Eine Premiere mit Erfolg: Ansturm beim ersten Ansbacher Seniorentag | FLZ.de

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Veröffentlicht am 25.09.2025 19:38

Eine Premiere mit Erfolg: Ansturm beim ersten Ansbacher Seniorentag

Lenkball, ein Spiel mit einem Schläger mit zwei Griffen, ist für ältere Menschen gut geeignet. Trifon Lengerov (rechts) und Hartmut Schumm (Zweiter von rechts) vom TSV 1860 Ansbach zeigten, wie es geht.  (Foto: Lara Hausleitner)
Lenkball, ein Spiel mit einem Schläger mit zwei Griffen, ist für ältere Menschen gut geeignet. Trifon Lengerov (rechts) und Hartmut Schumm (Zweiter von rechts) vom TSV 1860 Ansbach zeigten, wie es geht. (Foto: Lara Hausleitner)
Lenkball, ein Spiel mit einem Schläger mit zwei Griffen, ist für ältere Menschen gut geeignet. Trifon Lengerov (rechts) und Hartmut Schumm (Zweiter von rechts) vom TSV 1860 Ansbach zeigten, wie es geht. (Foto: Lara Hausleitner)

Der erste Ansbacher Seniorentag war ein großer Erfolg. Zahlreiche Besucherinnen und Besucher informierten sich an den im Onoldiasaal aufgebauten Ständen zum Beispiel über Sportarten für ältere Menschen oder Sicherheit im Straßenverkehr. Auch die Vorträge wurden sehr gut angenommen, sodass das Organisationsteam äußerst zufrieden war.

Konzipiert hatte die Veranstaltung der Ansbacher Seniorenbeirat in monatelanger ehrenamtlicher Arbeit. Dem Team war es gelungen, mehr als 20 Partner mit ins Boot zu holen: Im Saal vertreten waren unter anderem die Polizei, die Verkehrswacht und das Bayerische Rote Kreuz, der TSV 1860 Ansbach, der Hospizverein, der VdK, die Volkshochschule und die Städtische Musikschule sowie eine Krankenkasse und ein Hörakustik-Unternehmen.

Tipps zur „Rotkreuzdose” und Hobbys fürs Alter

Sie alle hatten ausführliches Informationsmaterial mitgebracht und berieten die Gäste: zum Beispiel über die „Rotkreuzdose”, in die Seniorinnen und Senioren ein Blatt mit Notizen zu erreichbaren Angehörigen, zum Hausarzt oder zur Medikamenteneinnahme stecken können. Bei einem Notfall im häuslichen Umfeld kommt der Rettungsdienst damit schnell an die wichtigen Angaben.

Am Stand der Städtischen Musik- und Singschule ging Sigrid Kirsch darauf ein, dass ältere Menschen noch problemlos ein Instrument erlernen oder in einen Chor einsteigen können. Die Musikschule bietet zum Beispiel Klavierunterricht an, speziell für Anfängerinnen und Anfänger, die über 65 Jahre alt sind. Sehr gut geeignet für einen späten Einstieg sei auch die Veeh-Harfe, sagte Kirsch. Das Erlernen eines Instruments sei ein wunderbarer Weg, um „die grauen Zellen” fit zu halten.

Fit bleiben mit Lenkball

Körperlich fit bleiben können Seniorinnen und Senioren mit verschiedenen Sportarten, die der TSV vorstellte. Lenkball etwa ist geeignet für Menschen, die schon lange keinen Sport mehr getrieben haben, fördert die Auge-Hand-Koordination und steigert die Konzentrationsfähigkeit. Trifon Lengerov und Hartmut Schumm standen bereit, damit die Gäste sich mit den Schlägern, die mit beiden Händen gehalten werden, ausprobieren konnten.

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In den Vorträgen ging es derweil zum Beispiel um die Bedeutung von gutem Hören, um Depressionen im Alter und um das Schaffen von Strukturen im Alltag. Auch Kontakte konnten geknüpft werden: nicht nur in spontanen Gesprächen, sondern auch beim „Speed-Dating”. Ziel dabei sollte es sein, Partner oder Partnerinnen für gemeinsame Unternehmungen zu finden – für gemeinsames Wandern, für Theaterbesuche, einen Tanzkurs oder einfach für Treffen im Café.

Seniorinnen und Senioren als „Stütze der Gesellschaft”

Zum ersten Seniorentag gehörten neben den Informationsangeboten auch Mitmach-Aktionen, die Spaß bereiten sollten, erklärte dazu Fritz Heubeck, der Vorsitzende des Seniorenbeirats. Ein solcher Tag sei wichtig und nötig, da in Ansbach die Seniorinnen und Senioren immerhin rund 30 Prozent der Bevölkerung ausmachten. Viele ältere Menschen engagierten sich in diversen Bereichen ehrenamtlich und seien somit „eine Stütze der Gesellschaft”, so Heubeck. Im Gegenzug müssten Strategien aufgezeigt werden, um allen Seniorinnen und Senioren die Teilhabe am öffentlichen Leben zu ermöglichen.

Ob der großen Resonanz auf die Veranstaltung war Fritz Heubeck begeistert. Er und seine Kolleginnen und Kollegen im Seniorenbeirat freuten sich über etliche positive Rückmeldungen der Besucherinnen und Besucher, die zum großen Teil um die 70 Jahre und älter waren. Oberbürgermeister Thomas Deffner stellte als Schirmherr des Seniorentages „die hervorragende Arbeit” des Beirats in der immer älter werdenden Stadt-Gesellschaft heraus.


Lara Hausleitner
Lara Hausleitner
Redakteurin für Lokales und Kultur - und Reisende aus Leidenschaft.

"I have never written a word that did not come from my heart. I never shall."
Nellie Bly
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