Nach seinem zweiten deutschen Hallenmeistertitel war Florian Bremm rundum zufrieden. „Es war ein geiles Rennen und hat super viel Spaß gemacht”, sagte der Colmberger nach seinem Triumph von Dortmund über die 3000 Meter.
Zum ersten Mal hatte der 25-Jährige 2024 in Leipzig über diese Distanz gewonnen. Auch damals mit ordentlich Vorsprung. „Ich fand auch den Rennverlauf richtig gut, weil es im Großen und Ganzen so aufgegangen ist, wie ich es mir vorgestellt habe”, so Bremm. Mit 7:42,05 Minuten hatte er Frederik Ruppert (LAV Stadtwerke Tübingen, 7:46,81) und Marc Tortell (Athletics Team Karben, 7:50,09) klar auf die Plätze verwiesen.
Klug hatte sich Bremm im großen Feld zunächst an die Spitze gesetzt: „Ich wollte dem Gedränge aus dem Weg gehen”. Dann übernahm Ruppert die Initiative. „Er hat ordentlich aufs Tempo gedrückt und es fast geschafft, mich abzuschütteln”, so Bremm.
Aber dem Antritt von Bremm auf den letzten etwa 300 Metern war der WM-Zwölfte von Tokio im 3000-Meter-Hindernislauf nicht gewachsen. In 26,36 Sekunden legte Bremm die letzte der 15 Runden zurück und lief damit einen komfortablen Vorsprung heraus. Maximilian Thorwirth (LAV Stadtwerke Tübingen), der Bremm vergangenes Jahr im Spurt auf Platz zwei verwiesen hatte, kam erst 16 Sekunden nach dem Sieger ins Ziel.
Zu diesem Zeitpunkt war einer der Mitfavoriten schon draußen. Robert Farken (SG Motor Gohlis-Nord Leipzig), einer der besten Mittelstreckenläufer im Land, hatte sich nach zwei Dritteln der Distanz an den Oberschenkel gegriffen und den Ausflug auf die längere Strecke humpelnd abgebrochen.
„Es ist schade, dass Robert ausgestiegen ist. Ein fitter Robert ist extrem stark und für mich kaum zu schlagen”, weiß Bremm. Der WM-Starter über 5000 Meter plant ebenfalls einen Ausflug auf eine ungewohnt lange Strecke. Gemeinsam mit Vereinskollegen der Franconia Athletics startet Bremm am Sonntag, 8. März, in Uelzen bei der Deutschen Meisterschaft im 10-Kilometer-Straßenlauf.
Amelie-Sophie Lederer (LG Stadtwerke München) schied bei der DM im Sprint im Vorlauf aus. Mit 7,61 Sekunden belegte die 31-Jährige aus Ornbau in ihrem Vorlauf über die 60 Meter Platz sieben und verpasste das Halbfinale. Die deutsche Hallenmeisterin von 2021, der Titelgewinn damals gelang in persönlicher Bestzeit von 7,12 Sekunden, blieb damit in Dortmund über ihrer Saisonbestzeit von 7,49 Sekunden.