Eine Familie aus Malawi erhält Unterstützung für den Neuanfang in Ansbach | FLZ.de

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Veröffentlicht am 02.09.2025 13:53

Eine Familie aus Malawi erhält Unterstützung für den Neuanfang in Ansbach

Christine Kaas und Alfred Stockert (rechts) von der Kinder- und Jugendstiftung treffen sich mit Dr. Stefan Schwarz vom Verein Moyo – Ansbach für Malawi. (Foto: Oliver Herbst)
Christine Kaas und Alfred Stockert (rechts) von der Kinder- und Jugendstiftung treffen sich mit Dr. Stefan Schwarz vom Verein Moyo – Ansbach für Malawi. (Foto: Oliver Herbst)
Christine Kaas und Alfred Stockert (rechts) von der Kinder- und Jugendstiftung treffen sich mit Dr. Stefan Schwarz vom Verein Moyo – Ansbach für Malawi. (Foto: Oliver Herbst)

Einer Familie aus Malawi hilft die Kinder- und Jugendstiftung Ansbach „Brücken bauen – Zukunft gestalten“. 4000 Euro ließ sie dazu dem Verein Moyo – Ansbach für Malawi zukommen. Die Pflegekräfte mit zwei Kindern aus dem Binnenstaat in Südostafrika sind neu in der Stadt. Beide haben schon Arbeit.

„Ihr Engagement für Bildung in Malawi wie auch Ihre Bemühungen, einer jungen Familie in der Phase des Neuanfangs in Ansbach beizustehen, haben uns sehr beeindruckt.” Dies erklärt der Stifter und Vorsitzende des Stiftungsrats, Werner Schmiedeler, gegenüber dem Verein.

Die Geschichte der Familie berühre und zeige exemplarisch, wie wichtig es sein könne, junge Familien niedrigschwellig beim Ankommen in der Stadt zu unterstützen. Die Stiftung sehe in der Hilfe eine gezielte Investition in die Zukunft junger Menschen.

Dr. Stefan Schwarz ist Mitgründer und Vorstandsmitglied im Verein Moyo – Ansbach für Malawi. „Ich habe vor 30 Jahren da gearbeitet”, erzählt der Arzt. Als Entwicklungshelfer war er Krankenhausleiter. Der Verein unterstützt laut seinen Worten Schulen, ein Krankenhaus und Dorfprojekte.

Arbeit schon kurz nach der Einreise

Der Familienvater aus Malawi war einer von zwei ehrenamtlichen Hauptmitarbeitenden des Vereins im Land, wie Stefan Schwarz erläutert. Das Ehepaar ist gemäß seinen Angaben Anfang 30, lernte Deutsch und hat zwei Kinder im Schul- und Kindergartenalter. Die Qualifikation der beiden sei in Deutschland als Pflegefachhelferin und Pflegefachhelfer anerkannt.

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Die Frau habe in der Seniorenresidenz Ansbach eine halbe und der Mann eine ganze Stelle angetreten: und das nur wenige Tage nach der Einreise Anfang August. „Das Heim ist wirklich extrem zugänglich und kooperativ”, bemerkt Stefan Schwarz. Die evangelische Kirche habe sich ebenfalls engagiert und vermiete eine Wohnung.

Der Junge geht in den Kindergarten, und das Mädchen kommt in die Schule, wie der Mediziner schildert. Das Geld der Stiftung sei für den Kindergartenplatz, die Mittagsbetreuung in der Schule und die Schulausstattung nötig.

Wertvoll für die Integration im Land

Unter anderen Mädchen und Jungen zu sein, „ist wertvoll für die Integration”. So drückt es Stiftungsrätin Christine Kaas aus. Die Stiftung habe sich zum Beispiel „Gleiche Chancen für den Start ins Leben” auf die Fahne geschrieben. „Für uns als Stiftung war der ausschlaggebende Punkt, dass das Ehepaar einen Beruf ausübt, der bei uns massiv gesucht wird”, betont ihr Kollege Alfred Stockert.

Aber „ohne private Zuwendungen und extreme Hilfen ist so eine berufliche Eingliederung fast nicht möglich”, fasst der Pädagoge zusammen. „Das ist genau das Problem”, entgegnet Stefan Schwarz.

„Wir bestrafen Einwohner in funktionierenden Staaten wie Malawi, die auch noch weit weg sind”, gibt er zu bedenken. Asyl zu beantragen, wäre für die Familie laut seinen Worten angesichts ihres Herkunftslands nicht erfolgreich gewesen. Was die Hilfe für die Familie betrifft, berichtet er von einem guten Netzwerk von Ansbacherinnen und Ansbachern.

Das Spendenkonto des Vereins Moyo – Ansbach für Malawi lautet DE75 7655 0000 0008 6200 15.

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