Reibungslos verlief die Aufstellung der Liste der Freien Wählergemeinschaft (FWG) in Wilhelmsdorf. Alle bisher im Gemeinderat vertretenen Mitglieder treten wieder an. Auch der Rest der Kandidaten war zum Großteil bereits bei der vorigen Kommunalwahl am Start.
Bei den Listenplätzen habe man sich an der Stimmenzahl bei der Kommunalwahl vor sechs Jahren orientiert, erläuterte Andrea Rabert, die die Versammlung leitete. Dabei, so sahen es sie selbst und der Wahlleiter Roland Blaufelder, sei eine gute Mischung zustande gekommen: Junge und Alte, Frauen und Männer, Leute, die im Kernort wohnen und solche aus den Ortsteilen, Wilhelmsdorfer Urgesteine und Zugezogene.
Bisher ist die FWG mit vier Mitgliedern im Gemeinderat vertreten. Dieter Bergler, Andrea Rabert (zugleich zweite Bürgermeisterin), Patrick Winkelhöfer und Christian Ittner treten erneut an und belegen die Listenplätze eins bis vier. Als Bauhofleiter ist der auf Listenplatz 1 gesetzte Bergler für die ganzen technischen Probleme in der Gemeinde verantwortlich. Außerdem ist er Feuerwehrkommandant der Ortsteilwehr in Ebersbach/Oberalbach. Rabert (Platz 2) hat sich hingegen mehr das Soziale auf die Fahnen geschrieben. Für die Belange der Jugend und der Senioren will sie sich auch weiterhin stark machen.
Winkelhöfer freute sich insbesondere, dass man bei der Erneuerung der Infrastruktur vom Klein-Klein vergangener Jahre abgekommen sei. Die Ausschreibung mehrerer Straßenzüge, zuletzt bei der Wasserleitung, sei wirtschaftlich sinnvoll. Als Kommandant der Feuerwehr im Hauptort sprach er gleichzeitig ein Ereignis an, das gezeigt habe, was ein Dorf leisten kann, wenn alle zusammen hinlangen: Das Feuerwehrfest im vergangenen Jahr wurde in dieser Hinsicht später auch noch von Bürgermeister Rüdiger Probst hervorgehoben. Ittner hat beruflich mit den ortsansässigen Gewerbebetrieben zu tun und hat sich vorgenommen, die Arbeitsplätze in Wilhelmsdorf zu erhalten.
Auch die weiteren elf Kandidatinnen und Kandidaten stellten sich kurz vor und erläuterten ihre Motivation. Der Einsatz für die Ortsteile, für junge Familien und für die Infrastruktur wurden dabei genannt. Das Einbringen von beruflicher Expertise war genauso Antrieb wie die Freude darüber, in einer gut funktionierenden Dorfgemeinschaft zu leben und der Wunsch, dazu beizutragen, dass das so bleibt. Am konkretesten nannte Theresa Ebel Ideen für Veranstaltungen, die den Zusammenhalt weiter stärken würden: einen Hofflohmarkt, ein Repaircafé oder ein Generationentreff seien Formate, die sie sich vorstellen könnte.
Die FWG ist die erste Gruppierung, die in Wilhelmsdorf nominierte. Die anderen beiden Parteien und Gruppierungen stellen ihre Listen in den nächsten Tagen auf. Dass man aber partei- und gruppierungsübergreifend gut zusammenarbeitet, wurde dadurch unter Beweis gestellt, dass Bürgermeister Rüdiger Probst zur Nominierung eingeladen wurde, der für die CSU/Freie Bürger angetreten ist. Er stellte in seiner Rede die künftigen Herausforderungen für die Gemeinden heraus. Die sind nicht gering. Zu den inhaltlichen Problemen kommt noch etwas hinzu, so Probst: „Hass und Hetze gegen Amtsinhaber nehmen zu.“ Allgemein sei es so: „95 Prozent der Menschen erfordern fünf Prozent der Energie.“ Das Problem sind die anderen fünf Prozent mit teils überzogenem Anspruchsdenken.
Die Altersangabe bezieht sich auf den Wahltag, den 8. März 2026.