Grappertshofen: Große Matschfläche schockiert Anwohner | FLZ.de

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Veröffentlicht am 01.09.2023 16:09

Grappertshofen: Große Matschfläche schockiert Anwohner

Vom Rumpelsgraben selbst ist während der aktuell laufenden Umbauarbeiten wenig zu sehen. Nach dem Abschluss der laufenden Erdarbeiten soll er statt an der Kante zum Baugebiet Talaue 1 (linke Bildhälfte) ziemlich in der Mitte des Talraums verlaufen. (Foto: Andreas Reum)
Vom Rumpelsgraben selbst ist während der aktuell laufenden Umbauarbeiten wenig zu sehen. Nach dem Abschluss der laufenden Erdarbeiten soll er statt an der Kante zum Baugebiet Talaue 1 (linke Bildhälfte) ziemlich in der Mitte des Talraums verlaufen. (Foto: Andreas Reum)
Vom Rumpelsgraben selbst ist während der aktuell laufenden Umbauarbeiten wenig zu sehen. Nach dem Abschluss der laufenden Erdarbeiten soll er statt an der Kante zum Baugebiet Talaue 1 (linke Bildhälfte) ziemlich in der Mitte des Talraums verlaufen. (Foto: Andreas Reum)

Das Projekt ist etwas in zeitlichem Verzug, räumt Bürgermeister Claus Seifert ein. Eigentlich wollte man mit der Neugestaltung des Rumpelsgrabens bei Grappertshofen schon weiter sein. Aber zumindest mit den Kosten, so war der letzte Kenntnisstand des Stadtoberhaupts, von knapp einer Million Euro kommt man wohl hin.

Die Summe lässt ahnen, dass es bei dem Rumpelsgraben-Projekt nicht um eine Kleinigkeit geht. Die Ausmaße der aktuellen Bauarbeiten überraschen aber offenbar dennoch den einen oder anderen; jedenfalls formulierte ein Bürger: „Also die Anwohner sind schockiert.“

Es wächst kein Halm mehr zwischen „Talaue 1” und „Talaue 2”

In der Tat sprießt auf dem nicht ganz ein Hektar großen Areal zwischen „Talaue 1“ und „Talaue 2“ derzeit kein Halm mehr – eine riesige Keuperboden-Landschaft mit schroffen, hohen Rändern hin zu den beiden Baugebieten. Ein Übergangszustand, den die Bauarbeiten mit sich bringen.

Die Hänge werden, so erklärte Seifert, noch bepflanzt. Es wird ein Grünraum entstehen, in dem der Rumpelsgraben sich schlängeln kann und der mit der Zeit einen weitgehend sich selbst überlassenen Grünpuffer zwischen den beiden Baugebieten bilden wird.

Der Rumpelsgraben führte einst in ziemlich gerader Linie südlich an Grappertshofen vorbei. Mit der Planung und Erschließung des Baugebiets „Talaue 1“ vor rund zwei Jahrzehnten wurde der Graben ein Stück nach Norden und in einem Bogen verlegt. Was als gartennahes Fließgewässer für die Anrainer gedacht war, wandelte sich zu einem Erosionsproblem für die Siedlungsgrundstücke.

Größerer Durchlass unter der Staatsstraße

In der ursprünglichen Planung als Feng-Shui-Baugebiet (mit insgesamt vier Bauabschnitten) war aber offenkundig nicht berücksichtigt (oder eventuell auch noch nicht präzise genug durchgerechnet), dass es im zweiten Bauabschnitt ein Hochwasserproblem gibt. Dieses hofft die Stadt durch das Rumpelsgraben-Projekt in den Griff zu bekommen: Der Graben hat einen größeren Durchlass unter der Staatsstraße hindurch zur Scheine-Aue bekommen. In der Scheine-Aue wurde zudem eine ebenfalls knapp ein Hektar große Fläche zu einem Wasserrückhaltebecken umgestaltet.

Im Bereich des Neubaugebiets „Talaue 2“ werden durch die Hochwasserfreilegung weitere Bauparzellen am nördlichen und am nordöstlichen Rand ermöglicht, die auch schon weitestgehend erschlossen sind. Das verschafft der Stadt etwas Handlungsspielraum gegenüber von Bauwerbern, sind doch laut Bürgermeister Seifert inzwischen in „Talaue 2“ fast alle Parzellen – bis auf eine einzige – verkauft.

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