Gebühr im Pendler-Parkhaus an Ansbachs Bahnhof drastisch erhöht | FLZ.de

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Veröffentlicht am 29.01.2024 17:03

Gebühr im Pendler-Parkhaus an Ansbachs Bahnhof drastisch erhöht

Im Bahnhofs-Parkhaus verdoppelt sich die Tagesgebühr auf drei Euro, auf dem Parkplatz Feuerbachstraße, der bisher kaum genutzt wird, dagegen wird das Parken günstiger. (Foto: Antonia Müller)
Im Bahnhofs-Parkhaus verdoppelt sich die Tagesgebühr auf drei Euro, auf dem Parkplatz Feuerbachstraße, der bisher kaum genutzt wird, dagegen wird das Parken günstiger. (Foto: Antonia Müller)
Im Bahnhofs-Parkhaus verdoppelt sich die Tagesgebühr auf drei Euro, auf dem Parkplatz Feuerbachstraße, der bisher kaum genutzt wird, dagegen wird das Parken günstiger. (Foto: Antonia Müller)

Das Parken in Ansbach wird teurer. Ab dem 1. März steigen die Preise fürs Autoabstellen um durchschnittlich 20 Prozent. Bei einigen Parkplätzen und Parkhäusern steigen die Gebühren sogar noch stärker. So hat es der Haupt-, Finanz- und Wirtschaftsausschuss einstimmig dem Stadtrat empfohlen. Die bislang letzte Gebühren-Erhöhung hatte es vor fünf Jahren gegeben.

Um Mehreinnahmen zu erzielen, hatte der Stadtrat bei den Haushaltsberatungen im November 2023 die „Anpassung der Parkgebühren“ beschlossen. Das soll jetzt im Stadtrat vollzogen werden.

Konkret bedeutet das, dass man beim Innenstadtparken in der Zone 0 je angefangene halbe Stunde 30 statt bisher 20 Cent bezahlen muss. In der Zone 1 sind es statt 30 Cent künftig 40 Cent und in der Zone 2 dann 50 Cent statt 40 Cent.

Mehrbelastung von 30 Euro pro Monat

In der Zone 3 werden künftig pro angefangene halbe Stunde 70 statt der bisherigen 60 Cent fällig. In den Zonen 3 und 4 kostet das Kurzzeitparken bis 20 Minuten künftig 20 statt bisher zehn Cent. Durch diese Gebührenanpassung erhofft sich die Stadt jährliche Mehreinnahmen von rund 218.000 Euro.

Im besonders von Pendlern genutzten Parkhaus am Bahnhof verdoppelt sich das Entgelt von bisher 1,50 Euro pro Tag auf 3 Euro pro Tag. Bei 20 Arbeitstagen werden Pendler also künftig im Monat 60 statt bisher 30 Euro berappen müssen. Bei gleichbleibender Auslastung – und das Parkhaus ist an Werktagen tagsüber in der Regel komplett voll – rechnet die Stadt mit jährlichen Mehreinnahmen von rund 100.000 Euro.

Auf dem direkt daneben liegenden Parkplatz Feuerbachstraße, der wegen des günstigeren Parkhauses kaum genutzt wurde, sinken die Gebühren dagegen. Hier wird eine eigene Zone 4 eingerichtet, in der das Parken pro angefangene halbe Stunde nur noch 20 statt der bisherigen 30 Cent kostet. Um das Parken hier noch attraktiver zu machen, wird es ein 30-Tages-Ticket für 69 Euro und ein 365-Tages-Ticket für 749 Euro geben. Von den Dauer-Parktickets wird nur eine begrenzte Anzahl ausgegeben, um genügend Parkplätze für Nicht-Dauerkarteninhaber zur Verfügung zu haben.

Anders sieht es im Parkhaus Altstadt aus, wo die Gebühren pauschal um 20 Prozent steigen. Hier kostet die angefangene halbe Stunde künftig 1,20 Euro statt bisher einen Euro. Die Tageshöchstgebühr steigt von 5 auf 6 Euro. Hier erwartet man jährlich rund 15.000 Euro mehr.

Satte Aufschläge auf dem Rezatparkplatz West

Satte Aufschläge setzt es auf dem Rezatparkplatz West, der früher beschrankt war, und wo es seit ein paar Monaten eine Kennzeichenerkennung gibt. Hier kosteten die ersten zwei Stunden Parkzeit bisher 70 Cent, was mit den Gebühren im benachbarten Brücken-Center identisch war. Ab März werden die ersten zwei Stunden zwei Euro kosten – mehr als eine Verdreifachung des Preises. Die Tageshöchstgebühr wird hier von acht auf zehn Euro steigen. Durch die Gebühren-Anpassung erhofft sich die Stadt jährliche Mehreinnahmen von 20.000 Euro.

Im Parkhaus Altstadt und auf dem Rezatparkplatz West vermietet die Stadt Ansbach auch Dauerstellplätze. Im Parkhaus Altstadt steigt die Monatsgebühr von 45 auf 55 Euro und die Jahresgebühr von 476 auf 600 Euro.

Auf dem Rezatparkplatz West kostet der Dauerstellplatz monatlich künftig 30 statt bisher 25 Euro, Innenstadtbewohner zahlen monatlich 25 statt bisher 18 Euro. Ähnlich sieht es bei der Jahresmiete aus: Hier zahlt man 324 statt bisher 270 Euro, Innenstadtbewohner 264 statt bisher 192 Euro. Bei den Dauerstellplätzen erwartet man Mehreinnahmen von rund 25.000 Euro.

Mehreinnahmen von 378.000 Euro pro Jahr

Insgesamt ergeben sich durch die Gebühren-Erhöhung Mehreinnahmen von 378.000 Euro. Da die Anpassung erst ab 1. März greift, erwartet die Stadt im Jahr 2024 rund 315.000 Euro mehr.

Hochgerechnet wurden die Mehreinnahmen auf der Grundlage der Einnahmen aus dem Jahr 2022. „Ob sie tatsächlich erzielt werden, hängt davon ab, inwiefern sich das Parkverhalten durch die Preisanpassung ändert“, heißt es in der Verwaltungsvorlage. Schließlich könnten die Autofahrer ja auch auf günstigere oder gar kostenlose Parkplätze ausweichen. Auch ein Umstieg auf den ÖPNV sei möglich.

Übrigens: Die zu erwartenden Mehreinnahmen sind bereits im mühsam erstellten Haushalt 2024 fest eingeplant.


Winfried Vennemann
Winfried Vennemann
Redakteur
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