Gestaltung der Bamberger Straße: Das sind die Sanierungspläne für Diespeck | FLZ.de

foobarious
arrow_back_rounded
Lesefortschritt
Veröffentlicht am 02.03.2026 11:45

Gestaltung der Bamberger Straße: Das sind die Sanierungspläne für Diespeck

Bis Ende 2028 sollen die Bamberger Straße fertiggestellt werden. Anwohner können in einem Gespräch noch ihre Gestaltungsvorschläge einbringen. (Foto: Christa Frühwald)
Bis Ende 2028 sollen die Bamberger Straße fertiggestellt werden. Anwohner können in einem Gespräch noch ihre Gestaltungsvorschläge einbringen. (Foto: Christa Frühwald)
Bis Ende 2028 sollen die Bamberger Straße fertiggestellt werden. Anwohner können in einem Gespräch noch ihre Gestaltungsvorschläge einbringen. (Foto: Christa Frühwald)

Die Sanierung der Bamberger Straße in Diespeck stand im Fokus der Februar-Sitzung des Diespecker Gemeinderates. Dazu kam auch der Landschaftsplaner Matthias Rühl. Er ging auf die Vorstellungen des Gremiums ein. Einen geplanten künstlerischen Wettbewerb lehnten die Gemeinderäte ab.

In Diespeck sollen die Arbeiten zur Gestaltung der Bamberger Straße wieder aufgenommen werden. Aus finanziellen Gründen war eine Pause eingelegt worden, betonte Bürgermeister Markus Helmreich. „Wir mussten erst einmal Luft holen”, sagte der Bürgermeister.

Am Grundgerüst der Sanierungen habe sich nicht viel geändert. Nur so viel vorneweg: Es soll keine Pflasterung mehr zur Aufwertung der Straße vorgenommen werden. Zu viel Ärger und schlechte Erfahrungen habe es bisher in den anderen Bauabschnitten der Dorfsanierung mit Pflastersteinen gegeben. Darüber waren sich übrigens alle Fraktionen einig. Rühls Stand der Arbeiten stammte noch aus dem Jahr 2024. Die Ratsmitglieder einigten sich, die Straßenquerungen nun mit farbigem Asphalt aufzulockern.

Diskussionen um Bäume und Brunnen

In der Bamberger Straße auf Höhe der früheren VR-Bank sei die Pflanzung dreier Bäume vorgesehen. Hartmut Tanzberger (CSU) erinnerte daran, dass dort ein Transformator gesetzt werde und der Platz für Bäume schlicht und einfach fehle. Rühl schlug vor: An der Ecke wäre noch Raum zumindest für einen Baum. Helmut Roch erklärte, das Areal dort sei historisch, denn früher sei das der Dorfplatz gewesen, und er regte dort einen Brunnen an, da eine Quelle bereits vorhanden sei. Carola Grimm (SPD) meinte: „Wir haben schon genügend Brunnen in Diespeck”. Hartmut Mitländer (CSU) möchte dort Bäume haben, auch als Hitzeschutz. Markus Rieder (CSU) will mit den Anwohnern sprechen. Die Gestaltung soll gemeinsam entschieden werden.

Schon in der Bürgerredezeit zu Sitzungsbeginn regte der Anwohner Hilmar Krämer an, die Bushaltestelle in der Bamberger Straße zu verlegen. Der Planer Matthias Rühl wird diesen Vorschlag prüfen lassen. Ein Problem seien die Parkplätze beim Friseur „Schnittpunkt”. „Da ist aus Platzgründen nur ein einziger drin, da die Einfahrten zu nah sind”, sagte Rühl. Auf der gegenüberliegenden Straßenseite fehlt ebenfalls der Platz, hieß es. Rühl: „Es gibt andere Parkmöglichkeiten, da müssten die Leute eben etwas laufen”.

Das könnte Sie auch interessieren
In Wettringen werden fünf neue Mitglieder des Gemeinderates vereidigt„Fang mer ou”: Die neue Rathauschefin von Geslau legt mit einem Mundartsatz losVerabschiedung von Rothenburger Stadträten: 282 Jahre ErfahrungViel Applaus und Standing Ovations für ehemalige Stadtratsmitglieder in RothenburgFehler beseitigen: Die Sanierung des Kita-Dachs beschäftigt Wieseths GemeinderatIn Wörnitz wird eine Brücke neu gebaut: Kreisstraße AN 5 ist ab Montag gesperrtIn Neusitz werden sieben neue Mitglieder des Gemeinderates vereidigtPremiere in Schillingfürst: Großer Andrang bei erster Sitzung von Markus Dinzl„Mammutaufgabe” in Rothenburg: Millionenprojekt in der Altstadt ist abgeschlossenDer Langenfelder „Dorflinden-Botschafter” geht nach 42 Jahren in den RatsruhestandGeplanter Bürgerbus und ein neuer Radweg: Diese Projekte treibt Gebsattel voranHaushaltsplan 2026: Gemeinde Windelsbach stellt Weichen für die ZukunftEin „historischer Haushalt” für WettringenAbschluss der Renovierung: Bischof besucht St. Peter und Paul in HalsbachHaushalt 2026: Fraktionen im Stadtrat Dinkelsbühl benennen die Problemzonen

Historische Wasserstelle: Einst eine Pferdetränke

Am Gasthaus Müller und Anwesen Grau steht ein Brunnen, den die Gemeinde unbedingt erhalten möchte, wie Bürgermeister Helmreich sagte. Daneben sollen ein Baum und eine Sitzbank hinkommen. Denn auch dieser Platz habe einen historischen Hintergrund: Die Wasserstelle diente früher als Pferdetränke.

Von einem ursprünglich künstlerischen Wettbewerb nehmen die Gemeinderäte nun Abstand, beschloss das Gremium einstimmig. In Zeiten leerer Kassen sei dies nicht mehr finanzierbar. Jetzt wolle man einen Steinmetz anschreiben, der Vorschläge und Angebote machen solle.

Tanzberger fand, es müsse unbedingt pflegeleichtes Material verwendet werden. Und Rühl schlug vor, außen Kalkstein oder Granit und innen Metall zu verwenden. Es werde ein Laufbrunnen, der mit einer Zeitschaltuhr betrieben wird, um nicht rund um die Uhr zu plätschern. Roland Schmidt (Bürgerforum) regte an, Kupfer zu nehmen. Auch mit Blumenschmuck soll das Plätzchen aufgewertet werden. Vielleicht könne man die Blumen direkt in die Erde pflanzen, so die Idee von Carola Grimm.

Ausschreibungen erfolgen möglichst bis zum Jahresende

Im April möchte man die Anwohner mit ins Boot nehmen und mit ihnen die Gestaltung besprechen. Bis Juli soll die Auswertung erfolgen, und die Ausschreibungen sollen möglichst bis Ende des Jahres erfolgen. 2027/28 sind dann die Sanierungen geplant, beschlossen die Ratsmitglieder einstimmig.

Ein weiterer Beschluss in der Sitzung war, die Aufstellung von zwei weiteren Solar LED-Straßenlampen. Eine ist nach der Fahrradunterführung am Ausgang in Richtung Diespeck auf Höhe „Burger King” geplant. Eine weitere soll zu den bereits vorhandenen Leuchten in der Nähe des Festplatzes errichtet werden.

Beschlossen wurde außerdem ein Schleppdach für den Bauhof; 8000 bis 9000 Euro kalkulierte man dfür ein. Unterstellmöglichkeiten habe man nie zu viel, fand Bürgermeister Helmreich. Auch dieser Beschluss erfolgte einstimmig.

north