Immer mehr Badetote in Bayern: Darauf sollten Sie beim Planschen achten | FLZ.de

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Veröffentlicht am 15.08.2024 15:07

Immer mehr Badetote in Bayern: Darauf sollten Sie beim Planschen achten

Ein schattiger Platz an einem Badesee, wie hier in Schillingsfürst, ist dieser Tage heiß begehrt. Für das sichere Schwimmvergnügen hat Bernd Müller von der Kreiswasserwacht ein paar Hinweise parat. (Foto: Thomas Schaller)
Ein schattiger Platz an einem Badesee, wie hier in Schillingsfürst, ist dieser Tage heiß begehrt. Für das sichere Schwimmvergnügen hat Bernd Müller von der Kreiswasserwacht ein paar Hinweise parat. (Foto: Thomas Schaller)
Ein schattiger Platz an einem Badesee, wie hier in Schillingsfürst, ist dieser Tage heiß begehrt. Für das sichere Schwimmvergnügen hat Bernd Müller von der Kreiswasserwacht ein paar Hinweise parat. (Foto: Thomas Schaller)

Sommerferien und seit Tagen konstant heiße Temperaturen: Das bedeutet Hauptsaison in den Freibädern, an Flüssen und an Seen. Doch während die Zahl der Badetoten deutschlandweit und auch in Bayern zuletzt weiter zugenommen hat, ist der Landkreis Ansbach von derlei Schreckensmeldungen bislang verschont geblieben.

„Bisher ist alles ruhig. Wir hatten zum Glück schon länger keine schlimmen Ereignisse mehr“, sagt auch Bernd Müller, der Vorsitzende der Kreiswasserwacht. Diese verfügt über Ortsgruppen in Ansbach, Bechhofen, Dinkelsbühl, Feuchtwangen, Heilsbronn, Herrieden, Leutershausen, Lichtenau und Rothenburg. In Ansbach, Bechhofen, Dinkelsbühl, Feuchtwangen und Rothenburg befindet sich zudem jeweils eine schnelle Einsatzgruppe, die in einem Notfall zum Unglücksort aufbricht.

Nur ein See im Landkreis ist bewacht

Während die Freibäder und einige Flussbäder mit Personal ausgestattet seien, sind die etlichen kleineren und größeren Weiher und Seen im Kreis so gut wie alle unbewacht. „Bewacht ist im Landkreis Ansbach nur der Krummweiher bei Bechhofen und das auch nur am Wochenende. Unter der Woche ist das personell nicht stemmbar“, erklärt Müller.

Das Altmühlbad in Leutershausen hat einen ganz besonderen Flair für Badegäste. (Foto: Jim Albright)
Das Altmühlbad in Leutershausen hat einen ganz besonderen Flair für Badegäste. (Foto: Jim Albright)

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Wegen des vermehrten Vorkommens der gesundheitsgefährdenden Blaualgen gilt nach wie vor ein großflächiges Badeverbot an den Stränden des Altmühlsees. Das mache die Lage für die Rettungskräfte in diesem Jahr durchaus komplizierter, denn viele Badefreunde würden auf die kleineren, unbewachten Gewässer ausweichen. Wird die Wasserwacht wegen einer untergehenden Person an einen solchen Weiher gerufen, dann geht das laut Müller häufig nicht gut aus. „Das endet dann leider oft tödlich. Es gibt im Kreis so viele Seen und die Wege sind hier einfach sehr weit, da vergehen wertvolle Minuten, bis wir mit Boot und Tauchern da sind.“

Fließende Gewässer, die zum Beispiel die DLRG als gefährlicher als Seen einschätzt, scheinen dagegen im Landkreis Ansbach kein großes Problem darzustellen. Müller sind zumindest neben den offiziellen Flussbädern keine weiteren Badestellen bekannt, an denen sich regelmäßig größere Gruppen aufhalten. Auch das Thema Kanu- und Kajaktourismus sei hier keines, der beginne auf der Altmühl erst südlich des Altmühlsees.

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Doch auch bei der Ansbacher Kreiswasserwacht haben sie festgestellt, dass es inzwischen immer mehr Nichtschwimmer oder Schlechtschwimmer gibt. Kreisvorsitzender Müller hält hier eine ausreichende Anzahl von Hallenbädern für elementar, damit auch in der kalten Jahreszeit geregelter Schwimmunterricht stattfinden kann. Eltern sollten mit ihren kleineren Kindern außerdem bewusst regelmäßig das Schwimmen üben und nicht nur in Ufernähe herumplanschen.

Für den ungetrübten Badespaß empfiehlt Müller außerdem eine Schwimmweste für die Kleinsten: „Schwimmflügel oder einen Reifen kann man schnell einmal verlieren, wann man unkontrolliert ins Wasser fällt.“ Wer auf Flüssen und Seen mit einem Stand-up-Paddleboard unterwegs sei, sollte natürlich sicher schwimmen können beziehungsweise eine Weste tragen.

Ansonsten gilt laut Müller der bekannte Hinweis: nicht in unbekannte Gewässer springen. Besonders an Jugendliche und junge Erwachsene richtet er den Appell: unter Alkoholeinfluss, vor allem nachts, nicht ins Wasser gehen. Laue Sommernächte kann man ja schließlich auch am Ufer wunderbar genießen.


Philipp Zimmermann
Philipp Zimmermann
Redakteur für Westmittelfranken/Landkreis Ansbach
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