Fahrgemeinschaften für den Weg zur Arbeit bringen viel: Beteiligte sparen Fahrtkosten, schonen die Umwelt und kommen mit Kollegen im wahrsten Sinne des Wortes ins Gespräch. Die Wilhelmsdorfer Gubesch-Group bietet ihren Mitarbeitenden nun die Möglichkeit, sich über die digitale Plattform „RideBee“ für Fahrgemeinschaften zusammenzuschließen.
Die Gubesch-Gruppe ist ein mittelständisches familiengeführtes Unternehmen mit rund 600 Beschäftigten. Der Betrieb deckt, wie der Firmenhomepage zu entnehmen ist, das gesamte Spektrum der Kunststoffverarbeitung ab. Standorte gibt es im Landkreis in Wilhelmsdorf, Emskirchen und Losaurach (Gemeinde Markt Erlbach).
„Wir haben uns entschieden, über RideBee Mitfahrgelegenheiten anzubieten, um die Mobilität zu fördern“, teilte man seitens des Unternehmens auf Nachfrage mit. Damit will man zudem den Mitarbeitenden die Anreise erleichtern und zum Umweltschutz beitragen.
Laura Meyer, Plattformchefin bei RideBee, rechnet damit, dass rund 15 bis 20 Prozent der Beschäftigten vom Angebot Gebrauch machen. Für die Arbeitnehmer ist dieses kostenlos, hebt sie hervor. Informiert wurden diese darüber im Rahmen des Mitarbeiterfestes. Nutzen können es die Beschäftigten an allen drei Standorten.
Seit 2018 gibt es RideBee mit Sitz in München. „Bedingt durch Corona gab es erst einmal eine Bremse. Seit zwei Jahren nimmt das Ganze aber Fahrt auf“, erklärt Meyer und begrüßt die Offenheit, die Firmen dem Angebot gegenüber an den Tag legen. 30 Projekte gibt es inzwischen bundesweit, die man betreut, wobei der Fokus im süddeutschen Raum liegt.
Als Konkurrenz zum öffentlichen Personennahverkehr sieht man sich nicht – vielmehr als Ergänzung. Das Ganze sei vor allem für die diejenigen eine zusätzliche Option, die im ländlichen Raum mit einer nicht optimalen ÖPNV-Anbindung leben müssen.
Darauf können auch viele Beschäftigte der Gubesch-Group nur bedingt zurückgreifen. „Die meisten Mitarbeitenden kommen mit dem Auto. Das ist nicht gut für die Umwelt“, erklärt Meyer. Zudem geht die Anfahrt für den Einzelnen ganz schön ins Geld.
Sie zeigt sich optimistisch, dass sich etliche Beschäftigte finden, die ähnliche Anreisewege haben, unterwegs gegebenenfalls Kollegen aufnehmen können oder einen Umweg in Kauf nehmen. Doch die Entscheidung liegt im Ermessen jedes Einzelnen, wie er es handhaben möchte.
So kann auch jeder selbst festlegen, ob er sich mit andern dauerhaft oder lieber spontan zu Fahrgemeinschaften zusammenschließen möchte. Auswählen kann man über die geschlossene Plattform ferner, ob man Fahrer, Mitfahrer oder flexibel ist.
Nicht nur die Umwelt profitiert von Fahrgemeinschaften – das Miteinander ebenfalls, heißt es von allen Seiten. Beim gemeinsamen Pendeln kommt man ins Gespräch. Kolleginnen und Kollegen, die in unterschiedlichen Bereichen arbeiten, können sich kennenlernen.
Der Fahrer legt zudem fest, ob sich die Mitpendelnden an den Fahrtkosten beteiligen sollen. „Ein Geschäft soll aber nicht gemacht werden“, so Meyer. Die Bezahlung kann digital über die Plattform erfolgen. Das Prozedere soll insgesamt so einfach und unkompliziert wie möglich gehalten werden. Seitens RideBee würde man sich wünschen, dass sich noch mehr Firmen aus dem Landkreis für das (Mit-)Fahrerprojekt begeistern.