Hacker erbeuteten in Eichstätt wohl persönliche Daten | FLZ.de

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Veröffentlicht am 04.11.2026 13:30

Hacker erbeuteten in Eichstätt wohl persönliche Daten

In Eichstätt erbeuteten Hacker wohl sensible Daten. (Symbolbild) (Foto: Lennart Preiss/dpa)
In Eichstätt erbeuteten Hacker wohl sensible Daten. (Symbolbild) (Foto: Lennart Preiss/dpa)
In Eichstätt erbeuteten Hacker wohl sensible Daten. (Symbolbild) (Foto: Lennart Preiss/dpa)

Nach dem Cyberangriff im oberbayerischen Eichstätt geht die Stadtverwaltung davon aus, dass Kriminelle auch persönliche Daten erbeuten konnten - darunter mutmaßlich auch Informationen wie Telefonnummern und Adressen, möglicherweise auch Melde- und Steuerdaten sowie Kontonummern. Nach der aktuellsten Auswertung konnten die Täter „gut ein Viertel des gesamten Datensatzes“ der Stadt kopieren, wie das Rathaus mitteilte.

Betroffen sein können etwa Menschen, die sich in der Vergangenheit auf städtische Stellen beworben, Förder- oder Bauanträge gestellt oder sich um von der Stadt verwaltete Grundstücke und Wohnungen beworben hätten. Die Finanzdaten von aktuellen und ehemaligen Mitarbeitern der Stadt könnten ebenso abgegriffen worden sein wie Steuerdaten von Bürgern, die in Eichstätt Grund-, Hunde- oder Zweitwohnsitzsteuer zahlen müssen oder mussten.

Auch VHS-Teilnehmer betroffen

Auch Daten von Teilnehmern an Kursen der Volkshochschule (VHS) könnten erbeutet worden sein, ebenso Rentendaten und Informationen über die Beförderung von Schülern. Andere Daten aus der Schul- und Kitaverwaltung sind nach Stadtangaben ebenso wenig betroffen wie Standesamtsdaten.

Unter den 1,4 Terabyte an Daten, die gestohlen wurden, könnten auch sensible personenbezogene Daten sein. Bei gut einem Terabyte der kopierten Daten handelt es sich den Angaben zufolge „mit überwiegender Wahrscheinlichkeit um eine Kopie eines unstrukturierten Arbeitsverzeichnisses der Stadt“. Das bedeute, dass in diesem Fall „keine vollständigen oder strukturierten Einwohnermelde- oder Finanzdatenbanken betroffen sind“, teilte die Stadt mit. „Es können aber in Einzelfällen personenbezogene Daten betroffen sein.“

Bei gut 400 Gigabyte ist nach Angaben der Stadtverwaltung noch völlig unklar, um welche Daten es sich handelt, weil die Täter ihre Spuren so gut verwischt hätten. Aber: „Es muss davon ausgegangen werden, dass personenbezogene Daten betroffen sein können - möglicherweise sogar aus Datenbankstrukturen.“

Was die Stadt nun rät

Die Stadt hat für den 11. November eine digitale Bürgerinformationsveranstaltung geplant und rät dringend dazu, bei Kontaktversuchen per Mail, Brief oder Telefon vorsichtig zu sein - vor allem dann, wenn sie einen Bezug zur Stadt Eichstätt haben. Ebenso sollten Kontoabbuchungen überprüft werden.

Nach einem Cyberangriff vor rund einem Monat waren zunächst alle Server im Rathaus abgeschaltet worden, was zur Folge hatte, dass die Verwaltung kaum noch erreichbar war. Die Datensicherung habe aber funktioniert: „Die Stadt Eichstätt hat Sicherungskopien.“

© dpa-infocom, dpa:261104-930-943611/1


Von dpa
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