Flughistoriker von Gustav Weißkopf überzeugt: Waren die Wrights also Fotofälscher? | FLZ.de

foobarious
arrow_back_rounded
Lesefortschritt
Veröffentlicht am 26.02.2026 20:53

Flughistoriker von Gustav Weißkopf überzeugt: Waren die Wrights also Fotofälscher?

Um dieses Bild der Gebrüder Wright geht es. Es soll gefälscht sein. (Foto: John T. Daniels)
Um dieses Bild der Gebrüder Wright geht es. Es soll gefälscht sein. (Foto: John T. Daniels)
Um dieses Bild der Gebrüder Wright geht es. Es soll gefälscht sein. (Foto: John T. Daniels)

Am Donnerstagabend hat John Brown „eines der berühmtesten Fotos der Welt“ seziert. Es stammt aus dem Jahr 1903 und soll den ersten Motorflug der Geschichte zeigen, also jenen am 17. Dezember mit Wilbur Wright und dem Fluggerät Flyer I.

Sein 90-Minuten-Plädoyer beendete der Flughistoriker, Pilot und qualifizierte Fotograf Brown mit dem Satz: „Glauben Sie nur, was Sie sehen!“ Und genau hinsehen mussten die in der Hochschule München und per Live-Übertragung Zuschauenden sehr wohl. Denn John Brown zeigte vor allem auf jede Menge Überraschendes auf diesem Bild.

Vor allem auf die Schatten von Orville auf dem Flieger, seinem Bruder Wilbur im Sand des Strands von Kitty Hawk in North Carolina und einen kleinen Kasten, der mitten in der Szene steht, zeigte Brown – denn die weisen in verschiedene Richtungen.

„123 Jahre hat das niemand gemerkt“, erklärte der Flughistoriker. „Was sagt nun das Deutsche Museum München dazu?“ fragte er in den Raum. Denn die Führung des bekannten Technik-Tempels steht steif und fest dazu: Die Gebrüder Wright waren die ersten Motorflieger. Und nicht der in Leutershausen geborene Gustav Weißkopf.

Dass dessen Flüge schon 1901 stattgefunden haben, das steht für John Brown ohnehin fest. Zumal über deren Erstflug am 14. August 1901 bis Ende dieses Jahres 1183 Zeitungsartikel weltweit erschienen sind – und nicht nur einer, wie vielfach behauptet.

Das könnte Sie auch interessieren
Heimatmuseum Dietenhofen wirbt für gemeinsame Großeltern-Enkelkind-BesucheUnmut über die Gastronomie in den drei Gasthäusern im Freilandmuseum Bad WindsheimDer „Vater der ungarischen Komponisten”: Wie Hans von Koessler nach Ansbach kam64 Meter Gleis: „Großer Bahnhof” beim Historischen Verein Bad WindsheimBesuch aus Südbrasilien: Lustige Volkstanzgruppe Bergtal kommt nach FeuchtwangenGedenkfeier für Johann Peter Uz in Ansbach – Neue Büste enthüllt„Mammutaufgabe” in Rothenburg: Millionenprojekt in der Altstadt ist abgeschlossenAusstellung in Bad Windsheim zeigt, wie es in mittelalterlichen Spitälern zuging„Eisenhans” und Feuerwerk: Mittelalterliches Marktfest in Markt Erlbach 2026Ansbacher Alltag vor 100 Jahren: Die Schmiede kämpfen ums ÜberlebenSabine Böhne-Di Leo macht in Rothenburg den Wert der Pressefreiheit deutlichSieglinde Botteschs „Hexenzyklus”: Ausstellung im Haus der Geschichte DinkelsbühlHeimat-Erlebnistag im Kreis Neustadt/Aisch-Bad Windsheim: Was Familien geboten istAnsbacher Alltag vor 100 Jahren: Bäume für das UlanendenkmalFast 800 Jahre Geschichte: der Friedhof in Weidenbach

Ausführliche Berichterstattung folgt.

north