Fischernte in Ehingen: Der trockene Sommer hat den „Himmelsweihern“ zugesetzt | FLZ.de

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Veröffentlicht am 02.11.2025 11:57

Fischernte in Ehingen: Der trockene Sommer hat den „Himmelsweihern“ zugesetzt

Die Ernte läuft auf Hochtouren: Unser Bild zeigt die Helfer am oberen Brunnweiher in der Gemeinde Ehingen. (Foto: Jürgen Eisen)
Die Ernte läuft auf Hochtouren: Unser Bild zeigt die Helfer am oberen Brunnweiher in der Gemeinde Ehingen. (Foto: Jürgen Eisen)
Die Ernte läuft auf Hochtouren: Unser Bild zeigt die Helfer am oberen Brunnweiher in der Gemeinde Ehingen. (Foto: Jürgen Eisen)

Wenn im Herbst die Nebelschwaden übers Land ziehen und sich die Blätter an den Bäumen verfärben, finden nicht nur in Dinkelsbühl die Fischerntewoche/Regionaltage und in Feuchtwangen die Wild- und Fischtage statt. Viele Teichwirte der Region fahren mit dem Abfischen der oft Jahrhunderte alten Teiche die Ernte ein.

Dabei wird sichtbar, was die Mühe und der Einsatz des ganzen Jahres letztlich an Ertrag bringen. Dabei hilft die Nachbarschaft zusammen. Spielen doch viele Faktoren im Laufe eines Jahres eine Rolle, ob es ein gutes, ein durchwachsenes oder ein schlechtes Fischjahr ist.

Wärme fördert das Algenwachstum

Die Trockenheit im Sommer setzte vor allem den ausschließlich durch Regenfälle gespeisten „Himmelsweihern“ zu. Andererseits fressen die Karpfen bei höheren Temperaturen das aus heimischem Anbau zugefütterte Getreide besser. Die Wärme aber fördert das Algen- und Pflanzenwachstum und damit den Sauerstoffverbrauch in den Weihern. Ein guter Zufluss oder wo möglich künstliche Belüftung sorgen für entsprechenden Sauerstoffnachschub.

Schließlich beeinflussen auch Krankheiten und Störungen, wie durch Biber verursachte Schäden an den Weiherdämmen oder Fressfeinde, das Abfischergebnis. Vor allem Kormorane oder die vielen Reiher können einen Bestand erheblich dezimieren oder im Wachstum hemmen.

Biber schaffen Biotope. Durch das aufgestaute Wasser sterben Bäume ab. Doch in den Stämmen und auch in den Flachwasserbereichen finden zahlreiche Arten eine Heimat.  (Foto: Antonia Müller)
Biber schaffen Biotope. Durch das aufgestaute Wasser sterben Bäume ab. Doch in den Stämmen und auch in den Flachwasserbereichen finden zahlreiche Arten eine Heimat.  (Foto: Antonia Müller)

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Raubfische haben eine wichtige Rolle inne

Neben dem Fränkischen Karpfen, der nach wie vor die Hauptfischart der Region ist, spielen Raubfische wie Hecht oder Zander sowie Schleien und Weißfische eine Rolle. Dabei übernehmen die Raubfische die Rolle der natürlichen Feinde kleiner Weißfische und gedeihen neben den Karpfen im gleichen Weiher.

Nicht alle gefangenen Karpfen landen zwangsläufig als Spezialität auf den Tellern der Gaststätten in der Region. Vielfach dienen sie, je nach Größe und Gewicht, als Besatz für andere Weiher und Gewässer, um dort auf die gewünschte Größe zu wachsen oder die Fänge der Angler zu ersetzen.


Von Jürgen Eisen
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