Feuchtwangen: Gewässerpflege lässt den Pegel der Sulzach sinken | FLZ.de

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Veröffentlicht am 22.02.2025 14:23

Feuchtwangen: Gewässerpflege lässt den Pegel der Sulzach sinken

Der Blick über den Molkereisteg (vorne) in Richtung Norden: In diesem Bereich hat das Team des städtischen Bauhofs dieser Tage den Uferbereich der Sulzach von Gestrüpp und Gehölzen befreit. Jetzt fließt das Wasser wieder zügiger ab. (Foto: Stadt Feuchtwangen/Werner Tippmann)
Der Blick über den Molkereisteg (vorne) in Richtung Norden: In diesem Bereich hat das Team des städtischen Bauhofs dieser Tage den Uferbereich der Sulzach von Gestrüpp und Gehölzen befreit. Jetzt fließt das Wasser wieder zügiger ab. (Foto: Stadt Feuchtwangen/Werner Tippmann)
Der Blick über den Molkereisteg (vorne) in Richtung Norden: In diesem Bereich hat das Team des städtischen Bauhofs dieser Tage den Uferbereich der Sulzach von Gestrüpp und Gehölzen befreit. Jetzt fließt das Wasser wieder zügiger ab. (Foto: Stadt Feuchtwangen/Werner Tippmann)

In nur kurzer Zeit ist der Pegel der Sulzach in Feuchtwangen schon sichtbar gesunken: Am Mittwoch hat das Team vom städtischen Bauhof die Ufer des Flüsschen von störendem Buschwerk und ins Wasser gefallenem Holz befreit. Damit wurde der Abfluss deutlich verbessert.

Dass das noch rechtzeitig – dem Bundesnaturschutzgesetz entsprechend – im Februar geklappt hat, freut insbesondere Hermann Ebert: Der Rentner, der an der immer wieder von Hochwasser-Ereignissen betroffenen Ringstraße wohnt, hatte Mitte Januar die Initiative ergriffen und sich öffentlich für Maßnahmen im Rahmen der Gewässerpflege zwischen der Sulzach-Brücke bei der Stadtmühle sowie dem Molkereisteg stark gemacht.

Damals bezeichnete der 71-Jährige das Bett der Sulzach in Feuchtwangen als „Nadelöhr“. Durch dieses müsse der gesamte Niederschlag aus dem großen Einzugsgebiet am Oberlauf frei und möglichst zügig abfließen können, um so die Gefahr von Überschwemmungen im Stadtgebiet zu mindern. Und weil die aktuellen Arbeiten der Bauhof-Mitarbeiter sehr schnell eine positive Wirkung gezeigt haben, besuchte Ebert tags darauf die FLZ-Redaktion, um die von Bürgermeister Patrick Ruh in Auftrag gegebene Maßnahme ausdrücklich zu würdigen.

Erheblicher Rückstau an umgeknickter Weide

In diesem Sinn ist auch in einer gestern veröffentlichten Pressemitteilung aus dem Rathaus von umfangreichen Pflegearbeiten an den Ufern des Flüsschens die Rede: „Im Bereich zwischen der Mooswiese und der Feuchtwanger Stadtmühle wurden dabei unter anderem umgestürzte und beschädigte Bäume sowie dichte Verbuschungen entfernt, um den ungehinderten Wasserfluss der Sulzach zu sichern.“

Neben dichtem Gestrüpp und losen Ästen sei vor allem eine große Weide im Uferbereich nahe der Mooswiese ein sichtliches Hindernis im Wasserlauf gewesen: „Noch fest im Boden verankert, lag der umgeknickte Baum in großen Teilen in der Sulzach und sorgte damit für eine Ansammlung von Treibgut und einen erheblichen Rückstau beim Abfluss des Wassers.“ Nun habe das Team des Bauhofs die beschädigte Weide „sowie sämtliches überhängendes Gestrüpp entlang der Sulzach fachgerecht“ entfernt.

Das Hochwasser-Risiko reduzieren

Im Rahmen ihres Hochwasserschutzkonzeptes führe die Stadt diese Ufer- und Gewässerpflege jährlich durch, um das Flussbett der Sulzach frei von Hindernissen zu halten, heißt es weiter. „Die Säuberung der Uferbereiche ist eine wichtige, regelmäßige Maßnahme in Feuchtwangen, um den Wasserabfluss der Sulzach zu verbessern“, wird Bürgermeister Ruh in der Mitteilung zitiert. Und: „Gleichzeitig können wir damit den Wasserpegel senken und folglich auch das Hochwasserrisiko reduzieren.“ Er danke den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Bauhofs für deren schnelle, fachgerechte Arbeit.

Seinerzeit auf Hermann Eberts Anliegen angesprochen, hatte Patrick Ruh die Maßnahmen zur Gewässerpflege bereits angekündigt. Zugleich erinnerte er damals an positive Effekte, nachdem vor wenigen Jahren der Schlamm bei der Stadtmühle abgesaugt worden war.

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