Bei der Pressekonferenz für das Festival „Dein Lied”, die auf Schloss Frankenberg stattfand, nutzte Hoteldirektor Michael Zager die Gelegenheit, die Pläne für das weithin sichtbare Hotel und die Gastronomie vorzustellen. Als Nächstes eröffnet der Biergarten.
Am 1. Mai soll es so weit sein: Ein Wein- und Biergarten – soviel Anpassung muss im Weinparadies schon sein – mit 50 bis 60 Plätzen eröffnet. Betrieben wird er in Selbstbedienung. Das Angebot ist zum Beispiel für Wandersleute gedacht, die Hemmungen haben, mit dreckigen Schuhen im Amtshaus oder gar in der mit einem Michelin-Stern ausgezeichneten Gastronomie des „Le Frankenberg” im Schloss selbst einzukehren.
Auch für die Zeit danach kündigte Zager Neuerungen fast im Monatstakt an: Im Juni soll eine Sauna im Turm eröffnen, im Juli der „Garten Eden” und die Relax-Terrasse um einen großen Brunnen mit einem Durchmesser von acht Metern. Im dritten Quartal sollen Tiny-Häuser für die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen entstehen. Diese kämen von den Olympischen Spielen in Cortina d' Ampezzo nun als Zweitnutzung nach Franken, berichtete Zager.
Es sei schwierig, neue Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen zu finden, wenn man ihnen nicht zugleich eine Wohnung zur Verfügung stellen könne. Seit er auf Schloss Frankenberg gekommen sei, sind nach seinen Angaben 14 komplett neue Arbeitsplätze, also keine Wiederbesetzungen frei werdender Stellen, entstanden.
Im vierten Quartal sollen 30 weitere Gästezimmer in der Meierei am Fuß des Berges gebaut werden, in deren Nähe auch die Tiny-Häuser für die Mitarbeitenden platziert werden sollen. Bisher verfüge man im Schloss über 27 Zimmer und Suiten. „Die Zimmeranzahl wird also verdoppelt“, betonte Zager. Im hinteren Bereich der Meierei könnte er sich auch eine „Eventscheune” vorstellen – doch das sei noch Zukunftsmusik.
Das Restaurant habe seit seinem Amtsantritt sieben Tage die Woche geöffnet, so Zager. 25 feste Events stünden im Veranstaltungskalender. Man habe sich ehrgeizige Ziele gesetzt: 1500 Fine-Dining-Gäste (in der Lokalität stehen nur zwei Mal acht Plätze zur Verfügung) sind eine dieser Zielmarken.
Das Schloss will überregional, zum Beispiel in Richtung Frankfurt/Main, noch bekannter werden, worüber Zager sich nach der Pressekonferenz noch mit Landrat Dr. Christian von Dobschütz sowie den Vertreterinnen des Weinparadieses und des Kreistourismus' austauschte.