Gollhofen vor der Kommunalwahl 2026: Nur wenige möchten in den Gemeinderat | FLZ.de

foobarious
arrow_back_rounded
Lesefortschritt
Veröffentlicht am 06.02.2026 14:01

Gollhofen vor der Kommunalwahl 2026: Nur wenige möchten in den Gemeinderat

An neue Ziele braucht Jürgen Trabert erst einmal nicht zu denken. Zuerst muss das Begonnene zu Ende gebracht werden. (Foto: Gerhard Krämer)
An neue Ziele braucht Jürgen Trabert erst einmal nicht zu denken. Zuerst muss das Begonnene zu Ende gebracht werden. (Foto: Gerhard Krämer)
An neue Ziele braucht Jürgen Trabert erst einmal nicht zu denken. Zuerst muss das Begonnene zu Ende gebracht werden. (Foto: Gerhard Krämer)

Nachdem Gollhofens amtierender Bürgermeister Heinrich Klein auf eine erneute Kandidatur verzichtet hatte, gestaltete sich die Suche nach einem Nachfolger oder Nachfolgerin erst einmal schwierig. Erst kurz vor Bewerbungsschluss wurde Jürgen Trabert nominiert.

Bei der offiziellen Nominierungsversammlung in Gollhofen hatte sich nach langer Suche zwar ein Kandidat gefunden, der hatte aber am Mogen danach zurückgezogen. Die Suche begann von Neuem.

Die Hoffnung, in Gollachostheim eine Kandidatin oder Kandidaten zu finden, zerschlug sich rasch. Zudem erklärten sich als einziges zwei Frauen bereit, auf die Liste für den Gemeinderat zu kandidieren. Rein formal ist die Gollachostheimer Liste somit eine von landkreisweit nur zwei reinen Frauenlisten.

Für das Projekt Alte Ziegelei wird eine Lösung gesucht

Als Bürgermeisterkandidat ist nun Jürgen Trabert nominiert. Der 56-jährige Landwirtschaftsmeister gehört dem Gemeinderat bislang nicht an. Dass auf ihn einiges an Arbeit wartet, ist ihm bewusst. „Ich muss mich erst einarbeiten“, meint er. Seine Aufgaben sieht er erst einmal darin, begonnene Projekte zu Ende zu bringen. Deshalb habe er auch vorerst keine neuen Ziele.

In Gollhofen läuft die Dorferneuerung mit Sanierung der Bundesstraße 13. Ein großer Brocken für den Gemeinderat wird das Projekt Alte Ziegelei sein. Das gilt es für ihn, in irgendeiner Form weiterzuführen. Denn es geht um die Suche nach einem Investor oder um die Frage der Nutzung. Auch ein Abriss sei letztendlich nicht ausgeschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren
Sitzungsgeld im Vergleich: Das „verdienen” Stadt- und Gemeinderäte im Kreis NeustadtRatsneuling Michael Seybold wird in Gebsattel gleich dritter BürgermeisterWilburgstetten: Gemeinderat gibt grünes Licht für geplanten GenerationenwohnparkNeue Wanderwege in der Gemeinde Simmershofen: Viel Natur für die ganze FamilieWassertrüdinger CSU reflektiert Wahl: Weniger Sitze, aber weiter stärkste FraktionAbschied nehmen auf der Burg von ColmbergMehr Sicherheit in Betzendorf: Stadtrat stimmt Verkehrsinseln zuInsinger Gemeinderat startet: Ein Neuer wird gleich zweiter BürgermeisterWie im Stadtwald von Burgbernheim kleine Bäume vor Verbiss geschützt werdenPersonelle Neuausrichtung beim Bürgerbündnis Stadt und Land WassertrüdingenAbschied und Willkommen im Gemeinderat Ohrenbach: Fünf Neugewählte vereidigtGlasfaser für 45 weitere Adressen in Neuendettelsau: Was das die Kommune kostetNach Streit um Heizkraftwerk: Nahwärmenetz für Rügland nimmt eine weitere HürdeMit Flohmarkt und Blaulicht-Einblicken: Freibad-Eröffnung in LichtenauBeim Dorfgemeinschaftshaus Oberscheckenbach hat der Feuerwehrteil Priorität

Und es gibt auch Dinge, deren Sinn er nicht ganz einsieht. Die Rekultivierung der Deponie zum Beispiel, die 1,5 Millionen Euro kosten soll. Es sei kein schlechtes Material eingebaut worden. Und dann ist da noch die Zauneidechse, die umgesiedelt werden müsste, obwohl sie sich auf dem Areal, so wie es ist, anscheinend wohlfühlt.

Neben diesen baulichen Dingen ist es Trabert ein Anliegen, die Gemeinschaft und den Zusammenhalt zu fördern. Damit seien auch die beiden Ortsteile gemeint.

Bewerbungsdichte ist die geringste im Kreis

Sieben Frauen und drei Männer treten auf den beiden Listen insgesamt an, was eine Frauenquote von 30 Prozent bedeutet. Das Durchschnittsalter beträgt gut 46 Jahre, rund ein Jahr höher als der Landkreisdurchschnitt.

Mit statistischen 1,25 Bewerbungen je Ratssitz hat Gollhofen die niedrigste Kandidatendichte unter allen 38 Kommunen im Landkreis. Nur zwei Nominierte werden keinen Ratssitz erringen. Das kleine Bewerberfeld in Gollhofen hat im Übrigen zum Effekt, dass jetzt schon klar ist: Im Gemeinderat werden mindestens fünf Männer und mindestens eine Frau sitzen.

Auch vor sechs Jahren gab es kein Gedrängel um die Ratssitze

Zum Vergleich: 2020 waren es die gleichen beiden Listen mit 13 Nominierten. Das war auch schon vor sechs Jahren – wenn auch nur knapp – der geringste Andrang auf die Ratssitze. Das Durchschnittsalter der Kandidierenden betrug gut 42 Jahre. Fünf der acht amtierenden Räte kandidieren erneut, fünf der zehn standen 2020 nicht zur Wahl.

Noch eine Besonderheit: Die Gollachostheimer Liste geht mit nur zwei Personen in die Wahl, was es sonst nirgends im Landkreis gibt und was als Handicap eingestuft werden muss: Mit jeder Listenstimme verlieren die Gollachostheimer ein Viertel ihres Stimmenpotenzials. Theoretisch ist der Fall denkbar, dass der nur zweiköpfigen Gollachostheim-Liste drei Mandate zustünden. Dann bliebe einer der acht Ratssitze für die Dauer der neuen Legislaturperiode unbesetzt.

Die Ausgangslage in Gollhofen

  • Amtierender Bürgermeister:
    Heinrich Klein (Freie Wählergemeinschaft Gollhofen)
  • Aktueller Gemeinderat (8 Sitze):
    FW Gollhofen: 6
    Wählervereinigung Gollachostheim: 2
  • Fürs Bürgermeisteramt nominiert:
    Jürgen Trabert (FW Gollhofen)
  • Für den Gemeinderat nominiert sind 10 Personen (7 Männer/3 Frauen):
    FW Gollhofen: 8 (7/1)
    WV Gollachostheim: 2 (0/2)

north