Zwei schneiden hauptberuflich, drei schneiden nach Bedarf, einer macht Brennholz. Zwei Betriebe widmen sich ausschließlich der Sägerei und produzieren für den Markt: In Mettelaurach und in Mosbach wird das Haupteinkommen aus der Sägemühle und dem Holzhandel erzielt.
Auf der Holzmühle, der Finkenmühle und auf der Schauerberger Mühle stand in den vergangenen Jahrzehnten die Landwirtschaft im Vordergrund. Geschnitten wird nach Bedarf, fast ausschließlich für Privatkunden: Waldbesitzer, die ein paar Kanthölzer, Dielen oder Bretter benötigen und den ihnen vertrauten Betrieb aufsuchen. Auf der Leitsmühle wird Brennholz geschnitten.
Damit ist das Aurachflüsschen nicht nur ein Wandergebiet, sondern zugleich eine lokal bedeutsame Quelle zur Deckung des örtlichen Holzbedarfs, eine ökologisch sinnvolle nachhaltige Wirtschaftsweise.
Die 1497 erstmals erwähnte Mettelauracher Mühle besaß mindestens seit dem Jahre 1532 einen Schneidgang. Im Landbuch des Amtes Cadolzburg wird auf diese Funktion hingewiesen: „muel mit Malgang und ein schneydtmuel“.
Die Sägerei ist auch für 1745/46 belegt: „Melchior Eisenbeiß hat einen Mahl- und einen Gerb Gang nebst der Schneidmühl an dem noch gar schwachen Aurach Bächlein.“ Die Geschichte der aus Thüringen zugewanderten Familie Eisenbeiß auf der damals obersten Aurachmühle reicht mindestens bis ins Jahr 1659 zurück. So wurde Eisenbeiß ein häufiger Müllername auf den Mühlen im westlichen Mittelfranken.
Die Geschichte der Mettelauracher Mühle ist geprägt durch immer neue Innovationen. Sie zählte beispielsweise zu den Strompionieren und versorgte schon zu Beginn des 20. Jahrhunderts das Dorf mit Lichtstrom.
Seit wann die 1459 erstmals erwähnte „Mosmühle“ einen Schneidgang hat, kann mangels entsprechender Unterlagen nicht datiert werden. Sicher darf auch hier eine lange Tradition vermutet werden. Ein Antrag an die Kriegs- und Domänenkammer Bayreuth auf Wiedererrichtung einer Ölmühle stammt vom Ende des 18. Jahrhunderts.
Nach dem Zweiten Weltkrieg kam es zu häufigen Besitzwechseln und zur Aufteilung des Anwesens. Der 1946 aus dem Sudetenland ausgesiedelte ehemalige Sägewerksbesitzer Wenzel Lorenz (1906 bis 1996) pachtete 1951 das Sägewerk, das er drei Jahre später erwerben konnte. Sohn Gerd baute den Betrieb weiter aus und führt seitdem das Geschäft: Lohnschnitt und Holzhandel. Nach dem Rustikal-Kataster von 1812 besaß die Holzmühle drei Mahl- und einen Gerbgang und eine „besonders gebaute Schneidmühle“, sie war in einem eigenen Gebäude untergebracht, in einer aus Holz errichteten Sägehalle, wie sie heute noch auf einigen Mühlen zu finden sind.
Schon bei der ersten Erwähnung im Taufbuch der Pfarrei Markt Erlbach, 1592, wird von dem Müller „auff der Holtzmühl“ gesprochen. Nach Einstellung des Mahlbetriebs 1978 lag der Schwerpunkt auf der Landwirtschaft und der Sägerei. Mit der Verpachtung an eine Zimmerei wurde auch das Sägewerk zu neuem Leben erweckt.
Auch für die bereits 1459 belegte Finkenmühle sind für 1835 und 1872 drei Mahlgänge und eine Schneidsäge angegeben. 1947 wurde das Wasserrad durch eine Francis-Spiralturbine ersetzt, die bis in unser Jahrhundert zum Antrieb und zur Stromerzeugung verwendet wurde. Mitte der 1960er Jahre wurde der Mahlbetrieb aufgegeben, die Sägerei besteht zwar noch, wie ein Blick auf die zahlreichen Holzstapel im Umfeld der Mühle zeigt, doch geschnitten wird lediglich je nach Bedarf.
Die Neuschauerberger Mühle zählte zum Besitz des Burggraftums Nürnberg und wird bereits im ältesten erhaltenen Urbar aus der Zeit um 1361/64 als steuerbar genannt. 1835 wird das mit der radizirten Mahl- und Schneidmühl-Gerechtigkeit ausgestattete Mühlgut aus „Wohnhaus mit Mahlmühle von drei Gängen, der Schneidsäge, Scheuer, Stallung, Schüpfen, Keller, Backofen, Hofraum und Gärtchen.“ Der Mahlbetrieb ruht seit über vier Jahrzehnten, auch wenn Teile der Ausrüstung noch vorhanden sind, unter anderem ein Steinmahlgang.
Der vom Sägemüller Eisenbeiß für sein Sägewerk geprägte Spruch „Holz aus der Region für die Region: Holz der kurzen Wege“ gilt damals wie heute für alle holzverarbeitenden Betrieb am Oberlauf der Aurach: ein früher Beleg für die Nachhaltigkeit regionaler Wirtschaftskreisläufe.