.

Die Corona-Pandemie mit ihren Beherbergungseinschränkungen stecke den Brüdern des Konvents und den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Bildungshauses „immer noch irgendwie in den Knochen“, merkten die Franziskaner an. „Doch das vergangene Jahr 2023 ist überraschend gut gelaufen.“

In der Jahresstatistik verweist Kotyło auf 10.211 Übernachtungen. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum 2022 ist das eine Steigerung von über zwölf Prozent. Auch die 9675 Übernachtungen von 2014, dem bislang besten Jahr seit der automatischen statistischen Erfassung, wurde deutlich übertroffen.

Chöre und Lehrkräfte gehen gerne ins Kloster

Den größten Anteil der Gäste machen Beleggruppen aus, wie zum Beispiel Chöre, Fortbildungen für Lehrkräfte, Streichquartettwochen, Klausurtage von Krankenhäusern und Betrieben oder auch Fortbildungen des Klöppelverbands. Wichtig ist den Franziskanern aber auch das eigene Kursprogramm – vom Bibelseminar über den Fastenkurs bis hin zu Exerzitien und Tanzkursen. Ein Höhepunkt im vorigen Jahr war die Fahrt zum Weltjugendtag nach Lissabon, die von drei Schwarzenberger Brüdern begleitet wurde.

Die dritte Säule der Gästegruppen sind Schulen mit Orientierungstagen: 2023 wurden etwa 30 Klassen mit insgesamt gut 600 Schülerinnen und Schülern in Schwarzenberg beherbergt und von den Brüdern mit einem Tagesprogramm begleitet. Zudem kommen ins Bildungshaus auch Einzelgäste, „Menschen, die stille Tage und Erholung suchen – oder eine Hotelübernachtung“.

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Das Kloster merkt an, dass steigende Übernachtungszahlen nicht automatisch auch höhere Gewinne bedeuten. Die enormen Kostensteigerungen im Bereich Energie und Lebensmittel habe man nicht eins zu eins an die Gäste weitergeben können. Die Rückkehr zum höheren Mehrwertsteuersatz in der Gastronomie seit Anfang dieses Jahres werde eine neue Herausforderung darstellen.

Konvent Schwarzenberg hat sechs Brüder

Doch Bruder Kotyło betont: „Wir wollen nicht jammern. Denn wir schauen tatsächlich auf ein gutes Jahr zurück, das wir dank gemeinsamer Anstrengung sehr gut bewältigt haben.“

Im Konvent Schwarzenberg leben und arbeiten derzeit sechs Brüder. Bruder Markus Scholz wurde im vergangenen Herbst zum Guardian (Hausoberen) des Klosters Maria Eck im Chiemgau gewählt und ist Anfang Dezember dorthin umgezogen. Schon einige Monate früher jedoch erfuhr der Konvent mit der Versetzung von Bruder Angelo Chully eine personelle Verstärkung.

Den Betrieb des Bildungshauses unterstützen 13 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. „Wir haben eine niedrigere Personalquote als in vielen anderen Tagungshäusern“, merkte Kotyło dazu an. „Doch Mitarbeiterinnen und Kloster verstehen sich als Team. Wenn Not am Mann ist, stehen die Brüder an der Spülmaschine, übernehmen Küchendienste und springen beim Zimmerputz ein.“

Bildungshaus muss sich wenig Sorgen machen

Dieses produktive und flexible Miteinander trage dazu bei, dass sich das Bildungshaus – im Gegensatz zu anderen kirchlichen Tagungshäusern – nur wenige wirtschaftliche Sorgen machen müsse. Hinzu kommen ein hohes Spendenaufkommen rund um Weihnachten, sowie die Unterstützung des Förderkreises, der das Bildungshaus jährlich mit gut 20.000 Euro bezuschusst. Im vergangenen Jahr wurde als größte Maßnahme beispielsweise die Renovierung des großen Speisesaals gefördert.

In seinem Ausblick gab Kotyło die Devise aus: „Wir wollen unser gutes Niveau halten – und weiter ausbauen.“ Dafür werden derzeit zwei neue Mitarbeiter oder Mitarbeiterinnen für die Hauswirtschaft gesucht, hieß es in der Pressemitteilung. Denn die bisherigen Buchungen lassen nach Einschätzung der Klosterbrüder bereits ahnen, dass auch 2024 ein gutes Jahr wird.

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