Studierende der Hochschule Ansbach haben kurze Filme über versteckte Orte in Westmittelfranken produziert. Jetzt stellten sie das Ergebnis in einem Hörsaal der Hochschule vor. Die Videos sollen auf den Kanälen des Tourismusverbands Romantisches Franken gezeigt werden.
Als „Hidden Places“ bezeichnet man ziemlich unbekannte oder versteckte Orte, die in Westmittelfranken reichlich vorhanden sind. Die Kreuzeiche bei Lehrberg, der Mühlenweg in Rothenburg, der Scheerweiher bei Ansbach, das Altmühlflussbad in Leutershausen und die Kneippanlage in der Mutschach bei Dinkelsbühl sind nur einige Beispiele.
Im Studiengang Multimedia und Kommunikation haben Studenten der Hochschule Ansbach zwölf kurze Filme über solche Orte produziert. Im Modul „Outdoor TV“ des sechsten Semesters konnten sie sich unter der Leitung von Prof. Renate Hermann an „Hidden Places“ im Romantischen Franken versuchen.
Für die Suche nach Geheimtipps und besonders schönen Orten in der Natur stellte der Tourismusverband Romantisches Franken zum Semesterbeginn eine Vorschlagsliste zur Verfügung. Aus dieser Liste konnten die Studierenden sich die Themen aussuchen.
Im Anschluss galt es Drehpläne zu definieren und Ortsbesichtigungen durchzuführen, bevor mit dem Drehen der Filme begonnen werden konnte. Die Studierenden waren in Kleingruppen vor Ort und drehten kurze Videos. Nach dem Schnitt und der Vertonung werden die fertigen Filme schließlich benotet. „Ihr könnt wirklich stolz auf euch sein“, sagte die Professorin bei der Präsentation und blickte dabei in den Hörsaal. Die Gruppenkonstellationen waren unterschiedlich. So produzierte eine große Gruppe gleich zwei Projekte. Eine „Gruppe“ bestand nur aus einer Person, die alles im Alleingang produzierte.
Mit diesem Kooperationsprojekt des Tourismusverbands Romantisches Franken mit der Hochschule Ansbach wurden viele der jungen Leute erstmals mit der Region vertraut. Der Tourismusverband Romantisches Franken, rund um die Geschäftsführerin Regina Bremm, unterstützte die Studenten tatkräftig. Für eine Gruppe ging es vom Drehort in Rothenburg bis in das Freilandaquarium in Stein kurz vor Nürnberg. Für die Drehorte mussten sie daher viel reisen. Die Fahrtkosten wurden vom Tourismusverband übernommen.
Schwierigkeiten bei der Umsetzung gab es immer wieder. So spielten die Wetterverhältnisse eine wichtige Rolle. Zugewachsene Wege und Bäche führten in einem Fall zu einem Themenwechsel. Die Schandtauber bei Rothenburg erwies sich in ihrem aktuellen Zustand als nicht geeignet zum Filmen. Für ihre aufwendigen Shots wurde an manchen Stellen eine Genehmigung für den Drohnenflug gebraucht.
Die Studierenden mussten Videos sowohl im Quer- als auch im Hochformat produzieren. Auf der Webseite und in den sozialen Medien des Tourismusverbandes können daher verschiedene Formate verwendet werden. „Die Videos werden künftig auf den Kanälen des Romantischen Franken verwendet“, erklärte Geschäftsführerin Bremm. Durch die Veröffentlichung können die Studierenden ihre Projekte als Referenz nutzen, erklärte Regina Bremm.