Er möchte Herriedens Bürgermeister werden: Patrick Peters kandidiert für die CSU | FLZ.de

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Veröffentlicht am 13.09.2025 14:02

Er möchte Herriedens Bürgermeister werden: Patrick Peters kandidiert für die CSU

Bewirbt sich um den Chefsessel in Herriedens Rathaus: Patrick Peters. (Foto: Peter Zumach)
Bewirbt sich um den Chefsessel in Herriedens Rathaus: Patrick Peters. (Foto: Peter Zumach)
Bewirbt sich um den Chefsessel in Herriedens Rathaus: Patrick Peters. (Foto: Peter Zumach)

Seinen Kandidaten für das Bürgermeisteramt in Herrieden hat der CSU-Ortsverband am Donnerstagabend nominiert: 37 der 38 anwesenden Stimmberechtigten votierten für Patrick Peters. Der 39-jährige Jurist trat in der Versammlung als einziger Bewerber an. Vorsitzender Wolfgang Strauß hatte ihn vorgeschlagen.

Bei der Suche nach einer geeigneten Person habe sich der Ortsvorstand an vier Kriterien orientiert, sagte Wolfgang Strauß: Erfahrung in der Kommunalverwaltung, Führungserfahrung, Bekanntheit in Herrieden und der Wohnsitz im Stadtgebiet. All dies sei bei Patrick Peters gegeben. Darüber hinaus hieß es, der 39-Jährige habe seine Entscheidung, für die CSU anzutreten, bereits getroffen, bevor Bürgermeisterin Dorina Jechnerer ihren Verzicht auf eine erneute Kandidatur bekanntgemacht hatte.

Herriedens Bürgermeisterin Dorina Jechnerer in ihrem Amtszimmer: Bei der Kommunalwahl im kommenden Jahr steht sie nicht mehr als Kandidatin für das höchste Amt im Rathaus zur Verfügung. (Foto: Peter Zumach)
Herriedens Bürgermeisterin Dorina Jechnerer in ihrem Amtszimmer: Bei der Kommunalwahl im kommenden Jahr steht sie nicht mehr als Kandidatin für das höchste Amt im Rathaus zur Verfügung. (Foto: Peter Zumach)

Darum kandidiert Herriedens Bürgermeisterin Dorina Jechnerer 2026 nicht mehr

Gespräche mit CSU und Fortschrittlichen Bürgern blieben ohne das gewünschte Ergebnis. Jetzt kündigt die Rathauschefin an, sich nicht mehr zur Wahl zu stellen.
28.08.2025 16:23
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Persönlicher Referent von Thomas Deffner

Seit drei Jahren arbeitet Oberrechtsrat Peters als persönlicher Referent von Ansbachs Oberbürgermeister Thomas Deffner, dessen Geschäftsbereich er leitet. Zuvor war er als Beamter im Amt für Bildung und Sport der kreisfreien Stadt unter anderem für das Schulwesen verantwortlich.

Wie der Christsoziale bei seiner persönlichen Vorstellung erzählte, stammt er aus dem Raum Bad Kissingen. Nach dem Abitur studierte er Jura in Würzburg. Als Referendar arbeitete er in Bamberg und sammelte anschließend Berufserfahrung als Anwalt sowie in der Rechtsabteilung eines großen Automobil-Zulieferers.

Will sich stark machen für mehr Gewerbe

Jedoch habe sein Interesse stets der Kommunalverwaltung gegolten. Deshalb habe er sich 2020 bei der Stadt Ansbach beworben und sei mit der Familie nach Herrieden, dem Heimatort seiner Frau Franziska, gezogen. Mit ihr hat er drei Kinder im Alter von sieben, sechs und drei Jahren.

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„Herrieden hat viel Potenzial, das man wieder abrufen muss”, betonte der 39-Jährige. Um die Stadt angesichts ihres Stillstands wieder voranzubringen, wolle er sich im Fall seiner Wahl für die weitere Ansiedlung von Gewerbe stark machen – zum einen wegen der Steuereinnahmen und zum anderen wegen einer positiven Außenwirkung der Kommune. Dafür gelte es, trotz eines seit 2019 „erheblich reduzierten” Vermögenshaushalts „mutig” in die Ausweisung weiterer Gewerbeflächen zu investieren.

Augenmerk auf Hausärzte und Fachmediziner

Ebenso liege ihm am Herzen, dass Herriedens Innenstadt attraktiv bleibt. Da sei es wichtig, Leerstände zu vermeiden und bezahlbaren Wohnraum insbesondere für Menschen mit schmalen Budgets zu schaffen. Zugleich werde er sein Augenmerk auf die medizinische Versorgung legen. Das gelte für Hausärzte ebenso wie für Fachmediziner, beispielsweise einen Kinderarzt. Dabei bezeichnete der Jurist die Lage der Stadt zwischen Ansbach und Feuchtwangen als ideal für die Niederlassung von Medizinern.

Aber auch die „Stabilität in der Personalverwaltung” sei ihm wichtig. Mit Blick die Fluktuation im Rathaus sagte Peters: „Wir müssen gutes Personal halten und fördern.”

Massive Probleme in Sachen Gewerbesteuer

Zur aktuellen Politik in Herrieden berichtete CSU-Ortsverbandsvorsitzender Strauß, der auch als Stadtratsfraktionschef und als dritter Bürgermeister fungiert, von massiven Problemen in Sachen Gewerbesteuereinnahmen: In der Ratssitzung am Mittwoch, 17. September, ab 19 Uhr im Stadtschloss werde Bürgermeisterin Dorina Jechnerer öffentlich von einer Rückforderung in Höhe von 1,2 Millionen Euro für das Jahr 2024 berichten. Zusätzlich flössen im laufenden Jahr voraussichtlich 2,4 Millionen Euro weniger, als erwartet.

Indes brenne weiterhin der Rückbau einer Verbindungsstraße im Wohngebiet Schrotfeld auf den Nägeln. Das Ingenieurbüro sowie die ausführende Firma hätten den Beschluss des Stadtrats korrekt befolgt, laut dem die Straße fünf Meter breit gebaut werden sollte. Nachdem die Verbindung später auf Initiative der Stadtverwaltung verschmälert worden sei, dränge die CSU darauf, sie wieder in den ursprünglichen Zustand zu versetzen.

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