Händler mit Projekt für die Innenstadt: Ein Herz für Ansbach und liebe Menschen | FLZ.de

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Veröffentlicht am 11.02.2025 07:00

Händler mit Projekt für die Innenstadt: Ein Herz für Ansbach und liebe Menschen

Sie alle verteilen Herzen an die Kundschaft: Simon Horand, Thomas Ehrmann, Heidi Schmidt, Michael Fengler, Sneewitta May, Elke Knöbl, Elke Homm-Vogel, Laura Graf, Jasmin Tzouvaras, Jürgen Wolf, Edith Thiemer, Manuela Trapp, Angela Engerer und Ann-Kathrin Hartmann (von links). (Foto: Florian Pöhlmann)
Sie alle verteilen Herzen an die Kundschaft: Simon Horand, Thomas Ehrmann, Heidi Schmidt, Michael Fengler, Sneewitta May, Elke Knöbl, Elke Homm-Vogel, Laura Graf, Jasmin Tzouvaras, Jürgen Wolf, Edith Thiemer, Manuela Trapp, Angela Engerer und Ann-Kathrin Hartmann (von links). (Foto: Florian Pöhlmann)
Sie alle verteilen Herzen an die Kundschaft: Simon Horand, Thomas Ehrmann, Heidi Schmidt, Michael Fengler, Sneewitta May, Elke Knöbl, Elke Homm-Vogel, Laura Graf, Jasmin Tzouvaras, Jürgen Wolf, Edith Thiemer, Manuela Trapp, Angela Engerer und Ann-Kathrin Hartmann (von links). (Foto: Florian Pöhlmann)

Sie alle haben ein Herz für „ihre“ Stadt, sie alle spüren aber auch die Sorgen und wirtschaftlichen Nöte und haben deshalb eine Aktion zur Belebung der Innenstadt ins Leben gerufen: Insgesamt 19 Händler und Ladenbetreiber gehen mit dem Projekt „Ein Herz für ...“ auf die Kunden zu. Im besten Fall kann daraus ein auffälliges Gesamtkunstwerk entstehen.

Wer in den beteiligten Geschäften bis zum Ende des Aktionszeitraumes am 22. Februar einkauft, erhält ein kleines, knallrotes Herz dazu. Das kann dann je nach Wunsch ganz individuell beschriftet und vielleicht auf dem Heimweg am Bauzaun vor dem Schloss am Karl-Burkhardt-Platzes befestigt werden. 1300 Stück der Fotokarten in Herzform wurden von einem ortsansässigen Bürohaus dafür produziert.

Das Vorbild der Aktion ist klar: In vielen Großstädten in ganz Europa hängen inzwischen kleine Vorhängeschlösser an Brücken, Brunnen oder Geländern und ergeben im besten Fall eine Art liebenswertes Gesamtbild. So einen „Hingucker“ wünschen sich die Initiatoren auch für Ansbach.

Die versteckte Schlossfassade

„Wir haben unkompliziert an einen Platz gedacht, an dem viele Menschen vorbeikommen“, erklärt Ladeninhaberin Elke Knöbl, warum die Wahl ausgerechnet auf den Karl-Burkhardt-Platz fiel. Dort versteckt sich seit Jahren die Fassade der Residenz hinter einem Gerüst, direkt an einem der Haupteingänge in die Fußgängerzone.

Was die Macher der Aktion unerwähnt lassen, aber natürlich ein netter Beifang ist: Sonderlich attraktiv ist dieser Eingangsbereich zur Innenstadt in diesen Tagen nicht, womöglich könnte gerade diese Aktion rund um den Valentinstag mitten ins Herz von Besuchern wie Einheimischen treffen. Meinen die Initiatoren und liefern dafür ein Argument.

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„Die Welt ist doch hektisch und negativ genug“, findet Elke Knöbl, und die Goldschmiedin sagt das so, als könne sie das Bild mit Hunderten beschrifteter Herzen an dem bislang tristen Bauzaun schon direkt vor sich sehen. Schön, zweifellos.

Aber, weil ein bisschen Realität für eine gründliche Bürokratie selbstredend unabdingbar ist: Die Genehmigung für die herzliche Initiative hat sich das Team im Vorfeld natürlich eingeholt.

Das Miteinander und viele weitere Ideen

An dem Metallzaun könnten den Ausführungen der Gruppe gemäß nicht nur liebevolle Botschaften Platz finden, etwa an den eigenen Partner oder an Familienmitglieder – genauso gut könnten auch kleine Grußadressen an Freunde oder grundsätzlich „positive Gedanken“ auf den Herzen verewigt werden.

„Sätze, die glücklich machen“, fasst Knöbl augenzwinkernd zusammen. „Glücklich“ und der Einzelhandel in der Ansbacher Altstadt: keine ganz konfliktfreie Beziehung. Dennoch, oder vielmehr gerade deswegen, soll mit Aktionen wie dieser „netten Geste für Kunden“ weiter die Werbetrommel gerührt werden. Ladenbesitzerin Edith Thiemer hat dafür einen schönen Satz gefunden: „Miteinander schaffen wir Herzensangelegenheiten.“

Und weil derartigen Kampagnen nicht verhallen sollen, warten weitere Ideen nur darauf, über das Jahr verteilt umgesetzt zu werden. Der Vorteil derartiger Charmeoffensiven: geringe Kosten und leichte Umsetzbarkeit. „Ein Herz für...“ schlägt doch in jedem Menschen.


Florian Pöhlmann
Florian Pöhlmann
Nach der journalistischen Grundausbildung beim Fernsehen rief 1999 die große weite Welt des Sports, die ich in Nürnberg in nahezu allen Facetten kennenlernen und in verantwortlicher Position gestalten durfte. Erst der verlockende Ruf aus Ansbach und die Aussicht, im fortgeschrittenen Alter Neues zu wagen, sorgten ab 2021 für einen Neustart in der Lokalredaktion.
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