Für Euro gibt’s NEAnder-Taler | FLZ.de

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Veröffentlicht am 13.05.2022 06:48

Für Euro gibt’s NEAnder-Taler

Vom geplanten Online-Marktplatz des Landkreises Neustadt/Aisch-Bad Windsheim ist hauptsächlich die Idee eines kreisweiten Gutschein-Systems übrig geblieben. Die künftige Landkreis-Währung bekommt den Namen NEAnder-Taler, kündigte Michael Capek an.

Capek erstattete gestern Nachmittag namens der Kreiswirtschaftsförderung dem Kreisentwicklungsausschuss Bericht zum Online-Marktplatz-Projekt. Eigentlich hatte man sich davon versprochen, den Betrieben im Landkreis mit einer gemeinsamen Plattform unter die Arme greifen zu können. Doch wollten da zu wenige Unternehmen mitmachen. Die Gutschein-Idee jedoch will man nun weiter ausfeilen. Alle Betriebe sollen sich einklinken können, Händler ebenso wie Gastronomen oder andere Dienstleister, erklärte Capek.

Den NEAnder-Taler soll es – freilich gegen harte Euro – sowohl in klassisch-analoger Gutscheinform als auch digital geben. Capek kündigte für den 1. und 2. Juni Informationsveranstaltungen für die Unternehmen an. Im Herbst ist eine weitere Erläuterung vorgesehen zu der Möglichkeit, den NEAnder-Taler als Mitarbeitergutschein zu verwenden.

Die Namensgebung gab im Ausschuss etwa Anlass zu Redebeiträgen. Neuhofs Bürgermeisterin Claudia Wust formulierte diplomatisch, dass sie habe schmunzeln müssen. Denn es erinnere sie daran, dass in ihrer Jugend das Neustädter Autokennzeichen bisweilen als Abkürzung für Neandertaler gelesen worden sei.

Genau wegen des Schmunzeleffekts habe man den Namen genommen, konterte Capek. Laut dem Wirtschaftsförderer waren „NEAnder-Taler“ und „Aisch-Taler“ die beiden Top-Vorschläge bei dem unter anderem von den beiden Werbegemeinschaften in Neustadt und Bad Windsheim unterstützten Projekt. Und: Beileibe nicht nur die Neustädter hätten sich dafür ausgesprochen, sondern sehr wohl auch Unternehmen aus dem gesamten Landkreis.

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Ob nun Online-Marktplatz oder Gutschein-System – für Landrat Helmut Weiß war der zentrale Aspekt an der Debatte: „Gut ist, dass die Wertschöpfung im Landkreis bleibt.“

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