Feuchtwangen überarbeitet Pläne für Kita: Wieso der Bau günstiger wird | FLZ.de

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Veröffentlicht am 06.11.2024 15:09

Feuchtwangen überarbeitet Pläne für Kita: Wieso der Bau günstiger wird

Der Standort für den künftigen Kindergarten im Wohngebiet Röschenhof: In der Tagesstätte sollen später 62 Kinder im Alter ab drei sowie 42 Mädchen und Buben unter drei Jahren Platz finden. (Foto: Peter Zumach)
Der Standort für den künftigen Kindergarten im Wohngebiet Röschenhof: In der Tagesstätte sollen später 62 Kinder im Alter ab drei sowie 42 Mädchen und Buben unter drei Jahren Platz finden. (Foto: Peter Zumach)
Der Standort für den künftigen Kindergarten im Wohngebiet Röschenhof: In der Tagesstätte sollen später 62 Kinder im Alter ab drei sowie 42 Mädchen und Buben unter drei Jahren Platz finden. (Foto: Peter Zumach)

Die überarbeitete Planung für einen Kindergarten im Wohngebiet Röschenhof hat Feuchtwangens Stadtrat jetzt mehrheitlich abgesegnet. Demnach soll auf dem Hanggrundstück eine Tagesstätte mit insgesamt 104 Plätzen entstehen. Zugleich befürwortete das Gremium technische Änderungen zur Einsparung von etwa einer halben Million Euro.

Angesichts der Anpassung des Plans mit der Kostenminderung bezifferten Bürgermeister Patrick Ruh, Stadtkämmerer Simon Gaugler und Stadtbaumeister Farag Khodary die Gesamtinvestition nun auf nicht ganz 7,846 Millionen Euro. Zugleich sei das Raumprogramm mit der Erweiterung von einer ursprünglich fünf- zur jetzt sechsgruppigen Kita größer geworden. In der Folge habe sich die förderfähige Fläche von ehemals 736 auf nun 809 Quadratmeter erhöht.

Bei einer zu erwartenden Zuweisung in Höhe von 3,362 Millionen Euro verbleibe der Stadt ein Eigenanteil von fast 4,484 Millionen. Möglich wäre noch eine um zehn Prozent höhere Förderung, meinte Kämmerer Gaugler. Doch dazu, ob diese gut 300.000 Euro fließen werden, liege bislang keine Stellungnahme vor.

Die Qualität wird nicht beeinträchtigt

Die nun vorgesehenen 500.000-Euro-Einsparungen seien so gewählt, dass die Qualität des Neubaus sowie die mit den Nutzern abgesprochene Planung nicht beeinträchtigt werden, hieß es. Konkret geht es dabei um eine Putz- anstelle einer vorgehängten Fassade, eine Umplanung des Treppenturms im Außenbereich, die Ausführung der nicht tragenden Wände in Trocken- statt in Holzbauweise sowie um geringer angesetzte Baunebenkosten.

Darüber hinaus erhält das Gebäude anstelle einer extensiven Dachbegrünung ein Foliendach, auf dem eine Photovoltaikanlage angebracht werden kann. Dabei folgte das Gremium einem Antrag von Dr. Marko Hedler („Wir“/Grüne). Demzufolge werden jene Dachflächen begrünt, auf denen eine Installation von PV-Modulen nicht möglich ist.

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Dass eine weitere Kindertagesstätte dringend notwendig ist, war in der Diskussion unbestritten. Allerdings bewegten die nach wie vor hohen Kosten die Gemüter. So meinte Marko Hedler, seine Fraktion stimme angesichts von aktuell fünf Notgruppen und wartenden Eltern nur „mit Zähneknirschen“ zu.

Sorgen wegen der Größe der Außenflächen

Michael Nowakowitsch (WwW) zeigte sich wegen der künftigen Kostenentwicklung, der Hanglage sowie der Größe der Außenflächen besorgt. Seiner Meinung nach wäre es besser gewesen, mehrere Architekturbüros „einzuspannen“, um verschiedene Entwürfe zu erhalten.

Wie schon in früheren Ratssitzungen sprachen sich Thomas Heidecker und Werner Hirsch (beide UBF) gegen das Projekt am Standort im Röschenhof aus. Das Areal sei zu klein, der Baukörper zu verwinkelt und ein Kindergarten ziehe deutlich mehr Verkehr in das Wohngebiet. Die Stadtspitze habe es „leider versäumt, einen Alternativstandort zu suchen“. Dabei ließe sich der Bedarf an Kita-Plätzen doch im Neubaugebiet Hochschule decken.

Die Kosten thematisierte auch Hans Heinrich Unger (SPD): „Wäre der Fördersatz nicht zustande gekommen, dann hätten wir abgelehnt.“ Davon abgesehen hätte der Stadtrat schon früher über mögliche Einsparungen diskutieren sollen.

Weil die CSU die „absolute Notwendigkeit“ für diese Tagesstätte sehe, stimme die Fraktion zu, erklärte Herbert Lindörfer. Dann aber sorgte er bei einigen Ratskollegen für spürbaren Ärger: Hätten die Arbeiten schon 2020 begonnen, „dann hätten wir die Kostensteigerung nicht gehabt“, meinte der dritte Bürgermeister und monierte Verzögerungen aufgrund von Diskussionen im Stadtrat.

In wenigen Tagen kommt das Dach auf den Rohbau des Lehrsaals auf dem Campus der Hochschule, sagt Stadtbaumeister Farag Khodary. (Foto: Peter Zumach)
In wenigen Tagen kommt das Dach auf den Rohbau des Lehrsaals auf dem Campus der Hochschule, sagt Stadtbaumeister Farag Khodary. (Foto: Peter Zumach)

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Weitere Stadträte kritisieren Lindörfers Aussage

Dies jedoch wollte Maximilian von Jacobs so nicht stehen lassen: Der Vorwurf, dass sich das Verfahren wegen Anträgen im Ratsgremium verzögert habe, sei falsch. Denn stets habe eine breite Mehrheit das Vorhaben im Röschenhof getragen. „Nur wir drei waren dagegen“, sagte er für die UBF. Und gegenüber der FLZ kritisierten nach der Sitzung dann auch weitere Stadtratsmitglieder Lindörfers Aussage.

Schließlich sprach sich das Gremium gegen fünf Stimmen für die aktualisierte Planung aus. Zugleich erhielt die Verwaltung den Auftrag, die Ausschreibungen auf den Weg zu bringen, sobald die Regierung einem vorzeitigen Maßnahmenbeginn zugestimmt hat.

In der Tagesstätte sollen 62 Kinder im Alter ab drei sowie 42 Mädchen und Buben unter drei Jahren Platz finden. Betreut werden sie in zwei Regel-, einer altersgemischten sowie in drei Kleinkindgruppen.

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