Eine wichtige personelle Veränderung in der SPD-Stadtratsfraktion war das zentrale Thema der vergangenen Sitzung des Bau- und Verwaltungsausschusses Uffenheim. Denn Wolfgang Barz will seinen Vorsitz an Bernhard Schurz übergeben. Abseits davon wurden drei Bauanträge, davon ein umstrittener, besprochen.
Wolfgang Barz – seit 1996 Stadtrat und Fraktionsvorsitzender der SPD-Stadtratsfraktion – bekräftigte während der Ausschusssitzung seinen bereits im Dezember 2023 geäußerten Wunsch, vom Fraktionsvorsitz zurückzutreten und diesen an Stadtrat Bernhard Schurz zu übergeben.
Mit diesem Revirement innerhalb der SPD-Stadtratsfraktion will Barz – der seit 28 Jahren die Geschicke der SPD in Uffenheim entscheidend beeinflusst – in Zukunft als einfacher Stadtrat ein wenig kürzer treten.
Damit verschieben sich auch die Aufgabengebiete innerhalb der Fraktion: Bernhard Schurz erhält den Fraktionsvorsitz von Barz und das Amt des stellvertretenden Vorsitzenden übernimmt Andreas Schober von Ursula Suchanka.
Dadurch ändert sich außerdem die Reihenfolge jener Stadträte, die den Bürgermeister und seine zwei Stellvertreter ersetzen müssen, sollten die drei gleichzeitig verhindert sein. Diese sind künftig: 1. Achim Endreß (CSU), 2. Bernhard Schurz (SPD), 3. Susanne Holzmann (FW), 4. Andreas Zander (BL) und 5. Thomas Schmitt (Grüne).
Der Stadtrat muss in seiner nächsten Sitzung diesen Änderungswünschen noch zustimmen und die Geschäftsordnung der neuen Zusammensetzung der SPD-Fraktion entsprechend anpassen. In Kraft treten kann die Änderung dann zum Donnerstag, 1. Februar.
Zwei der drei eingereichten Bauanträge – die Fassadensanierung des Hauses Marktplatz 6 und der Anbau eines Edelstahlkamins an das Haus Marktplatz 14 – fanden die einhellige Zustimmung des Gremiums. Abgelehnt wurde dagegen der Antrag auf die Befreiung von der im Bebauungsplan festgelegten Höhe der Oberkante des Erdgeschoss des am Schlössleinsbuck 4 geplanten Hauses von maximal 25 auf 39 Zentimeter über der festgelegten Geländehöhe.
Gegen dieses höhere Gebäude hatte sich schon der Nachbar gewehrt, weil ihm dieses die Sonne wegnehme und auch das Landratsamt hatte deutliche Bedenken angemeldet. Dem schlossen sich nun die Ausschussmitglieder an und lehnten eine Befreiung von den Vorgaben des Bebauungsplans einstimmig ab.
Um eine Lösung des Problems zu finden, schlug Bürgermeister Wolfgang Lampe dem Bauwerber des Hauses Nr. 4 vor, das Fundament um besagte 14 Zentimeter tiefer zu setzen. Achim Endreß erklärte dazu, dass „das noch der geringste Aufwand wäre“. Diana Alt glaubt zudem, dass „das die Nachbarschaftsverhältnisse befrieden würde“.
Ivonne Geißdörfer sieht hingegen noch eine ganz andere Lösung: „Zur Zeit sind in diesem Haus Raumhöhen von bis zu 2,75 Meter geplant, am einfachsten wäre es, diese entsprechend zu verringern“. Welchen der Vorschläge der Bauwerber in die Praxis umsetzt, wird sich zeigen, jedenfalls wurde ihm vorläufig die beantragte Befreiung einstimmig versagt.