Großer Andrang in den Freibädern Burgbernheim und Bad Windsheim | FLZ.de

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Veröffentlicht am 18.09.2024 15:23

Großer Andrang in den Freibädern Burgbernheim und Bad Windsheim

Das Freibad in Bad Windsheim lockte heuer noch mehr Gäste als im vergangenen Jahr an. (Foto: Nina Daebel)
Das Freibad in Bad Windsheim lockte heuer noch mehr Gäste als im vergangenen Jahr an. (Foto: Nina Daebel)
Das Freibad in Bad Windsheim lockte heuer noch mehr Gäste als im vergangenen Jahr an. (Foto: Nina Daebel)

Mit den kühleren Temperaturen schließen jetzt die Freibäder. Das Bad in Burgbernheim verzeichnete einen Besucheranstieg im Vergleich zu 2023, ebenso das Dr.-Hans-Schmotzer-Freibad in Bad Windsheim. Dort wird es am 5. Oktober wieder ein Hundeschwimmen geben.

Stefan Keller, Betriebsleiter des Freibades in Burgbernheim, ist absolut zufrieden mit der abgelaufenen Saison. 27.825 Besucher und Besucherinnen waren gekommen – und damit mehr als im Jahr zuvor. 2022 sind 26.423 Badegäste erfasst worden. 180 Familiensaisonkarten wurden heuer verkauft.

Die gute Entwicklung hatte sich zu Saisonbeginn noch nicht angedeutet. „Es lief schleppend an“, erinnert sich Keller. Mai und Juni seien eher von einer kühlen Witterung geprägt gewesen.

An jedem Tag war jemand im Bad

Doch der Juni war dann auch der Monat mit den meisten Besuchern: 960 an der Zahl passierten am 29. Juni die Kasse. Rund 800 Besuchende seien es am 12. August gewesen. Dann habe es noch zwei Tage gegeben mit 700, beziehungsweise 680 Badegästen, entnimmt Keller seiner Statistik.

Es sei durchgängig geöffnet gewesen und es habe keinen Tag gegeben, an dem niemand im Bad gewesen sei. Während der Sommerferien hätten die Besucherzahlen im Vergleich zum Saisonstart deutlich zugenommen. „Die letzten Wochen haben es herausgerissen“, freut er sich. Warum die Menschen gerne ins Burgbernheimer Freibad kommen? Da hat Keller eine Vermutung. Es gebe drei getrennte Becken: für Schwimmer, Nichtschwimmer und ein Planschbecken. Vor allem ältere Leute würden dies genießen, weil sie in Ruhe schwimmen könnten. „Zu mir kommen Leute zum Schwimmen und Entspannen“, erzählt Keller.

Fährt man von Trautskirchen Richtung Merzbach, kann man eine Badepause am See einlegen. (Foto: Ute Niephaus)
Fährt man von Trautskirchen Richtung Merzbach, kann man eine Badepause am See einlegen. (Foto: Ute Niephaus)

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Bis er selbst entspannen kann, da dauert es noch eine Weile. „Jetzt wird das Bad winterfest gemacht.“ Das Wasser in den Becken wird abgelassen, der Rasen noch einmal gemäht und die Hecken geschnitten. Dann wird noch auf das herabfallende Laub gewartet. „Erst wenn alles eingewintert ist, bin ich beruhigt.“

Der beste Tag war der 29. Juni

„Es ist alles reibungslos abgelaufen“, stellt er zufrieden fest. Es sei nichts passiert. Das sei für ihn zum Abschluss der Saison das Beste, dass alles super gelaufen sei, sagt Keller, für den es seine zwölfte Saison im Freibad war, wobei er erst seit Sommer 2018 Betriebsleiter ist.

Wie sein Kollege in Burgbernheim, ist auch der Bad Windsheimer Freibad-Teamleiter Marco Seydewitz mit der Saison zufrieden. 49.838 Besuche stehen in der Statistik für dieses Jahr, 2023 waren es 48.483 gewesen. Der beste Tag ist mit Burgbernheim identisch: der 29. Juni. In das Dr.-Hans-Schmotzer-Freibad gingen da aber mit 1967 Badegästen über doppelt so viele. Ein weiterer Blick in die statistische Zahlenwelt bringt 547 Dauerkartenbesitzer zum Vorschein. 219 Familienkarten sind laut Seydewitz verkauft worden. Das wären drei bis vier Personen, vermutet der Teamleiter, weswegen man die Zahl wohl mal drei nehmen müsste – aber „das lässt sich schwer abschätzen.“

84 Erwachsene und 48 Kinder hätten eine Dauerkarte erworben. Ermäßigte Dauerkarten, zum Beispiel für Studierende, seien 43 verkauft worden, für Rentner und Rentnerinnen seien es in diesem Jahr 153 Stück gewesen.

Wenige warme Tage zu Saisonbeginn

Seydewitz ist mit diesen Zahlen zufrieden. Denn auch in Bad Windsheim sah es zu Beginn der Saison nicht gut aus. Auch Warmwettertage habe es nicht unbedingt zu viele gegeben. „Da hätten wir uns einige mehr gewünscht“, bekennt der Teamleiter. Doch im Juli und August sei hinsichtlich der Besucherzahlen wieder aufgeholt worden.

Auch im Schmotzer-Bad habe es keine Tage gegeben, an denen komplett geschlossen gewesen sei. Nur während einiger Gewitter habe zeitweise das Bad zu sein müssen. Was das Bad bei den Besuchenden so beliebt macht? Da ist Seydewitz nicht um eine Antwort verlegen. „Die große Fläche“ und „das sehr besucherfreundliche Bad“ nennt er sofort als Gründe. Deswegen gebe es vermutlich auch die hohe Zahl an verkauften Familienkarten. Die seien auch in der Tat aufgrund ihres Preises mehr als lohnenswert, betont Seydewitz.

Die üblichen Arbeiten stehen jetzt an

Jetzt stehen erst einmal die üblichen Arbeiten bei Bädern für den Winter an. Welche Erneuerungsmaßnahmen es geben wird, darüber sei noch nicht entschieden worden. Die Besprechung dazu findet zeitnah statt, weswegen Seydewitz dazu auch noch nichts sagen kann. Vermutlich werde es die üblichen Renovierungsarbeiten geben.

Erleichtert zeigt Seydewitz sich darüber, dass die Saison ziemlich unfallfrei verlaufen ist. Es seien nur kleinere Dinge vorgekommen, die aber nicht nennenswert seien. „Ich bin zufrieden mit der Saison“, bilanziert er. Doch so ganz ist diese noch gar nicht vorbei. Denn statt nur Zweibeiner dürfen diese zusammen mit ihren Vierbeinern am Samstag, 5. Oktober, von 13 bis 18 Uhr zum Hundeschwimmen kommen. Das sei schon im vergangenen Jahr gut genutzt worden, erinnert sich Teamleiter Marco Seydewitz. „Hoffentlich wird es von Jahr zu Jahr noch besser“, wünscht er sich.


Von Gerhard Krämer
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