Himmels-Rüssel: Was tun bei Tornado-Gefahr? | FLZ.de

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Veröffentlicht am 04.06.2026 10:42

Himmels-Rüssel: Was tun bei Tornado-Gefahr?

Unberechenbare Naturgewalt: Tornados entstehen meist im Zusammenhang mit Gewittern und sind schwer vorherzusagen (Foto: Dr. Christoph Sommergruber/dpa)
Unberechenbare Naturgewalt: Tornados entstehen meist im Zusammenhang mit Gewittern und sind schwer vorherzusagen (Foto: Dr. Christoph Sommergruber/dpa)
Unberechenbare Naturgewalt: Tornados entstehen meist im Zusammenhang mit Gewittern und sind schwer vorherzusagen (Foto: Dr. Christoph Sommergruber/dpa)

Tornados kennt man vor allem aus spektakulären Videos und Bildern aus den USA. Doch auch in Deutschland kommen solche Wirbelstürme vor. Sie sind selten, kleinräumig – können aber sehr gefährlich sein und innerhalb weniger Minuten schwere Schäden anrichten. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) weist aktuell darauf hin, dass bei einzelnen stärkeren Gewitterentwicklungen Orkanböen bis 120 km/h und kurzlebige Tornados nicht ausgeschlossen sind (Stand: Donnerstag, 4. Juni, 7 Uhr).

Was ist ein Tornado? Was sind Warnzeichen?

Ein Tornado ist ein Luftwirbel, der meist im Zusammenhang mit Gewittern entsteht. Treffen feuchtwarme und trockene Kaltluft aufeinander, können sich Gewitterwolken bilden. Wird die aufsteigende Luft dabei durch starke Winde in Rotation versetzt, kann ein wirbelnder Wolkenschlauch entstehen. Reicht dieser bis zum Boden, spricht man von einem Tornado. So sieht es aus, als wüchse ein riesiger rotierender Rüssel von oben Richtung Boden.

Sicher vorhersagen lassen sich Tornados nicht, lediglich ein Risikopotenzial ist erkennbar. Da sie sehr schnell auftreten, ist es besonders für Laien nicht einfach, im Vorhinein Anzeichen für Tornados zu erkennen und die Gefahr richtig einzuschätzen. 

Daher raten Behörden wie der DWD und das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) dazu, amtliche Warnungen zu verfolgen. Dafür kann man etwa die Warnwetter-App des DWD und die BKK-Warnapp Nina nutzen. 

Wie schützt man sich am besten?

Generell lautet die oberste Regel: Bei Unwetter wie Sturm, Hagel & Co. zu Hause bleiben. 

Dort sollte man sich dann am besten in einem innen liegenden Raum im Erdgeschoss aufhalten, so das BBK. 

Bei Tornados gilt laut DWD außerdem: „Weg von Fenstern!“ Am besten geht man in einen fensterlosen Raum, idealerweise den Keller, um vor Trümmerteilen sicher zu sein, die vom Tornado aufgewirbelt durch Öffnungen ins Haus dringen können.

Was tun, wenn man draußen ist und einen Tornado erkennt oder vermutet?

Wer eine Windhose am Himmel sieht, also Trichterwolken, die sich schnell bewegen, sollte sofort Abstand gewinnen (auf keinen Fall Zeit verlieren, um Fotos oder Videos zu machen). Wenn möglich, Zuflucht in einem festen Gebäude suchen, dort dann wiederum am besten im Keller. 

Geht das nicht, gilt wie bei Gewitter: Schutz in einer Mulde im Boden suchen, flach mit dem Gesicht zum Boden hinlegen, Kopf und Nacken schützen. 

Autos bieten bei Gewitter zwar Schutz vor Blitzeinschlag - sind im Falle eines Tornados aber unbedingt zu vermeiden. Tornados könnten Fahrzeuge herumwirbeln oder Baum- und Trümmerteile den Wagen samt Insassen treffen.

Der DWD erklärt Fakten und Schutzmaßnahmen rund um Tornados in Deutschland in einem Video: 

© dpa-infocom, dpa:260604-930-171762/1


Von dpa
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