Feuchtwangen würdigt „Macherin“ und Festplatz-Manager | FLZ.de

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Veröffentlicht am 11.10.2024 16:54

Feuchtwangen würdigt „Macherin“ und Festplatz-Manager

Zusammen mit Bürgermeister Patrick Ruh (rechts) freuten sich Helga Deininger und Günter Wunderle – seine Frau Renate Hartmann-Wunderle war aus persönlichen Gründen verhindert – über die Stadtmedaille, die ihnen verliehen wurde. (Foto: Jasmin Kiendl)
Zusammen mit Bürgermeister Patrick Ruh (rechts) freuten sich Helga Deininger und Günter Wunderle – seine Frau Renate Hartmann-Wunderle war aus persönlichen Gründen verhindert – über die Stadtmedaille, die ihnen verliehen wurde. (Foto: Jasmin Kiendl)
Zusammen mit Bürgermeister Patrick Ruh (rechts) freuten sich Helga Deininger und Günter Wunderle – seine Frau Renate Hartmann-Wunderle war aus persönlichen Gründen verhindert – über die Stadtmedaille, die ihnen verliehen wurde. (Foto: Jasmin Kiendl)

In Würdigung ihres herausragenden Engagements für Feuchtwangen hat der Stadtrat Helga Deiniger und dem Ehepaar Renate Hartmann-Wunderle und Günter Wunderle die Stadtmedaille verliehen. Überreicht hat sie ihnen nun Bürgermeister Patrick Ruh im Rahmen eines Festakts im kleinen Sitzungssaal des Rathauses.

„Ihre Heimatstadt möchte Ihnen persönlich danken“, sagte Ruh zu Helga Deininger. Die 90-Jährige selbst wolle um ihre Person kein Aufheben machen. „Wir brauchen aber auch Vorbilder, wenn wir wollen, dass Menschen Verantwortung übernehmen“, betonte der Bürgermeister.

Bei Helga Deininger seien da zum einem eine Vielzahl von Ämtern aufzuzählen. Über 30 Jahre übernahm sie Führungsverantwortung beim evangelischen Bildungswerk. Fast genauso lange war sie Mitglied des Kirchenvorstands, gehörte sogar der Landessynode an. Als Dekanatsmissionsbeauftragte gestaltete sie das Dekanatsmissionsprojekt „Eine Schule für Wambote“ mit.

Die 90-Jährige gebe Wissen, dass sonst verloren gehen würde, weiter, hob Ruh hervor und verwies etwa auf die Arbeitsgemeinschaft für Heimatgeschichte. Auf die Initiative von Helga Deininger gehe auch das Gedenken an die Reichspogromnacht in Feuchtwangen zurück. Über viele Jahrzehnte setzte sie sich zudem „leidenschaftlich“ für Migranten ein.

Helga Deininger hat laut Ruh bis heute eine Haltung, ein Verantwortungsbewusstsein für das Gemeinwesen. Sie sei „eine Macherin“, bringe sich ein. Sie gebe „der Stadt ein Gesicht, nicht das einzige, aber ein sehr wichtiges“.

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Sie sei in einer Familie aufgewachsen, in der es normal gewesen sei, Verantwortung zu übernehmen und hilfsbereit zu sein, meinte Helga Deininger, die sich über die „überraschende“ Auszeichnung freute.

„Es sind immer Menschen, die den Dingen ein Gesicht geben“, sagte Ruh an Günter Wunderle gerichtet. Seine Frau Renate Hartmann-Wunderle – sie konnte aus persönlichen Gründen nicht anwesend sein – und er würden der Mooswiese ein unverwechselbares Gesicht geben.

Der Schaustellerbetrieb der Familie führt seit den 1950er Jahren ununterbrochen den Festplatz, das Ehepaar ist seit den 1960er Jahren verantwortlich. Beide lösten geräuschlos die vielen kleinen, aber auch großen unerwarteten Probleme, die mit dieser komplexen Aufgabe verbunden seien, stellte Ruh fest. Sie sorgten dafür, dass die Besuchenden das Feuchtwanger Traditionsfest unbeschwert genießen könnten. Neben diesen Managerqualitäten lege das Ehepaar auch selbst Hand an, verkaufe Chips und mache Ansagen.

Renate Hartmann-Wunderle und Günter Wunderle hätten das kollektive Lebensgefühl „Mooswiese“ aufgenommen und verstanden, das Volksfest über Jahrzehnte geprägt und weiterentwickelt, unterstrich Ruh.

Der 83 Jahre alte Günter Wunderle bezeichnete Feuchtwangen als seine zweite Heimat. Er hofft, die Mooswiese noch lange weitermachen zu können und, dass die nächste Generation sie dann in bewährter Weise fortführt.

Für die Umrahmung der Feier mit Familienangehörigen, Wegbegleitern und Mitgliedern des Stadtrats sorgte mit Akkordeonmusik Kristaps Dravenieks.

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