Energiewende in Praxis: Eisspeicher-Technik am Energie Campus Feuchtwangen | FLZ.de

foobarious
arrow_back_rounded
Lesefortschritt
Veröffentlicht am 30.10.2025 10:30

Energiewende in Praxis: Eisspeicher-Technik am Energie Campus Feuchtwangen

Der Solar-Luft-Absorber des Energie Campus stieß auf großes Interesse im Rahmen der Fachexkursion. (Foto: Energieregion Nürnberg/Franz Hitzelsberger)
Der Solar-Luft-Absorber des Energie Campus stieß auf großes Interesse im Rahmen der Fachexkursion. (Foto: Energieregion Nürnberg/Franz Hitzelsberger)
Der Solar-Luft-Absorber des Energie Campus stieß auf großes Interesse im Rahmen der Fachexkursion. (Foto: Energieregion Nürnberg/Franz Hitzelsberger)

Eine der größten Herausforderungen der Energiewende besteht darin, die im Sommerhalbjahr im Überfluss vorhandene Wärme für das Winterhalbjahr zu speichern. Eine mögliche Technik hierfür sind Eisspeicher. Dabei wird die Wärme genutzt, welche beim Gefrieren von Wasser freigesetzt wird.

Über diese Technik informierten sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer einer Exkursion der „Kompetenzinitiative Energieregion Nürnberg” am Energie Campus in Feuchtwangen. Das Plusenergiehaus erzeugt laut Pressemitteilung mehr Energie als es verbraucht. Diplom-Ingenieur Oliver Abel erklärte zur Energietechnik des Gebäudes: „Unser Energiezaun ist ein Solar-Luft-Absorber aus Kunststoffrohren, der Wärme sowohl aus der Umgebungsluft als auch durch die Einstrahlung der Sonne sammelt. Die so gesammelte Energie kann direkt als Quelle für die Wärmepumpe dienen oder dem Eisspeicher zur Regeneration zugeführt werden.“

Mehr Energie als eigentlich erforderlich

Im Sommer sorge das über die Wintermonate entstandene Eis für eine passive Kühlung des Gebäudes. Ergänzt wird die Energiegewinnung durch eine Photovoltaikanlage. Diese erzeugt gemäß der Mitteilung mehr elektrische Energie als im Gebäude insgesamt elektrische Energie und Wärmeenergie benötigt werden. Überschüssige Energie könne etwa zum Laden des hochschuleigenen Elektroautos genutzt werden.

Die Gäste zeigten sich sichtlich beeindruckt, wie am Campus unterschiedliche Techniken und Energiequellen kombiniert werden, um ohne fossile Heizenergie ein modernes Gebäude mit Wärme und Strom zu versorgen. „Das ist nicht nur gut für das Klima, es spart uns auch viel Geld, welches wir bisher Jahr für Jahr für den Import von Öl und Gas ausgegeben haben“, lautete das Fazit des Exkursionsleiters Dr. Franz Hitzelsberger, wissenschaftlicher Mitarbeiter der Energieregion Nürnberg.


Von fp
north