Matteo und Emmi Wolter sind gemeinsam richtig stark. Die Geschwister haben in ihren Altersklassen jeweils als Erste die Ziellinie beim Crosslauf in Ansbach überquert.
„Die Startpistole ging dreimal nicht”, erzählt Matteo. Weil der Schuss nicht fallen wollte, hieß es also dreimal: auf die Plätze, fertig, los – und dann doch nichts. Gewonnen hat der Achtjährige die 1070 Meter der U10-Jungen beim Crosslauf der BLV-Kreis-Ansbach-Serie trotzdem. Seine Schwester Emmi (7) hatte da schon vorgelegt: Im Waldstück am Sportplatz der Grundschule Meinhardswinden lief sie die 970 Meter der U8-Mädchen als Erste ins Ziel.
Für Emmi war es das erste Mal Gold um den Hals – genau das, was sie sich gewünscht hatte. Schließlich hatte ihr großer Bruder schon Medaillen zu Hause. Bisher gab es nach ihren Rennen immer nur Urkunden, und zwar auch, wenn sie gewann. Der große Bruder gratulierte mit einem High Five. „Ihr Sieg hat mich angespornt”, sagt er.
Ihre Mutter, Franziska Wolter, wundert das wenig. Matteo beschreibt sie als „absoluten Wettkampf-Typ”– jemanden, der gern antritt, der gern gewinnen will und dabei trotzdem ein Teamplayer bleibt. Emmi sei eher die Umsichtige von den beiden. Die hätte, sagt ihre Mutter lachend, am liebsten allen anderen den Vortritt gelassen.
Dass die beiden ganz vorne landeten, freute sie umso mehr. „Sport war bei uns schon immer wichtig”, sagt Franziska Wolter. Und natürlich sei sie „wahnsinnig stolz” auf ihre Kinder. Und wie fühlt es sich an, wenn beide gewinnen? Darauf haben die Geschwister eine klare Antwort: „Zusammen ist es noch besser.”